Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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69 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Qualitativ in Ordnung, aber zu stark gekürzt, 20. November 2005
Der Abspann war abgelaufen, das Licht wieder an. Das war also Harry Potter und der Feuerkelch...War es ein guter Film? Definitv JA! Warum dann aber nur vier Sterne? Nun, hier muß ich wohl etwas weiter aushohlen: Der Film stellte alle wichtigen Schlüsselszenen mehr oder weniger korrekt dar. Aber dabei ist es dann leider auch geblieben. Der neue Regiesseur hat dem Film definitiv gut getan. War der dritte Teil nicht nur schlecht gekürzt, sondern auch noch bei den Szenen, welche umgesetzt wurden meist mit dem Buch nicht mehr vergleichbar, so hat der vierte Teil in den dargestellten Szenen doch relativ großen Wiedererkennungswert. Was von vielen schon angesprochen wurde ist selbstverständlich auch mir klar: Dieses Buch läßt sich nicht 1 zu 1 umsetzen, doch mehr hätte es schon sein können. Der Kampf mit dem Drachen war übertrieben und zu lang. Seit wann sitzt Dumbledore verzweifelt in einer Ecke seines Büros und was veranlaßte Harry eigentlich nach dem Tod von Barty Crouch noch zu Dumbledore zu gehen, wenn der eh schon davon wußte? Der Gerichtssaal war sicherlich beeindruckend, sieht aber den Schilderungen des Buches nicht einmal ansatzweise ähnlich. Dies und einige andere Stellen des Filmes werden dem nächsten Regisseur nun wieder Steine in den Weg legen. Soll Harry etwa in diesem Käfig seine Anhörung ertragen und woher bekommen die Weasley-Zwilling bitte tausend Galleonen? Woher wußte Dumbledore auf einmal , daß Harry nicht mit Mad-Eye sondern mit Barty Crouch jr. unterwegs ist? Und die wichtigste Frage: wie hat der Zaubereiminister auf die Aussage Harrys reagiert, das Voldemort zurück sei? Zugute halten muß man Mike Newell aber, daß er es geschafft hat, die Szenen wirklich glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen. Der Tod von Cedric konnte einem schon verdammt nah gehen. Wirklich genervt haben jedoch die wilden Sprünge. "Möge das Spiel beginnen..." (Cornelius Fudge?!?, gab es da nicht noch einen gewißen Ludo Bagman?), Weißblende und... Häh?? - eine heiße Nachdiskussion über das Spiel. Wer hatte jetzt eigentlich gewonnen? Wenigstens die Zeit hätte man sich nehmen müssen. In der akuellen Form hätte man die Weltmeisterschaft lieber gleich weglassen sollen und den Film vom Tod des Hausmeister direkt an den Morgen vor der Abfahrt des Hogwartsexpress springen lassen können, da Harry ja sowieso nicht bei den Dursleys aufwacht. Die Szene mit dem dunklen Mal war in dieser Form genauso überflüssig und außerdem hinterlassen die Todesser kein Schlachtfeld, sondern nur ein paar abgebrannte Zelte. Zum Schluß noch eine Kleinigkeit die nur die deutsche Fassung betrifft: Mußte den dieser ganz Austausch an Synchronstimmen sein? Die neue Synchronstimme von Maggie Smith paßt einfach nicht zu ihren Gesichtsausdrücken. Zusammenfassend kann man also sagen: Eine, eingedenk der Vorlage, durchaus gelungene Verfilmung mit Abstrichen in der B-Wertung, die sie den letzten Stern gekostet hat. Einen Vergleich zum Vorgänger erspare ich mir lieber, Alfonso Cuaron hat schon genug einstecken müssen, jedoch bleibe ich dabei, daß Chris Columbus bis jetzt der einzige Regisseur war, der die Stimmung der Bücher tatsächlich auf die Leinwand brachte. (und auch er hat schon kräftig gekürtzt - eine Tatsache die vielen Gegnern der ersten Filme immer wieder entfällt, die aber zeigt wie gekonnt er das Kürzen beherrscht...) Ich freue mich schon auf den fünften Film, bei dem die Vorlage sehr leicht sehr stark gekürzt werden kann - das fünfte Buch hat einfach deutliche Längen, die es dem Drehbuchautor erleichtern werden. MfG, SethAphopes
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine schwierige Aufgabe ganz gut gelöst, 21. September 2006
Eines vorweg: Ich habe keines der Harry Potter - Bücher gelesen. Ich wurde mit HP durch eine Freundin bekanntgemacht, die mir mal den ersten Film auf Video mitbrachte. Ich war skeptisch - wie soll mir eine verfilmte, mit massigem Hype einhergehende Kinderbuchserie gefallen? Nachdem ich "Stein der Weisen" sah, war ich angenehm überrascht. Viel Fantasie und Detailreichtum steckte drin, herrlich schrullige Charaktere (z.B. Hausmeister Filch, Hagrid, Snape), überspitztes Spießertum (die Dursleys) und feine Tricks entführten mich in eine Fantasywelt, wie es das Hollywoodkino seit den 1960ern nicht mehr hervorbrachte. Der zweite Film war im gleichen Stil und gefiel mir ebenso. Der dritte zeigte einen Stilbruch, der mir weniger gefiel. Einmal äußerlich, wo unsere drei jungen Helden fast gar nicht mehr in Schulkleidung zu sehen sind, sondern Trainingsanzüge und Ähnliches tragen, aber auch inhaltlich. Es fehlte ein wenig das Faszinierende, der "sense of wonder", der die ersten beiden Filme auszeichnete. Es ging eigentlich von Anfang an um die Bedrohung, die über Hogwarts (und natürlich Harry) lag. Trotzdem war auch "Der Gefangene von Askaban" ein guter Film.
Im Vorfeld des vierten Films ging die Angst unter den (Buch-)Fans um, daß wegen des Umfangs vom "Feuerkelch" zuviel unter den Tisch fallen und gerade seine Lieblingsszenen fehlen könnten. Nun, darüber kann ich nicht urteilen. Bestimmt ist es so. Aber es bestand auch die Gefahr, daß der allgemeine Nichtleser der Handlung nicht folgen könnte. Aber ich muß sagen, daß die Handlung in sich schlüssig und nachvollziehbar ist. Es werden uns auch viele neue Wunder gezeigt, allerdings auch eine Weihnachtsballszene in der neben einer wundervoll aussehenden Hermine auch eine unterirdisch schlechte Billy Idol - Kopie auftaucht. Hätte man da eine einigermaßen gute Rock'n'Roll-Band genommen, wäre es noch in Ordnung gewesen. Am bedauernswertesten ist aber, daß die Dursleys völlig herausgestrichen wurden. Wie meine belesene Freundin andeutete, wäre da Potential für extrem witzige Szenen vorhanden gewesen. Der Humor ist in dem Film auch ziemlich kurz gekommen. Abgesehen von den Weasley-Zwillingen gab's kaum was zum Lachen. Trotz allem ist der "Feuerkelch" ein guter Film, der mir noch besser gefällt als "Askaban".
Harry-Potter-Filme sind längst keine Familienunterhaltung mehr. Für kleinere Kinder sind sie wirklich nicht mehr geeignet. Dazu sind sie zu sehr gespickt mit Horrorelementen. Aber hat die Herr-der-Ringe-Saga nicht auch als Kinderbuch angefangen? Ich kann jedem Fantasy-Fan den Film nur empfehlen, sofern er sich nicht daran stört, daß Jugendliche die Hauptdarsteller sind.
Die zweite Disk bietet Extras in gewohnter Manier: Spiele (das Trimagische Turnier) für die Jüngeren, Blicke hinter die Kulissen der Filmproduktion für die Älteren, und Interviews mit den Hauptdarstellern für alle. Besonders hervorzuheben sind die entfallenen Szenen, die (wie immer bei HP, aber sonst nicht selbstverständlich) mit synchronisiert wurden.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auch für Nicht-Fans ein tolles Filmerlebnis!, , 31. Mai 2006
Harry Potter, nun im zarten Teenageralter, erlebt in seinem vierten Jahr in Hogwarts ein außergewöhnliches Ereignis mit: Das trimagische Turnier, in dem drei Magier aus den drei großen Zirkeln im Wettstreit gegeneinander den Besten suchen.
Die Auswahl der Teilnehmer trifft der Feuerkelch, in dem die Teilnehmer einen Zettel mit ihrem Namen geben. Jüngeren Schülern ist die Teilnahme aufgrund der tödlichen Herausforderungen untersagt. Um so mehr sind alle überrascht, als der Feuerkelch zu den drei Teilnehmern noch Harry Potter in das Turnier schickt. Harry hatte keinen Zettel in den Feuerkelch gegeben, aber keiner glaubt ihm. Wer hat ein Interesse daran, Harry in das Turnier zu schicken und wie hängt dies alles mit dem neuen Lehrer Alastor Moody zusammen, der schützend seine Hände über Potter zu legen scheint? Und wieder gibt es Hinweise, dass Voldemort seine Finger im Spiel hat...
Die Verfilmung des vierten Buches hat für geteilte Stimmung gesorgt und gerade die vielen jüngeren Fans verschreckt und die Älteren enttäuscht, die gerne in die schöne, magische Welt Hogwarts eintauchen. Düsterer und gefährlicher als die vorherigen hat sich die Harry-Potter-Reihe zu einer Fantasy-Erzählung mehr für Erwachsene als für Kinder gewandelt. Die grundlegende Geschichte leidet darunter nicht, aber der strengere und nicht mehr so verspielte Stil unterstreicht den Wandel Potters zu einem jungen Mann, der sich wieder einmal seinem größten Gegner Voldemort gegenübersieht. Diesmal aber ist die Bedrohung realer für Harry als in den bisherigen Geschichten, da Voldemort zurück in die Welt der Leben kommt (mehr soll nicht verraten werden). Diesem Umstand trägt der Film Rechnung. Den Flair des kleinen Zauberknaben musste die Hauptfigur und somit auch der Film dazu aber ablegen, was sicher einen Großteil des Erfolges der vorherigen Filme ausgemacht hat. Man kann aber auch sagen: Die Filmreihe wächst mit den seinen gerade jüngeren Fans, die sich gerne mit der Figur Harry Potter identifiziert haben.
Wo viele von an einander gereihten Ereignissen sprechen, die keinen Zusammenhang und somit keine durchgehende Geschichte zeigen, sehe ich feine Handlungsfäden, die am Ende des Filmes zusammengeführt werden und erwartungsvoll auf den nächsten Teil warten lassen. Vielleicht leidet der Film aber dabei ein wenig unter dem Umstand, dass er wie die Vorbereitung auf den nächsten Teil wirkt.
Von den Spezialeffekten her ist der Film als absolut gelungen zu betrachten. Sie bilden wieder einmal das Gerüst, um das die Welt von Horgwarts erbaut wird und mit denen es überhaupt gestaltet werden kann.
Mein Fazit: Erwachsener wie Harry Potter selbst weiß dieser Film zu gefallen und kann einen durchaus fesseln. Und es wird deutlich, dass weitere Filme nicht mehr so kindisch verspielt sein dürften. Auch wenn so ein bißchen Zauber aus Harry Potter verschwindet: Absolut sehenswert!
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