Harry Potter Finale von PM83


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1-25 von 180 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2010 12:12:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2010 16:45:54 GMT+01:00
PM83 meint:
Hallo liebe Potterfans.
Endlich ist es soweit. Das letzte Buch meiner FanFiction ist in Arbeit. Ehe ich dieses Buch aber ins Netz stelle, möchte ich seine Vorgänger noch einmal kurz vorstellen. First of all: Die Harry-Potter-the-next-generation-Bücher sind nur eine FanFiction und daher auch nicht überlesen oder korrigiert; sieht man aber von Kommata, Doppelpunkten, Semikolons und anderen Scheußlichkeiten ab, so glaube ich, sind es doch ganz tolle Bücher geworden.
Hier noch einmal alle 7 Bände im Überblick ehe es mit dem letzten Buch losgeht:

Albus Potter und der Stein der Auferstehung
Albus Potter ist seinem berühmten Vater nicht unähnlich. Er erlebt sein erstes Schuljahr in Hogwarts spannend und aufregend. Gemeinsam mit seiner Cousine Rosie und dem schüchternen Jacob schlittert er von einem Abenteuer ins nächste.
Als sich Albus jedoch mit dem allseits verhassten Scorpius anfreundet ist Ärger vorprogrammiert. Noch ahnt niemand, dass sich die Freunde schon bald in großer Gefahr befinden und zusammenhalten müssen, denn als sie hinter das schreckliche Geheimnis ihrer Zaubertranklehrerin kommen ist es schon fast zu spät.

Rosie Weasley und das Porträt aus Shrimould Zwölfero
Rosies zweites Schuljahr in Hogwarts ist alles andere als schön. Sie muss mit vielen Dingen fertig werden. Zunächst mit einem Streit ihrer Eltern, dann mit der Tatsache, dass Albus und Scorpius immer noch Freunde sind, und schließlich mit einem neuen Mitschüler - dem frechen Stanislav Krum.
Einziger Trost, das Porträt eines jungen Mannes, das Rosie zufällig findet.

Scorpius Malfoy und die Büchse der Pandora
Scorpius Malfoy will nicht länger ein Slytherinschüler sein. Er ist unglücklich, denn seine wahren Freunde sind in anderen Häusern untergebracht. Plötzlich taucht jedoch eine gefährliche Bande, die Slytheringang, in der Schule auf und Scorpius scheint die einzige Chance für die anderen Schüler und schließlich auch für ganz Hogwarts zu sein.

Stanislav Krum und das Vermächtnis der Gründer
Stanislav Krum ist zum ersten Mal verliebt. Doch Rosie hat nur Augen für Jacob.
Die erste Liebe soll für Stanislav und seine Freunde aber nur ein kleines Problem darstellen, denn im vierten Schuljahr von Hogwarts werden die Weichen für eine schreckliche Zukunft gestellt, bei denen die Gründer selbst eine zentrale Rolle spielen.

Jacob Corday und das Trimagische Turnier
Potterfans kennen es - das Trimagische Turnier. Im fünften Schuljahr von Jacob und seinen Freunden soll es nach langer Zeit wieder eines geben. Leider stellt sich schnell heraus, dass es dieses Mal nicht in Hogwarts stattfinden wird. Und nur wenige werden beim Turnier zugelassen. Ein Wettstreit beginnt und vor allem Jacob muss schon bald eine schwere Entscheidung treffen.

Zoe Jackson und das Ende vom Anfang
Seit Vemtrix Lestrange, die gefährliche schwarze Hexe, aus Askaban entkommen ist, herrscht Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Sie wieder einzufangen scheitert mit fatalen Folgen. Zoe, Jacob, Stanislav und Scorpius verlieren ihre magischen Steine. Was hat Lestrange bloß damit vor? Diese Frage stellen sich nicht nur die Freunde in ihrem sechsten Schuljahr sondern auch Harry, ein ominöser Professor und vor allem Professor McGonagall. Erst als Krieg und Chaos ausbricht erfährt Zoe die Wahrheit, doch da ist es bereits zu spät.

...und die Säulen der Ewigkeit
Die magische Welt ist nur noch eine Erinnerung. Niemand ist mehr in der Lage zu zaubern -Zauberstäbe sind nutzlos. Hexen und Zauberer allen Alters sind verletzt, vermisst oder tot. Hogwarts ist eine Ruine - an Schule ist aber ohnehin nicht zu denken. Es liegt allein an Albus, Rosie, Scorpius, Stanislav, Jacob und Zoe, die Welt zu retten und das Böse rechtzeitig abzuwenden.

Veröffentlicht am 20.01.2010 12:24:53 GMT+01:00
S.W. meint:
Juju....erster! =)

Freue mich!!!!!

Veröffentlicht am 20.01.2010 14:08:28 GMT+01:00
Arwen meint:
Endlich!!!! Schaue schon jede Stunde nach, ob es endlich weiter geht!!!!

Veröffentlicht am 20.01.2010 21:46:14 GMT+01:00
PM meint:
hallo pm 83, super das es endlich weiter geht, ich mache diese seite schon gar nicht mehr zu weil ich denke ich könnte was verpassen. oh, wie ich mich freeeeuuuuuueeeeee !!!!!!, schade nur das es das letzte Kapitel sein wird, aber ich werde es ertragen und wenn alles vorbei ist werde ich dich bitten mir das gesamte werk zu schicken , dann werde ich es mir ausdrucken und nochmal vom blatt lesen lg pm

Veröffentlicht am 21.01.2010 19:17:43 GMT+01:00
jainasolo meint:
Cool es geht weiter, hab jeden Tag geschaut ob schon was neues gibt. :-) Bin schon gespannt wie es weiter geht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2010 19:47:15 GMT+01:00
Tiger meint:
Endlich! Jetzt hoffe ich nur, dass es bald losgeht. Bin auf das Finale sehr gespannt - hoffentlich müssen nicht zuviele daran glauben
LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.01.2010 15:38:24 GMT+01:00
PM83 meint:
...sieh die Welt in Trümmern liegen

Eine Stille trat ein, und die Tatsache, dass Ron weggegangen war, baute sich wie eine Mauer zwischen ihnen auf. Aber er war da. Er war zurückgekommen. Er hatte Harry gerade das Leben gerettet.
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 7)

Scorpius saß schweigend im taunassen Gras und blickte zum Himmel. Merkwürdig gezackte Wolken schwebten über seinem Kopf hinweg - doch er nahm sie nur verschwommen war. Seine Augen waren mit Tränen zu. Seine langen blonden Haare hingen ihm unfrisiert ins Gesicht. Das Leben des siebzehnjährigen Jungen hatte sich in den letzten Tagen so sehr verändert. Das Leben aller Menschen hatte sich so sehr verändert. Er versuchte die schrecklichen Bilder aus seinem Kopf zu bekommen - ohne Erfolg. Das Geräusch herannahender Schritte ließ ihn zusammenfahren. Es war Albus Potter. Er wusste es, ohne ihn ansehen zu müssen. Albus setzte sich neben ihm ins Gras.
„Die Feier ist jetzt vorbei", sagte er angespannt. Scorpius schluckte.
„Feier, ich versteh gar nicht warum man es Feier nennt? Leichenfeier - Leichenschmaus." Er schüttelte sich.
„Ich weiß wie du dich fühlst", erwiderte Albus. Er legte einen Arm um seinen Freund. Scorpius wich zurück.
„Nein, das weißt du nicht. Wie auch? Deine Eltern sind nicht gestorben." Albus zuckte ob der harten Worte seines Freundes zusammen.
„Ja, du hast recht - noch nicht." Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Scorpius blickte hoch.
„Es tut mir leid. Das hätte ich nicht sagen dürfen. Steht es so schlecht um deinen Dad?"
Albus nickte.
„Die Ärzte wissen nicht ob er die Nacht überleben wird." Scorpius' Gesicht wurde noch blasser als es ohnehin schon war.
„Und ich komme dir auch noch mit blöden Sprüchen."
„Ist schon okay. Wir befinden uns alle in einer besch. Situation."
Drei furchtbare Tage lang hatte man Albus' Dad, den berühmten Harry Potter, genauso wie seine Eltern, für Tod gehalten. Teddy Lupin hatte mit ansehen müssen, wie sein Patenonkel unter Tonnen von Schutt begraben worden war. Doch dann hatte man Harry zufällig entdeckt. Schwach - aber am Leben. Hilfskräfte hatten ihn aus den Trümmern des Ministeriums bergen können. Ja, das Zaubereiministerium existierte nicht mehr, ebenso wenig wie Hogwarts, die größte Schule für Hexen und Zauberer sowie das St. Mungos Hospital für magische Verletzungen und Krankheiten.
Fast alle magischen Einrichtungen, allen voran die Winkelgasse, die magische Einkaufsstraße und dessen Häuser, war zerstört. Niemand, noch nicht mal der Zaubereiminister persönlich, vermochte auch nur einen einzigen Zauber bewirken. Wohin all die Magie verschwunden war, wusste niemand.
Muggel, weit weniger von den katastrophalen Geschehnissen betroffen, bekamen trotz alledem natürlich mit, was in der magischen Welt vor sich ging. Schutzzauber hatten ihre Wirkung verloren. Menschen waren gestorben, Menschen die Scorpius kannte, Menschen die Scorpius liebte. Allen voran seine Eltern, sie waren im Haus, als es plötzlich explodierte, aber auch Mitschüler und Freunde waren unter den Toten, die endlich heute, an diesem Tag beigesetzt wurden. Anfangs hatte er der Zeremonie noch beigewohnt. Doch dann begann der Priester die Namen derer vorzulesen die von ihnen gegangen waren. Unter den Toden tauchten immer wieder Namen auf, die Scorpius kannte.

...James Clover, ...Sybill Trelawney, Cherome Coelestinus, ...Linus Love, Franc Ptolsky, Crassy Owens, Ashley Thomas, ...Henry Jones, Reginald Cattermole, ...Draco Malfoy, Astoria Malfoy ...

Nachdem er die Namen seiner Eltern gehört hatte, war er weggelaufen, hatte sich ins Gras gesetzt und sich die Ohren zugehalten.
„Scorp?", fragte Albus besorgt.
„Ich hatte immer gedacht vor meinen Eltern zu sterben. Wie oft habe ich ihnen gesagt, sie sollen nicht um mich trauern, dass es eben so sein soll, dass wir uns irgendwann schon wieder sehen werden, und jetzt, jetzt sind sie doch vor mir gestorben." Albus war der einzige, neben seinen Eltern, der wusste, dass er an einer unheilbaren Krankheit litt. Heilzauber hatten diese bisher hinausgezögert, nun, ohne magische Hilfe, blieben ihm nur noch wenige Monate.
Albus hatte keine Ahnung was er sagen sollte, also drückte er sich fest an Scorpius.
„Alles wird gut. Hörst du? Alles wird gut."
Hätte Albus selbst daran geglaubt, wären die Worte vielleicht tröstender gewesen.

Schrecklich Bilder

Veröffentlicht am 25.01.2010 11:17:12 GMT+01:00
Arwen meint:
Hallo PM83! Spann uns doch nicht so auf die Folter!!! Das ist ja schon ein Fall für Amnesty International ;=))))))
P.S.: Wieder toll geschrieben!!!

Veröffentlicht am 25.01.2010 13:47:43 GMT+01:00
S.W. meint:
=)

Wieder spitze, auch wenn ich wie mein Vorgänger mich gefoltert fühle...*grinsbreit*
Und...noch was:
Ich weiß, dass Du noch viele schöne Bücher schreiben kannst! :)

LG

Veröffentlicht am 25.01.2010 15:52:08 GMT+01:00
PM meint:
hallo pm 83, das war ja gänsehautmäßig, aber wieder sehr super geschrieben!!!!!!!!!!!!!!!!!, hoffe das es bald weitergeht, das mit der folter stimmt wohl
lg pm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.01.2010 22:20:26 GMT+01:00
PM83 meint:
Folter? *g*
bitteschön!

Schreckliche Bilder

Es war ein Schmerz, der alles übertraf, was Harry je erlitten hatte; seine Knochen standen buchstäblich in Flammen; sein Kopf, fürchtete er, würde jeden Moment entlang der Narbe aufplatzen; die Augen überschlugen sich in seinem Kopf, er wollte das es aufhörte ... ohnmächtig werden ... sterben ...
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 4)

Rosie stockte der Atem. Sie zeigte nach vorne, wo das gewaltige Mauerwerk von Hogwarts einzustürzen drohte. Die Schreie der Schüler wurden immer lauter und von Panik erfüllt stoben sie in allen Richtungen davon. In genau dem Moment, als sie die Türe erreichten, stürzte der Gang vor ihnen ein und begrub darunter Dutzende von Schüler. Rosie starrte entsetzt auf das Schauspiel, als ein weiterer Gang einstürzte. Eine verletzte Schülerin drängte sich wild an ihnen vorbei. Rosie blieb der Mund offen stehen, als sie nur wenige Schritte entfernt, am Boden liegend, ein dunkelhäutiges Mädchen erblickte. Sie hastete auf sie zu.
„Ashley", hauchte sie. Es war Ashley Thomas. Schwere Steinbrocken landeten neben Rosie.
„Weg hier", schrie Jacob und stieß seine Freundin gerade noch rechtzeitig zur Seite, als genau da, wo sie eben noch gestanden hatte, ein weiterer riesiger Ziegelstein zu liegen kam.
„Ich kann Ashley nicht zurück lassen", antwortete sie panisch. Stanislav, bereits bei Ashley und den Puls des Mädchens fühlend, starrte Rosie ausdruckslos an. Er schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Nein", meinte Rosie gelähmt. „NEIIIIN!", brüllte sie. Sie stürzte auf das Mädchen.
„Du kannst ihr nicht mehr helfen", hielt Jacob sie zurück.
„Doch, las mich los!" LASS MICH LOS!" Sie schlug wild auf ihren Freund ein, während weiteres Mauerwerk von den Wänden absplitterte.
„Hiiiiilfe!", flennte jemand unweit von ihnen entfernt. Stanislav blickte sich um und lief zu den Jungen, der da schrie. Rosie rührte sich keinen Millimeter. Sie hatte sich bereits zu Ashley gebeugt. Das Mädchen war ihr eine Freundin gewesen. Sie konnte unmöglich tot sein. Sie schüttelte sie.
„Ashley", schrie sie, „Ashley wach auf!" Jacob stand reglos hinter Rosie. Unfähig ihr zu helfen starrte er auf die beiden Mädchen.
„Helft mir, ihr zwei", schrie Stanislav plötzlich. Er war zu dem Jungen gerannt der Hilfe brauchte. Rosie, zitternd am ganzen Körper, folgte Jacob zu Stanislav. Jemand war von einer schweren Statue eingeklemmt. Es war Crassy Owens. Dessen Freund Franc Ptolsky zerrte vergeblich an ihrer Hand.
„Zusammen", stakste Stanislav, „wir müssen versuchen die Statue anzuheben."
Schreie. Von überall her waren Schreie zu hören. Rosie drückte mit ihren Freunden gegen die Statue. Sie bewegte sich, doch im selben Moment brach die riesige Decke über ihnen ein.
„Weg hier!", reagierte Jacob blitzschnell und stieß Rosie und Stanislav mit sich fort. Sie landeten hart an einer Wand, während für das eingeklemmte Mädchen und Franc jede Hilfe zu spät kam. In einem Bruchteil von Sekunden waren sie zugeschüttet.
„NEEIIIN", brüllte Rosie erneut. Neiin, nein, nein. Sie rang nach Luft. All das konnte nicht wirklich passieren. Jetzt erst sah sie Stanislav über einen reglosen und verwundeten Jacob kniend.
„Was ist mit ihm?", stakste sie. „Nicht Jacob! Nicht er!"
„Er lebt, aber wir müssen hier weg - sofort!", beruhigte sie Stanislav. Rosie packte bei Jacob mit an und so hasteten sie nach draußen.
Das Schauspiel das sich ihnen vor dem Schloss erbot, war nicht in Worte zu fassen. Hogwarts war innerhalb weniger Minuten völlig eingestürzt. Schüler und Lehrer starrten entsetzt auf die zerstörten Mauern. Verletzte und Tode wohin man sah. Rosie entdeckte eine Gruppe von bekannten Schülern. Sie atmete erleichtert auf, als sie Hugo neben Lily, James, Fred, Savannah und Arthur entdeckte. Sie fielen sich in die Arme.
„Wo steckt Albus?", fragte James Rosie im selben Moment. Rosie sah sich um. Scorpius fehlte ebenfalls, und Zoe auch.
„Zoe?", hörte sie Stanislav brüllen.
„Er ist doch bei euch, oder?", fragte James. Rosie schüttelte den Kopf. Erneut schien alles über sie einzustürzen. Dann weitere Schreie.
„Es ist zwecklos", schrie jemand.
„Zwecklos! Neiiin! Nicht! Hilfe!"

„NEIIIIN!" Rosie, schweißnass, schrie im Traum, der leider eine schreckliche Erinnerung war. Wie sehr sie auch versuchte die Bilder zu vergessen, in ihren Träumen kehrten sie stets zurück.
„Rosie, Rosie, wach auf! Es ist alles gut." Jacob saß hellwach neben ihr.
„Was? Wie? Wo?", stammelte Rosie, ehe sie begriff, dass sie in Sicherheit war. Sie atmete langsam ein und aus.
„Albtraum", murmelte sie.
„Schon klar", antwortete Jacob. Ihr Freund war seit dem Vorfall nicht ein einziges Mal von ihrer Seite gewichen. Zum Glück hatten sich seine Verletzungen als harmlos herausgestellt. Sie hatten ein eigenes Zimmer im Grimmauldplatz Nr. 12 erhalten, eines der wenigen unversehrten magischen Gebäude der Stadt. Rosies Zuhause, der Fuchsbau, war ebenfalls eingestürzt. Glücklicherweise befand sich zu dieser Zeit niemand im Haus. Molly und Arthur, Hermine und Ron sowie Rosie und Hugo waren daher bei den Potters untergekommen. Viele Zaubererfamilien waren so in unversehrte Häuser zusammengerückt. Alle suchten sie verzweifelt nach dem Grund der Zerstörung - ohne fündig zu werden.
„Hast du noch gar nicht geschlafen?", fragte Rosie ihren Freund.
„Scorpius und Albus sind gerade erst aus der Tür. Es war ein langer Tag."
Nach dem Tod von Scorpius' Eltern war auch dieser in den Grimmauldplatz gezogen. Er teilte sich ein Zimmer mit Albus und James. Lily und Hugo schliefen im dritten Kinderzimmer. Eigentlich hätten die beiden Mädchen zusammenziehen sollen, aber nach allem was passiert war, gab es schließlich auch bei dieser Lösung keine Einwände.
„Glaubst du, dass alles wieder gut wird?", fragte Rosie Jacob nicht zum ersten Mal.
„Ich bin davon überzeugt", antwortete Jacob und das bestimmt nicht zum letzten Mal.
„Sicher?"
Jacob nickte. Immerhin waren seine Mutter und seine drei Schwestern wohl auf. Sie hatten telefoniert und Jacob empfand es am besten ihnen so wenig wie möglich zu erzählen. Doch was wussten sie auch schon großartig? Im Grunde nichts - und vielleicht doch bereits alles. Albus hatte Teddy sofort erzählt, was sie unlängst herausgefunden hatten. Vier Steine, die Jacob, Scorpius, Stanislav und Zoe einst ihr Eigen nennen durften, sollen der Inhalt der Büchse der Pandora gewesen sein. Eine Büchse deren Öffnen vor langer langer Zeit die Magie in die Welt brachte. Nun besaß Vemtrix Lestrange, eine schreckliche Hexe, diese Steine. Dass ausgerechnet jetzt niemand mehr zaubern konnte, dass sämtliche Magie verschwunden war, konnte doch kein Zufall sein. Teddy zufolge tat der Zaubereiminister die Geschichte jedoch mit einer Handbewegung ab. Sie klang, und das musste Rosie zugeben, auch wirklich etwas seltsam, doch Professor McGonagall, die die Geschichte hätte bestätigen können, war spurlos verschwunden. Sie war eine von vielen vermissten Personen und man vermutete sie irgendwo unter den Trümmern von Hogwarts. Genauso wie Bathsheda Babbling, eine weitere Lehrerin, und neun Schüler. Jemanden noch lebend zu finden, war mehr als unwahrscheinlich. Rosie zuckte zusammen, denn unter den vermissten war auch ihre Freundin Zoe Jackson.

Vermisst

Veröffentlicht am 27.01.2010 10:48:24 GMT+01:00
S.W. meint:
Suuuuuper spannend!

ICH WILL MEHR!!!!! =)
Span uns nicht so auf die Folter... *gggg*
Will auch mal langsam wissen, was Scorp nu hat...

LG

Veröffentlicht am 27.01.2010 11:01:01 GMT+01:00
Arwen meint:
Hallo PM83, muss sagen, wieder ganz toll und spannend geschrieben, mach weiter so und bitte, bitte, spann uns nicht so auf die Folter!!!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2010 20:26:08 GMT+01:00
PM83 meint:
Vermisst

„Ich wusste, dass du lebst, ich habe nie daran gezweifelt."
Scorpius erkannte die Stimme sofort. Albus! Er öffnete seinen Mund - und schloss ihn wieder. Nun war es soweit, nun hatte er schon Halluzinationen.
(Peter M., Harry Potter 10)

„Fjodor, nicht!", rief Stanislav. Er konnte seinen kleinen Bruder nicht zwei Sekunden allein lassen ohne dass er nicht irgendwo versuchte hinaufzuklettern. Der Zweijährige hatte gerade ein Bücherregal erklommen und kam wackelig auf diesem zu stehen.
„Bis du wieder runterfällst", tadelte Stanislav den Kleinen. Er hob ihn vorsichtig zurück auf den Boden. Da sich sein Vater und Verca bei der Vermisstensuche beteiligten war die Kindererziehung vorrübergehend an ihm hängen geblieben. Anfangs hatte er noch selbst mitgeholfen, bis ihn die schrecklichen Bilder der Toten nicht mehr losließen und er in jedem von ihnen Zoe sah.
Stanislav hatte Tage damit verbracht, in den Trümmern von Hogwarts nach seiner Freundin zu suchen - ohne Erfolg. Selbst wenn man sie jetzt noch finden würde, dann bestimmt nicht mehr lebend. Er spielte nervös mit den Fingern und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen.
„Haben!", stammelte Fjodor. Er hatte eines von Stanislavs Schulbücher erwischt und biss in dessen Umschlag.
„Nein, das gehört mir", erwiderte Stanislav. Sanft nahm er es ihm aus der Hand.
„Ähhh, neiiin", flennte Fjodor.
Lehrbuch der Zaubersprüche 4 von Miranda Habicht, stand auf dem Einband. Stanislav zitterte. Die Zauber in diesem Buch waren wertlos. Nicht ein einziger wollte ihm davon gelingen.
„Hier hast du", konstatierte Stanislav und gab seinem Bruder das Buch zurück, „ich kann doch nichts mehr damit anfangen."
Im selben Moment öffnete sich die Eingangstüre und Stanislavs Eltern kehrten zurück.
Stanislav sah sie wenig erwartungsvoll an. Er hatte aufgehört sich ständig Hoffnungen zu machen.
„In den Trümmern von Hogwarts haben wir heute eines der vermissten Mädchen gefunden. Tod", berichtete Viktor.
Stanislavs Herz rutschte ihm in die Hose. Er schluckte.
„Wen?", fragte er zitternd.
„Fanny Olsen", sagte sein Vater mitgenommen.
Stanislav kannte das Mädchen aus der zweiten Klasse nur flüchtig und obwohl ihr Tod tragisch war verspürte er doch eine gewisse Erleichterung. Gleichzeitig fühlte er sich deswegen ziemlich schlecht. Er glaubte sich jeden Moment übergeben zu müssen.
„Ihr entschuldigt mich", sagte er schnell und lief an seinem Bruder vorbei nach oben.
Wenig später kehrte er angeschlagen zurück. Er hörte seinen Vater mit Verca leise flüstern.
„Hältst du das wirklich für eine gute Idee?", fragte Verca ihren Mann. Viktor nickte.
„Ich möchte doch nur meinem Sohn helfen. Ein Gespräch mit ihr könnte uns helfen Zoe zu finden - zumindest könnten wir erfahren, wo sie gerade war, als sich die Katastrophe ereignete."
„Von was sprecht ihr?", fragte Stanislav unverwandt. Viktor erschrak.
„Du bist wieder hier? Wie geht's dir?"
„Danke. Worüber habt ihr gesprochen?"
„Nicht der Rede Wert", antwortete Viktor. Stanislav verschränkte die Arme vor seiner Brust.
„Ihr wolltet mich nicht anlügen; auch wenn es hart ist, ihr habt gesagt, dass ihr mich nicht anlügen werdet."
„So ist es auch. Sobald wir Zoe..."
„Was hast du vor?", unterbrach Stanislav seinen Vater.
„Eine ihrer Zimmerkolleginnen ist endlich aufgewacht", berichtete Viktor schließlich. Stanislav klappte den Mund auf.
„Eine von den McCane-Zwillingen", fuhr sein Vater fort. „Ich wollte nur mit ihr sprechen."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2010 20:29:20 GMT+01:00
PM83 meint:
Leere

Er lag mit dem Gesicht nach unten da und lauschte in die Stille. Er war vollkommen allein. Niemand beobachtete ihn. Niemand sonst war da. Er war nicht einmal ganz sicher, dass er selbst da war.
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 7)

Zoe lag reglos und bewegungsunfähig auf dem Boden. Die Erde, auf der sie lag, fühlte sich weder kalt noch warm an, fühlte sich leer an. Sie spürte nichts. Sie sah nichts. Ihr Körper, die Arme und Beine von sich gestreckt, war unversehrt; dennoch wirkte sie wie tot.
Doch Zoe war am leben. Sie hatte etwas weitaus schlimmeres durchgemacht als zu sterben. Etwas wofür es keine Worte gibt. Ihre Augen flimmerten hinter geschlossenen Lidern. Sie atmete flach. Über ihr lag ein dichter Nebel. Wie der Tod selbst, sank dieser langsam auf sie herab.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2010 20:31:51 GMT+01:00
PM83 meint:
Schöne Erinnerungen

„Ginny, hör zu ...", sagte er ganz leise, während das Stimmengewirr um sie herum lauter wurde und die Leute sich allmählich erhoben. „Ich darf nichts mehr mit dir zu tun haben. Wir müssen aufhören, uns zu treffen. Wir können nicht zusammen sein."
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 6)

Ginny streichelte sanft mit ihren Fingern über den Handrücken von Harry. Er lag im städtischen Krankenhaus auf der Intensivstation und war an sämtliche Schläuche und Geräte angehängt, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Über ihm piepste ständig ein Monitor und diese merkwürdigen Linien, hieß es, bedeuteten, dass er noch am leben war. Noch.
Ginny war, nachdem man Harry eingeliefert hatte, noch keine Minute von seiner Seite gewichen. Sie starrte auf ein Bild von sich und Harry, das auf einem kleinen Tisch neben dem Bett stand. Es war vor vielen Jahren aufgenommen worden und zeigte sie beide, eng umschlungen vor dem Notre Dame in Paris. Harry sah unglaublich gut darauf aus. Ginny sank in Gedanken.
Sie drückte sich fest an Harry. Er verstummte als sie ihn zärtlich küsste. Sanft strich sie ihm durchs Haar „Ich wollte dir etwas ganz besonderes schenken, etwas, das du nie vergisst..."
„Ähm ja?"
„Ich wollte etwas... na ja... romantisches und... aber auch zugleich außergewöhnliches... da bin ich auf ein Muggelangebot gestoßen... ein Wochenende in Paris..." Harry hob die Brauen.
„Du schenkst mir ein Wochenende in Paris mit dir?" Sie errötete. „Ich weiß wir könnten hin apparieren, in einem magischen Hotel wohnen, doch ich dachte es wäre mal lustig... naja... wenn du es nicht magst dann..."
Lachend hob er sie hoch. „Spinnst du? Das ist eine tolle Idee, ich hab nichts gegen Muggelart zu reisen und zu wohnen... du weißt das apparieren nicht zu meinen liebsten Reisemitteln gehört... also wann?"
„In einer Woche", meine Ginny und küsste Harry auf den Mund, „Percy hat mir geholfen, er war total begeistert von der Idee."
„Kann ich mir vorstellen." Liebevoll strich er ihr durch das Haar.
„Du bist wundervoll Ginny...", wisperte er ganz leise und küsste sie erneut.
Ginny, zurück in der Realität, strich mit dem Finger über das Foto.
„Oh, Harry"
„Boarding please!", hörte sie in ihren Erinnerungen eine Stimme durch den Lautsprecher sagen.
„Und diese Dinger sind auch wirklich sicher?" Zweifelnd sah Ginny einem Flugzeug bei der Landung zu und Harry grinste „Na klar. Muggel sind auch keine Idioten, Ginny. Außerdem hast du doch dieses Wochenende gebucht." Immer noch ein wenig misstrauisch wandte Ginny ihr Gesicht weg von der Start- und Landebahn des Londoner Flughafens, die von dem Fenster in der Abflughalle zu sehen war und zuckte die Schultern. „Na wenn was passiert, können wir immer noch disapparieren." Sie hatten schon eingecheckt und warteten nur noch auf den Aufruf das Flugzeug nach Paris zu besteigen.
„Harry?"
„Hmmm?"
„Ich möchte... na ja... alles wie Muggel machen... einmal so ganz ohne Magie... ich weiß in Paris gibt es viele berühmte Zauberer... wir können auch gerne in die Allee de Illusion gehen... um mal zu sehen wie die Franzosen so einkaufen... aber... ich würde lieber... mal ganz mit dir in die Muggelwelt eintauchen, wo dich keiner kennt und ich dich nicht mit tausend Fans teilen muss..." Harry lächelte sie an und schloss die Arme fest um sie „Kein Problem. Ich will auch die Tage mit dir genießen, egal in welcher Welt." Sie küssten sich, als plötzlich Flug Nummer 777 London nach Paris... Boarding please..." zu hören war. Eilig nahm Harry Ginnys Hand und zog sie mit sich Richtung Boarding Station.
„Wow... so hoch fliegt kein Besen!" sagte Ginny wenig später, nachdenklich, die Nase an das Fenster der Flugzeugseite gepresst. Harry sah sich hektisch um „Ginny, sag so was nicht so laut!"
„Wieso?" Sie errötete ob seines vorwurfsvollen Blickes „Ach so... ja... Muggel...", nuschelte sie und drückte die Nase zurück an das Fenster. Harry schmunzelte und rückte dicht an sie heran, sanft küsste er ihren Nacken „Nicht, dass ich dich die ganze Zeit verstecken muss, weil du dich nicht wie ein Muggel benehmen kannst." Grinsend wand sie ihm ihr Gesicht zu.
„Du musst einfach nur verhindern, dass ich rede..." Grinsend fragte er zurück: „Und wie soll ich das am besten tun?"
„Hmmm...", schmunzelnd ergriff sie seinen Hals und zog ihn nah an sich, „...am besten vielleicht so...", raunte sie bevor sie ihn zärtlich küsste. Genüsslich küsste er sie zurück, es war Ewigkeiten her, dass sie Zeit für zärtliche Küsse gehabt hatten. Liebevoll umstrichen ihre Nasen einander als sie sich lösten und dann kuschelte sie sich so dicht wie irgend möglich an ihn und schloss glücklich die Augen. Harry schloss die Arme dicht um sie und vergrub das Gesicht in ihrem dichten, duftenden Haar.
Ginny erwachte aus ihrem Tagtraum, da ihr das Bild aus der Hand rutschte und geräuschvoll auf den Boden fiel. Vorsichtig hob sie es auf und stellte es zurück auf seinen Platz.
„Oh Harry!"
Hand in Hand schlenderten Ginny und Harry in der warmen Frühjahrssonne durch das lebhafte Paris. Überall sah man Verliebte.
„Hmmm, für Muggel ist es wohl normal das sich Paare in aller Öffentlichkeit küssen", murmelte Ginny und sah interessiert zu wie sich ein jüngeres Muggelpaar küsste. Harry grinste „Man könnte sagen in der Muggelwelt wird nicht so viel Aufhebens gemacht auch wenn die Küssenden erst Vierzehn oder so sind."
Ginny rollte die Augen
„Oh Harry, das wird in unserer Welt auch nicht gemacht, doch du kennst nur Mom und Dad... und die sind so altmodisch! Weißt du noch wie sie drauf bestanden haben das Bill und Fleur getrennt schlafen? Bis zur Hochzeit?" Sie schnaubte. „Ich fresse meinen Feuerblitz, wenn die zwei bis dahin nur geknutscht haben." Harry sah sie nachdenklich von der Seite an. Ginny zog ihn zu sich heran und küsste ihn liebevoll.
Ich finde es doof, wenn du andern beim küssen zuschaust", wisperte sie. „Selber küssen macht doch viel mehr Spaß." Wieder küssten sie sich und lächelten sich dann an.
„Also... wohin?", fragte er und Ginny überlegte kurz. „Oh ja ich weiß... Notre Dame! Hermine hat gemeint da wäre es so toll."
„Also gut... los geht's!" Sie stiegen in ein Taxi und ein wenig später standen sie vor dem eindrucksvollen Tor der Pariser Kathedrale. Ehrfürchtig traten sie ein und Ginny gingen die Augen über
„Ein Wahnsinn... oh Harry und so etwas erschaffen Muggel ohne Magie... es ist... bewundernswert!" Sie hatte mehr von ihrem Vater als sie gedacht hatte, fand sie heraus während sie begeistert durch die Kirche streifte. Harry begeisterte sich eher für die Fenster, sie waren wunderbar bunt und durch die Rosetten tanzte das Sonnenlicht und so setzte er sich auf eine der hölzernen Bänke und sah sich einfach um. Es war kühl in der Kirche, aber die Kühle war angenehm und beruhigend.
Sie blieben eine ganze Weile, ehe sie die Kirche wieder verließen.
„Ich würde euch gerne fotografieren", meinte plötzlich jemand vor ihnen. Ginny zuckte zusammen.
„Ähm, ja... warum nicht?", meinte Harry zu dem freundlichen alten Herren in zerlumpten Kleidern. Erst später, als sie das Bild einrahmen ließen, stellte sich heraus, dass der Mann ein Zauberer gewesen sein musste, denn das Bild auf dem Foto bewegte sich.
Und nun, wo es keine Magie mehr auf der Welt gab, war es doch wieder nur ein Foto.
Der Monitor über Harrys Kopf begann zu piepsen. Lauter. Ginny erschrak. Im selben Moment eilte eine Krankenschwester ins Zimmer.
„Was ist?", fragte Ginny zitternd. Die Krakenschwester nahm keine Notiz von ihr. Sie drückte auf einige Knöpfe und injizierte flink etwas in eine der Infusionen.
„Alles in Ordnung", sagte sie und war schon wieder aus der Tür. Dabei stieß sie beinahe mit James, Albus und Lily zusammen.
„Wie geht es ihm?", fragte Lily sofort. Ginny zuckte mit den Schultern.
„Unverändert. Aber er ist wieder stabil. Wo kommt ihr her?"
„Arthur hat uns hergefahren", antwortete Albus. Das Problem ohne magische Hilfsmittel zu verreisen bestand darin, dass kaum einer der Zauberer mit Muggeldingen vertraut war. Arthur hatte vor einiger Zeit glücklicherweise Autofahren gelernt.
„Diese Warterei macht mich wahnsinnig", seufzte James, „man muss ihn doch irgendwie aufwecken können."
Ginny schüttelte bekümmert den Kopf. Eine zeitlang standen Ginny und Harrys Kinder stumm neben seinem Bett bis Ginny meinte: „Was gibt es sonst neues?"
„Jeden Tag mehr Verletzte, mehr Kranke, mehr Tote", berichtete James. Albus boxte seinem Bruder in die Rippen.
„Auuu! Ist doch so."
„Die Beerdigung war schrecklich", konstatierte Albus nun. Ginny schluckte.
„Wie geht es Scorpius?"
„Er passt gerade auf die Zwillinge auf - ist froh etwas tun zu können."
Ginny nickte stumm.
„Ich muss mir kurz die Füße vertreten", platze Albus plötzlich heraus, „bis gleich."
Ginny wollte noch etwas sagen, da war er schon aus der Tür. Der Monitor begann erneut zu piepsen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2010 20:38:37 GMT+01:00
PM83 meint:
Drei Worte

Wer bist du, und was hast du mit Hermine gemacht?
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 5)

Albus, mit Tränen in den Augen, lief den Flur des Krankenhauses auf und ab. Seinen Vater so zu sehen, hatte ihn erneut sehr mitgenommen.
Warum?, dachte er. Warum passierte das alles? Er konnte einfach keine sinnvolle Erklärung finden. Und dabei war das vielleicht die einzige Möglichkeit seinen Vater zu retten. Er musste herausfinden, warum die Magie verschwunden war und wie man sie zurückbringen konnte. Dann, und nur dann, wäre es ein leichtes seinen Vater zu heilen.
„Albus?", fragte zögernd jemand hinter ihm. Albus fuhr herum. Neben ihm stand Claude Sharidon.
"Hallo", stammelte Albus zu dem Hogwartsschüler, der ein Jahr älter war und den Albus kaum kannte.
„Auch jemanden besuchen?", fragte Claude Albus ungeniert. Albus nickte.
„Und du? Wie geht's dir?"
„Danke, ich war gerade bei meinem Bruder und bin so froh, dass es ihm besser geht."
Albus hatte nicht gewusst, dass Claude einen Bruder hat.
„Das freut mich für dich. Wer ist dein Bruder?" Claude wirkte erstaunt.
„Dann hat Zoe wirklich den Mund gehalten", murmelte er, „hätte ich ihr gar nicht zugetraut." Zoe? Albus verstand nur Bahnhof.
„Brandon Dursley - aber das ist eine längere Geschichte." Albus starrte ihn perplex an. Trotzdem fragte er nicht weiter nach und erkundigte sich stattdessen wie er auf Zoe kam.
„Das ist auch eine längere Geschichte", meinte Claude. „Wie geht es ihr eigentlich?" Albus schluckte.
„Das weißt du nicht? Man hat sie noch nicht gefunden."
„Was?", stakste Claude. "Das ist ja schrecklich."
„Sie zählt zu den vermissten in Hogwarts", erklärte Albus. Claude schüttelte nachdenklich den Kopf.
„Wenn ich daran denke, wie verzweifelt sie an dem Abend davor war."
„Ja", murmelte Albus. „Stanislav und Zoe hatten einen heftigen Streit."
„Wirklich? Nun ja, jedenfalls wollte sie unbedingt mit Professor McGonagall sprechen." Albus wurde hellhörig.
„Am Abend vor der Katastrophe?" Claude nickte. Er erzählte Albus von der merkwürdigen Begegnung mit Zoe, und dass sie dann McGonagall hinterhergelaufen war.
„Oh, ich muss dann wieder, mein Dad wartet." Claude zeigte auf einen Mann vor ihnen.
„Also dann, ciao!"
„Ja, ciao", stammelte Albus. Er versuchte einen klaren Kopf zu bekommen. Zu diesem Zweck atmete er einige Male tief ein und aus. Das Krankenhaus - oder zumindest der Flur, wirkte plötzlich ziemlich verlassen. Albus sah sich ein wenig um. Es war um so viel anders hier, als im St. Mungo, doch was genau es wahr, das ihn plötzlich frösteln ließ, konnte er nicht sagen. Wahrscheinlich das Sterile, der Geruch dieses intensiven Desinfektionsmittels.
Albus stolperte gedankenversunken den Gang entlang und stieß dabei unerwartet mit Stanislav zusammen.
„Al?", meinte Stanislav überrascht.
„Stanislav!", erwiderte Albus glücklich. Die beiden Burschen umarmten sich.
„Was machst du hier?", fragte Albus seinen Freund sofort wieder ernst. Stanislav seufzte.
„Fam McCane ist aufgewacht."
„Tatsächlich? Warst du schon bei ihr?" Albus sah Stanislav neugierig an. Stanislav schüttelte den Kopf.
„Sie lassen mich nicht zu ihr - niemanden."
„Geht es ihr noch so schlecht?"
„Ich weiß es nicht."
Albus verstand Stanislavs Kummer sofort. Die McCane-Zwillinge waren vielleicht die einzigen, die sagen konnten ob Zoe bei ihnen im Zimmer war, als das Beben begann, oder ob sie vielleicht wo anders war - und wenn, wo? Zoe Jackson lebend zu finden war bereits so gut wie ausgeschlossen, doch genauso wie Stanislav wollte auch Albus Gewissheit.
„Ich habe meinen Tarnumhang bei mir", sagte er. Stanislav sah ihn verdutzt an.
„Der wäre uns früher bestimmt von Nutzen gewesen."
„Er funktioniert", antwortete Albus.
„Wie?"
„Der Umhang kann einen immer noch unsichtbar machen", sagte Albus.
„Das glaub ich jetzt nicht", erwiderte Stanislav.
„Ich weiß es ja auch nicht, aber es ist bislang das einzige magische Objekt, das noch funktioniert."
„Wissen deine Eltern bescheid - ich meine weiß Ginny davon", stammelte Stanislav, der nach dem Wort Eltern rotangelaufen war.
„Ich habe es Teddy erzählt. Er versucht etwas darüber herauszufinden und wird mit dem Zaubereiminister sprechen, er ist aber auch der Meinung, dass ich es nicht an die große Glocke hängen soll - außerdem wäre ich ihn dann bestimmt los."
Stanislav nickte betreten.
„Also wollen wir?", fragte Albus, froh etwas tun zu können.
„Natürlich", antwortete Stanislav, „die Krankenstation ist gleich da vorne.
Wenig später öffneten sie, unsichtbar durch den Tarnumhang, die Tür. Niemand schien das Eintreten der beiden zu bemerken.
„Wohin jetzt?", fragte Albus flüsternd. Vor ihnen erstreckte sich ein Raum mit bestimmt zwanzig Betten. Teilweise waren sie durch Vorhänge oder Paravents voneinander getrennt. Langsam schlichen sie sich von einem Bett zum nächsten und blickten unscheinbar auf die Namensschilder am vorderen Bettgestänge.
„Hier!", meinte Stanislav plötzlich. „Fee McCane." Und gleich ein Bett weiter lag Fam McCane. Sie war wach, doch ihr Blick schien ins Leere zu gehen. Albus zog vorsichtig an dem Vorhang vor ihrem Bett, doch selbst zugezogen, verdeckte er nur einen kleinen Teil von dem Mädchen. Die Jungs drängten sich dicht heran und sprachen Fam an, ohne den Tarnumhang abzulegen.
„Psst! Kannst du uns hören?"
Fam blinzelte.
„Wir sind gleich neben dir", meinte Albus.
„Ganz ruhig bleiben", erwiderte Stanislav. Das Mädchen begann schneller zu atmen.
„Kannst du sprechen?", fragte Albus nun.
Fam hustete. Unverständliche Laute drangen aus ihrem Mund.
„Nicht aufregen", meinte Albus weiter. „Wir sinds nur, Albus und Stanislav."
Gurgelnd versuchte Fam zu sprechen.
„Zssso", hörte Albus sie sagen.
„Was?", fragte Stanislav. Die Jungs traten noch näher an das Mädchen heran.
„Tzooee", flüsterte Fam leise.
„Zoe?", fragte Stanislav sofort. Fam nickte.
„Was willst du sagen? War sie bei euch? Hat sie...", seine Stimme überschlug sich beinahe.
„Büchsch..."
„Hm?" Albus hörte angestrengt hin, doch Stanislav keuchte fiel zu aufgeregt um etwas verstehen zu können.
„Ganz langsam", riet er dem Mädchen.
„Büch... sche, ...Büchse... Pand... Pandora..." Fam schloss müde die Augen. Albus schluckte. Er sah Stanislav eindringlich an.
„Nicht einschlafen", forderte dieser Fam auf. „Hey!"
„Sie braucht Ruhe", erwiderte Albus.
„Was? Nein!"
„Hast du nicht gehört, was sie gesagt hat?"
„Was meinst du?"
„Drei Worte - nicht viel, ich weiß, aber sehr interessant."
Stanislav sah ihn verständnislos an.
„Zoe, Büchse und Pandora", sagte Albus. Das hat sie gesagt." Stanislav riss die Augen auf.
„Unmöglich!"

Warten

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2010 20:56:06 GMT+01:00
Tiger meint:
gott sei dank, harry lebt, überlegs dir bloß nicht anders, wieder ein super anfang und hoffentl. gehts bald weiter

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2010 09:22:05 GMT+01:00
PM83 meint:
Warten

„Das dachten wir uns schon", erwiderte Jacob. „Jeden Tag ist irgendetwas passiert - nichts tragisches zum Glück - aber ich hab so viele blaue Flecken, dass es für ein Leben reicht."
(Peter M., Harry Potter 9)

Teddy wartete ungeduldig vor dem großen Bürogebäude auf den Zaubereiminister. Außer ihm, Jude und Kijani warteten bestimmt noch zwanzig weitere Personen auf ihn.
Teddy starrte auf seinen verletzen und zubandagierten Arm. Ein Andenken an die schrecklichste Zeit in seinem Leben. Er erinnerte sich ungern an die Stunden, begraben unter dem Ministerium.

„Wir kommen hier nie wieder lebend heraus", sagte Jude. Kijani, Asthmatiker, hustete unentwegt. Der Raum in dem sie sich befanden war luftleer und maß vielleicht zwei mal zwei Meter. Es war ihnen kaum möglich aufrecht zu stehen. Steine und Schutt umgaben sie von allen Seiten. Es war stockfinster in ihrem engen Gefängnis. Trotzdem dachte Teddy nicht an sich. Er hatte mit ansehen müssen, wie sein Patenonkel unter einer Lawine von herabstürzendem Mauerwerk begraben wurde. Harry hatte ihm und seinen Freunden das Leben gerettet - aber zu welchem Preis? Teddy war sich sicher sein Patenonkel tot war.
Nie mehr würde er Ginny in die Augen sehen können. Nie mehr würde er sich selbst in die Augen sehen können. Wenn er jetzt ebenfalls sterben würde, wäre es vermutlich das Beste für alle. Doch da waren auch noch Jude und Kijani. Da waren auch noch Victoire und..., und sie war vielleicht schwanger.
„Er bekommt keine Luft mehr", japste Jude plötzlich. Kijanis Einatemgeräusche klangen schrecklich. Pfeifend, röchelnd, stertorös.
„Er hyperventiliert", schlussfolgerte Teddy sofort. Panisch wühlte er in seinen Taschen und fand eine Packung Taschentücher. Schnell entfernte er den Inhalt und hielt Kijani das Plastik vor den Mund.
„Ruhig hineinatmen!", sagte er zu ihm. Kijani versuchte ihm die Tüte aus der Hand zu schlagen, gab dann aber auf. Wenig später hatte sich seine Atmung normalisiert.
„Und jetzt?", fragte Jude.
„Am besten wir bewegen uns so wenig wie möglich und..., und warten", meinte Teddy. „Das ist das einzige, was wir tun können."
Als sie nach Stunden aus ihrem engen Verließ befreit wurden, hatten sie keine Ahnung, dass ihnen wenige Minuten später die Luft ausgegangen wäre.
„Es war Ron, der sie befreite. Überglücklich umarmte er Teddy, doch die nächste Frage riss Teddy den Boden unter den Füßen weg.
„Habt ihr eine Ahnung wo Harry sein könnte?" Teddy schluckte. Er zeigt stumm auf das Mauerwerk vor sich.

Die Bürotüre öffnete sich und Teddy fuhr ob seines Tagtraumes zusammen.
„Mr. Shacklebolt, auf ein Wort", rief ihm eine kleine Frau aufgebracht zu.
„Nein, ich war zuerst da!", erwiderte ein junger Mann mit Oberlippenbart. Teddy drängte sich mit Jude und Kijani nach vorne. Sie winkten dem Zaubereiminister zu, doch der schloss bereits wieder die Tür. Es waren lediglich einige Muggelminister herausgetreten, für die sich niemand zu interessieren schien. Shacklebolt hatte alle Hände voll zu tun. Natürlich musste er mit den Muggeln zusammenarbeiten und wenn Teddy richtig gezählt hatte, befand sich der Verteidigungsminister der Muggel immer noch im Büro. Einer behelfsmäßigen Bleibe und Anlaufstelle sämtlicher Staatsoberhäupter Minister und Politiker.
„Ich geh jetzt einfach da rein", meinte Teddy plötzlich.
„Um was zu tun?", erwiderte Jude.
„Glaubst du denn dein - unser Anliegen ist wichtiger, als das der anderen Leute hier?"
„Ganz bestimmt sogar", entgegnete Teddy.
„Glaubst du der Zaubereiminister sieht das genauso?"
Teddy schluckte. Alles was er hatte, waren Vermutungen, Spekulationen, noch nicht mal echte Neuigkeiten.
„So kommen wir nicht weiter und handeln uns zudem bestimmt keine Pluspunkte ein", sagte Jude. Teddy musste seinem Freund recht geben.
„Dann eben warten", murrte er.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2010 09:23:00 GMT+01:00
PM83 meint:
Fluchgeschädigt

„Ähm - wie geht es Ihnen, Professor?", sagte Ron mit einem Anklang von schlechtem Gewissen. Es war in erster Linie Rons defekter Zauberstab gewesen, der Professor Lockharts Gedächtnis so schwer beschädigt hatte, dass man ihn ins St. Mungo hatte einliefern müssen.
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 5)

Irgendetwas hatte sich verändert. Irgendetwas war anders. Zoe spürte es. Zum ersten Mal spürte sie wieder etwas. Sie lag nicht mehr auf dem Boden, nicht mehr einfach nur da. Sie schwebte, wurde angehoben.
Aber wie konnte das sein? Dann hörte sie die Stimmen. Weit entfernte Stimmen. Sie wurden lauter.
„Hallo?"
„Können Sie uns hören?", fragte jemand. Es waren Männer.
„...uns höööören", hallte es in ihrem Kopf wider.
„Fräulein?", fragte eine tiefe Stimme erneut.
Mach das sie aufhören! Die Stimmen waren wie Donner in ihren Ohren.
„Sie lebt - aber sie scheint in irgendeinem Trance zu sein."
„Pack mal mit an!"
Sonne, Mond und Sterne, leuchten in der Ferne, dachte Zoe. Käfer! Kann mir mal jemand diese Käfer hier wegtun!
„Endlich. Seht ihr Götter es ist soweit, die Zeit ist gekommen, die Zeit ist reif."
Die Stimme die Zoe nun hörte war anders als die von vorhin. Sie war weiblich. Sie war schrill.
„Die Magie die einst kam auf diese Welt..., ...soll kommen hernieder, kommen hervor, ...gebe sie frei, führ sie zurück..., kein Fünkchen Magie, so erhört diese Zeilen, sollen fortan auf Erden mehr weilen, außer in mir, in mir ganz allein, soll sie sich versammeln, so soll es sein."
Die Worte stammten aus einer anderen Zeit, stammten von..., von Vemtrix Lestrange.
„Cruuuucio!"
Zoe gab einen spitzen Schrei von sich.
„Weg, weg, weg, Käfer, Schlangen, Spinnen..., ihr Kinderlein kommet..."
„Sie phantasiert", meldete sich einer der Männer wieder zu Wort.
„Psss!", machte Zoe. „Weckt sie nicht auf!"
Plötzlich spürte Zoe ein dumpfes Pochen in ihren Adern - und dann nichts mehr.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2010 09:23:56 GMT+01:00
PM83 meint:
Eulenpost

„Hol die Post, Dudley", sagte Onkel Vernon hinter seiner Zeitung hervor.
„Soll doch Harry sie holen."
„Hol die Post, Harry."
„Soll doch Dudley sie holen."
„Knuff ihn mal mit deinem Smelting-Stock, Dudley."
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 1)

Die weiße Schneeeule kreiste einige Male über dem Grimmauldplatz Nr. 12 ehe sie zur Landung ansetzte. Sie flog geradewegs durch das offene Fenster ins Zimmer, wo Jacob eben noch damit beschäftigt war sich einige Notizen zu machen. Die Eule landete ungebremst vor seinen Füßen. Jacob erkannte sie als eine der Schuleulen wieder. An ihrem Bein gebunden - ein Brief aus Hogwarts.
Überrascht nahm er den Brief entgegen und gab der Eule dafür einen Keks. Er war von Hagrid aber an niemanden persönlich adressiert. Also ging Jacob damit die Treppen hinunter in die Küche, wo Scorpius und Rosie mit Harry jr. und Alex gerade Hexe ärgere dich nicht spielten.
„Wir haben Post bekommen", sagte er sofort.
„Was? Wer?", fragte Rosie.
„Also..., ähm, ich glaube wir alle, die hier wohnen, Hagrid hat ihn an niemand persönlich gerichtet."
„Der Brief ist von Hagrid?", fragte Scorpius interessiert.
Jacob nickte.
„Dann mach mal auf!", forderte Rosie ihren Freund auf.
„Wollen wir nicht auf Albus und den anderen Potters warten, sie müssten vom Krankenhaus doch schon bald wieder zurück sein", meinte Scorpius.
„Albus hat bestimmt nichts dagegen wenn wir ihn schon mal öffnen", erwiderte Rosie. Sie nahm Jacob den Brief ab und riss ihn hastig auf.
„Na das hast du ja ganz schön gemacht", spaßte Jacob und zeigte auf den zerfranzten Umschlag. Rosie hob entschuldigend die Arme.
„Na dann ließ endlich vor!", drängte Scorpius nun. Die Zwillinge sahen ebenfalls gespannt über dem Spielbrett hinweg zu Rosie.
„Hähäm", räusperte sich das Mädchen und begann zu lesen.

Liebe Freunde,
schnell schreibe ich euch diese Zeilen und lasse euch wissen, dass es mir gut geht. Seid froh, dass ihr nicht hier seid, denn nach wie vor ist der Anblick Hogwarts' schrecklich. Wie ihr wisst habe ich anfangs mitgeholfen unter den Trümmern nach Überlebenden zu suchen - mittlerweile wird das wohl nicht mehr der Fall sein. Aus diesem Grund kümmre ich mich nun wieder um die Tiere, vor allem um die, die durch die jüngsten Vorkommnisse Schaden genommen haben. Nach nem Gespräch mit Firenze habe ich herausgefunden, dass die magischen Tiere im Wald bisher nichts von ihrem Zauber eingebüßt haben. Auf die Frage von Teddy kann ich euch berichten, dass die Hausgeister sowie Professor Binns und Professor Slughorn wieder aufgetaucht sind. Den Geistern geht es den Umständen entsprechend gut. Es scheint also so, dass nur wir Hexen und Zauberern der Magie beraubt wurden. Ich hoffe, dass wir die Urasche allen Übels schnell herausfinden und bin mit jedem Tag bei euch und Harry, in Liebe Hagrid.

Rosie blinzelte sich unbemerkt eine Träne weg.
„Dann liegen wir vielleicht doch falsch", konstatierte Scorpius, „also mit der Annahme Lestrange und unsere Steine könnten was mit der Sache zu tun haben."
„Also ich weiß nicht", entgegnete Jacob, „gefährliche Tiere, Geister, Fabelwesen werden wahrscheinlich immer unabhängig unserer Magie existieren."
Rosie starrte Jacob bedächtig an.
„Wenn wir nur mehr über die Büchse der Pandora wüssten, wenn wir nur irgendwelche Beweise hätten, wenn..., ...wenn Professor McGonagall doch nur nicht..." Sie ließ den Satz in der Luft hängen.
„Im Moment müssen wir einfach darauf hoffen, dass Ron und Hermine zu Mr. Morphy vorgelassen werden. Er und die Bruderschaft der Customagus sind vielleicht doch nicht so verrückt, wie wir dachten", meinte Scorpius.
Professor Morphy hatte sie im letzten Jahr unterrichtet, nicht ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren irgendwo in Hogwarts die Büchse der Pandora zu finden. McGonagall, als sie die wahren Absichten des Professors durchschaute, ließ ihn nach Askaban bringen. Das Zaubereigefängnis war mittlerweile schwer zu erreichen. Ohne au apparieren, ohne magische Hilfsmittel dauerte es Tage auf die entlegene Insel zu gelangen. Ron und Hermine hatten sich trotzdem auf den Weg dorthin gemacht, da sie den Kindern glaubten. Briefen zufolge war das Gefängnis zwar nicht mehr magisch geschützt, aber immer noch ein Gefängnis.
Jacob fuhr zusammen, als sich die Eingangstüre öffnete und James, Albus und Lily hereinstürmten. Hinter Albus tauchte Stanislav auf. Während Lily und James ohne ein Wort in ihre Zimmer eilten zeigte Albus auf Stanislav.
„Wir müssen sofort mit euch reden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2010 09:26:23 GMT+01:00
PM83 meint:
Blut und Chaos

Seine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als er auf den Tieren zu stehen kam. Sie saugten sich an seine Beine und zerrten ihn und seine Freunde nach unten.
„Dieser Prozess kann einige Minuten dauern. Von nun an gibt es kein entkommen", meinte der Professor ruhig.
(Peter M., Harry Potter 11)

Vemtrix Lestrange saß bequem in einem alten Sessel, die Beine auf einem Tisch überkreuzt, und grinste schaurig. Ihre roten Augen leuchteten ob vor Freude oder Wahnsinn und sie las eine ältere Ausgabe des Tagespropheten.

Die magische Welt versinkt im Blut und Chaos. Nach den überraschenden und verheerenden Ereignissen der vergangenen Tage kann erstmals eine Bilanz gezogen werden. Bisher gibt es weltweit über tausend Tote und Verletzte und die Zahl steigt ständig an.
Das britische Außenministerium spricht von einem magischen Weltuntergang und trommelt Politiker aus aller Welt zusammen um über die Lage zu diskutieren. Auch Muggel werden in die Verhandlungen miteinbezogen obwohl diese von den katastrophalen Ausmaßen bisher nur am Rande etwas mitbekommen haben. Ein Krisenplan wurde bereits erarbeitet und wird in den nächsten Tagen aufliegen. Derzeit suchen Freiwillige, meist Angehörige von vermissten Personen auf der ganzen Welt nach Überlebenden. Tausende Gebäude sind eingestürzt und zum Teil nicht mehr zugänglich. Erste Auseinanderschreitungen haben bereits stattgefunden. Und es scheint nur der Beginn eines möglichen Krieges zu sein. Der Pontifex ruft zum Frieden auf. Doch immer noch völlig unklar ist die Ursache allen Übels. Wohin ist die Magie verschwunden?

Lestrange schlug die Zeitung zu. Sie lächelte zufrieden.
„Ihr ahnungslosen Würmer, bald", murmelte sie, „schon recht bald sollt ihr alles erfahren, oh es wird ein großer Tag sein, an dem ich an die Öffentlichkeit trete, aber ihr werdet dankbar sein, sehr dankbar sogar und schließlich und endlich einer neuen Herrscherin gegenüberstehen."

Veröffentlicht am 01.02.2010 11:49:36 GMT+01:00
S.W. meint:
Hut ab! Klasse!
und... ich freu mich auf mehr... ^^

LG

Veröffentlicht am 01.02.2010 14:54:46 GMT+01:00
PM meint:
wieder super geschrieben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!, weiter so, ich hoffe das die junge generation die magie wiederfindet, denn eine welt ohne zauberei wäre doch furchtbar und natürlich hoffe ich das es harry bald wieder gut geht, bitte laß ihn nicht sterben !!!!!!! lg pm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.02.2010 13:23:06 GMT+01:00
PM83 meint:
Erhoffte Antworten

„Dann mach Feuer!", ächzte Harry.
„Ja - natürlich - aber hier gibt es kein Holz!", schrie Hermine händeringend.
„BIST DU VERRÜCKT GEWORDEN?", brüllte Ron.
„BIST DU NUN EINE HEXE ODER NICHT?"
(Joanne K. Rowling, Harry Potter 1)

Das Schiff fuhr langsam über das eiskalte Meer. Selbst in ihren warmen Pelzmänteln froren Ron und Hermine schrecklich und drückten sich daher fest aneinander.
„Wie kann man in dieser Kälte leben?", fragte Ron zitternd.
„Ich glaube nicht, dass hier jemand lebt", erwiderte Hermine.
„Vielleicht sind die Gefangenen dann schon längst erfroren", sagte Ron.
„Mach keine Witze!", zischte Hermime.
„Warum? Ohne magische Wärme; oh ein Aufwärmezauber wäre so einfach", erwiderte Ron.
„Träumen bringt uns jetzt auch nicht weiter "
„Gott, Schatz, du bist so ernüchternd."
„Ich weiß, ich weiß", lachte Hermine. Es tat so gut zu lachen, und sie wusste Ron war der einzige der sie immer zum Lachen bringen würde - selbst wenn die Situation noch so aussichtslos war.
„Wir sind bald hier", stellte Hermine fest. Ron atmete tief ein.
„Ja, wir sind unserem Urlaubsziel ganz nah, ich kann schon das Meerwasser riechen, die Palmen rauschen hören, das..."
„Ron!"
„Ist schon gut." Und bis sie Neckersch erreichten sagte Ron wirklich kein Wort mehr.
„Von hier sind es zu Fuß zirka zwanzig Minuten nach Askaban", berichtete der Kapitän des Schiffes nachdem er angelegt hatte. Ron und Hermine dankten ihm.
Das Zauberergefängnis hielt sich wacker auf dem kalten eisigen Schnee. Seine Mauern wirkten unversehrt, was Hermine immer noch nicht begreifen konnte, war doch vor allem dieses Bauwerk erst vor kurzem mit Magie neu errichtet worden.
„Mr. und Mrs. Weasley", begrüßte sie ein älterer Auror vor dem Gefängnis. Die beiden nickten dem Mann mit den breiten Schultern und wettergegerbten Gesicht zu.
„Jansen", stellte er sich vor.
„Sehr erfreut."
„Ihr ward schnell", meinte Jansen.
„Wir hatten gute See", erwiderte Hermine.
„Können wir zu ihm?", fragte Ron nun.
„Natürlich - folgt mir." Der Auror führte sie durch mehrere Sicherheitstüren ins Innere des Gefängnisses. Schließlich öffnete er die Tür zu einem kleinen Raum.
„Das ist das Besucherzimmer, ich werde Morphy sofort bringen lassen."
Der Raum war kreisrund, unbesucht und außer einem schweren Tisch und drei Stühle absolut leer.
Hermine und Ron mussten nicht lange warten. Morphy trat schweigend vor dem Auror ins Zimmer.
„Fünf Minuten", sagte Jansen und schloss die Tür. Geräuschvoll fiel sie ins Schloss; ein Schlüssel wurde herumgedreht.
„Was wollen sie von mir?", fragte Morphy die fremden Gäste sofort.
„Reden", meinte Hermine. Morphys Augenbrauen zogen sich zusammen.
„So?"
„Was ist mit unseren Zauberkräften passiert?", kam Ron sofort zur Sache.
„Das fragen sie mich?"
„Ihre Ansichten würden mich diesbezüglich sehr interessieren", meinte Hermine.
„Wer schickt euch?"
„Wir wissen von der Büchse der Pandora und dass deren Inhalt angeblich diese Katastrophe bewirkt haben könnte."
„Und von wem wisst ihr das?", fragte Morphy gefährlich ruhig.
„Wir wissen es von unseren Kindern", meinte Ron.
„Die Kinder, die sie noch vor kurzem töten wollten", zischte Hermine.
„Oh", erwiderte Morphy. Der muskulöse ehemalige Professor tat überrascht.
„Dann wundert es mich, dass die Direktorin von Hogwarts nicht persönlich gekommen ist." Hermine schluckte unüberhörbar. Ron senkte den Blick.
„Nein!", hauchte Morphy. Er machte ein unglaubwürdig betroffenes Gesicht.
„Sie ist doch nicht etwa..."
„Hören Sie zu", zischte Ron nun, „werden Sie uns helfen und uns alles sagen was Sie wissen, damit wir diese Welt retten können?"
„Werdet ihr mir denn helfen, hier raus zu kommen?" Hermine schüttelte sofort den Kopf. Morphy lachte.
„Schade, aber ihr könnt diese Welt nicht retten. Wenn es so ist, wie ich befürchte, dann steht uns noch eine Menge bevor. Es hätte nie soweit kommen dürfen."
„Was meinen Sie damit?", fragte Hermine. Morphy schwieg.
„Wir sind nicht befugt sie freizulassen", meinte Hermine händeringend.
Ron atmete tief durch.
„Aber wenn Sie uns helfen, dann verspreche ich Ihnen, ein gutes Wort für Sie einzulegen, um hier raus zu kommen." Morphy schien einen Moment über die Worte von Ron nachzudenken, dann sagte er: „Also gut, hören sie mir genau zu."
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