6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nur für echte Fans!, 20. April 2006
Die Meinungen bei diesem Harry-Potter-Film gehen sehr weit auseinander. Ich war allerdings vom diesem vierten Teil sehr enttäuscht, denn das Buch war meiner Meinung nach das Beste. Ich denke, es ist jedem bewusst, dass ein über 700-seitiges Buch (englische Ausgabe) nicht so einfach in einen zeitlichen Rahmen von 2-3 Stunden zu pressen ist. Dieser Film ist aber kurz zusammengefasst einfach nur eine Aufzählung der Höhepunkte des Buch und die sehr kurze Zeit dazwischen ist mit völlig unnötigen, buchfremden Szenen aufgefüllt.
Auch ist der Film in sich zum Teil nicht schlüssig (wenn man das Buch nicht gelesen hat) und vieles wird nicht erklärt. Hier hätte man lieber die merkwürdigen Zusatzszenen lassen sollen und die Wettbewerbe kürzen können, um sinnvolle und aufklärende Filmteile einzufügen.
Schade fand ich auch, dass die Filmmusik nicht mehr von John Williams geschrieben wurde, denn obwohl die typische Harry-Potter-Musik noch vorkommt, klingt sie merkwürdig fremd. Schon zu Beginn des Filmes ist sie störend.
Zudem hätte die Figur des Dumbledore einige Verbesserungen nötig. Der sonst so schlaue und gutmütige Direktor von Hogwarts ist in diesem Film immer entweder aggressiv, schaut ängstlich oder denkt verbissen nach.
Ein wenig Positives will ich dem Film aber auch lassen: Man merkt, dass die Hauptdarsteller reifer geworden. Ihre Schauspielerische Leistung macht den ansonsten nicht guten Film ansehbar.
Und auch der Schluss des Filmes ab dem Friedhof ist sehr gelungen. Endlich weiß man, wie man sich Harry Potters Widersacher vorzustellen hat.
Fazit: Das ein Film meist nicht an das Buch heranreicht ist jedem klar, dass man aber erst mal ein Buch lesen muss, um einen Film zu verstehen ist enttäuschend!
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73 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Qualitativ in Ordnung, aber zu stark gekürzt, 20. November 2005
Der Abspann war abgelaufen, das Licht wieder an.
Das war also Harry Potter und der Feuerkelch...
War es ein guter Film? Definitv JA!
Warum dann aber nur vier Sterne?
Nun, hier muß ich wohl etwas weiter aushohlen:
Der Film stellte alle wichtigen Schlüsselszenen mehr oder weniger korrekt dar. Aber dabei ist es dann leider auch geblieben.
Der neue Regiesseur hat dem Film definitiv gut getan.
War der dritte Teil nicht nur schlecht gekürzt, sondern auch noch bei den Szenen, welche umgesetzt wurden meist mit dem Buch nicht mehr vergleichbar, so hat der vierte Teil in den dargestellten Szenen doch relativ großen Wiedererkennungswert.
Was von vielen schon angesprochen wurde ist selbstverständlich auch mir klar: Dieses Buch läßt sich nicht 1 zu 1 umsetzen, doch mehr hätte es schon sein können.
Der Kampf mit dem Drachen war übertrieben und zu lang. Seit wann sitzt Dumbledore verzweifelt in einer Ecke seines Büros und was veranlaßte Harry eigentlich nach dem Tod von Barty Crouch noch zu Dumbledore zu gehen, wenn der eh schon davon wußte?
Der Gerichtssaal war sicherlich beeindruckend, sieht aber den Schilderungen des Buches nicht einmal ansatzweise ähnlich.
Dies und einige andere Stellen des Filmes werden dem nächsten Regisseur nun wieder Steine in den Weg legen.
Soll Harry etwa in diesem Käfig seine Anhörung ertragen und woher bekommen die Weasley-Zwilling bitte tausend Galleonen?
Woher wußte Dumbledore auf einmal , daß Harry nicht mit Mad-Eye sondern mit Barty Crouch jr. unterwegs ist?
Und die wichtigste Frage: wie hat der Zaubereiminister auf die Aussage Harrys reagiert, das Voldemort zurück sei?
Zugute halten muß man Mike Newell aber, daß er es geschafft hat, die Szenen wirklich glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen. Der Tod von Cedric konnte einem schon verdammt nah gehen.
Wirklich genervt haben jedoch die wilden Sprünge.
"Möge das Spiel beginnen..." (Cornelius Fudge?!?, gab es da nicht noch einen gewißen Ludo Bagman?), Weißblende und... Häh?? - eine heiße Nachdiskussion über das Spiel. Wer hatte jetzt eigentlich gewonnen? Wenigstens die Zeit hätte man sich nehmen müssen.
In der akuellen Form hätte man die Weltmeisterschaft lieber gleich weglassen sollen und den Film vom Tod des Hausmeister direkt an den Morgen vor der Abfahrt des Hogwartsexpress springen lassen können, da Harry ja sowieso nicht bei den Dursleys aufwacht.
Die Szene mit dem dunklen Mal war in dieser Form genauso überflüssig und außerdem hinterlassen die Todesser kein Schlachtfeld, sondern nur ein paar abgebrannte Zelte.
Zum Schluß noch eine Kleinigkeit die nur die deutsche Fassung betrifft:
Mußte den dieser ganz Austausch an Synchronstimmen sein? Die neue Synchronstimme von Maggie Smith paßt einfach nicht zu ihren Gesichtsausdrücken.
Zusammenfassend kann man also sagen: Eine, eingedenk der Vorlage, durchaus gelungene Verfilmung mit Abstrichen in der B-Wertung, die sie den letzten Stern gekostet hat.
Einen Vergleich zum Vorgänger erspare ich mir lieber, Alfonso Cuaron hat schon genug einstecken müssen, jedoch bleibe ich dabei, daß Chris Columbus bis jetzt der einzige Regisseur war, der die Stimmung der Bücher tatsächlich auf die Leinwand brachte. (und auch er hat schon kräftig gekürtzt - eine Tatsache die vielen Gegnern der ersten Filme immer wieder entfällt, die aber zeigt wie gekonnt er das Kürzen beherrscht...)
Ich freue mich schon auf den fünften Film, bei dem die Vorlage sehr leicht sehr stark gekürzt werden kann - das fünfte Buch hat einfach deutliche Längen, die es dem Drehbuchautor erleichtern werden.
MfG, SethAphopes
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Harry Potter oder um was geht es?, 16. April 2006
Es ist schon etwas her, seitdem ich Harry Potter Teil 4 gelesen habe, aber als Verfilmung, die vor allem auf rasante Action und Höhepunkte bei mehreren Großereignissen setzt, war ich doch weitgehend enttäuscht von der Umsetzung. Das was an Harry Potter Harry Potter ausmacht - das Erzählerische um die Welt der Zauberei, das zauberhaft zänkische pubertierender Jugendlicher, die herrlichen Elfen und die Geschichten um sie, überhaupt die vielen magischen Wesen, die Hogwarts so außergewöhnlich erscheinen lassen, die oftmals verschnörkelte Geschichte - all das wird um die Ecken begradigt, um zu einer linearen Erzählung über aneinandergereihte Großereignisse zu werden. Das ist nicht nur schnell langweilig, weil man das Gefühl bekommt, jemand wollte unbedingt seinen entworfenen Drachen mit anderen aktuellen und hochgelobten Produktionen messen, sondern es ist generell etwas lieblos, wie man vor allem bei dem Aussehen der Wassermenschen einfach nur den Anschluß gesucht hat an berühmte (Horror)Filme. Dadurch wirkt der Film wie ein permanentes Zitat mit einem dicken Hinweisschild auf die entsprechenden Wesen. Steht man nun vor diesem Hinweisschild fragt man sich allerdings: Und wo ist jetzt die Story um Harry Potter? Sollen das etwa die paar Großereignisse sein? Es ist nicht zufällig, denke ich, dass man bei all dieser Action an Autorennen, Abschlussball und Gruselerfahrung mit Mutprobe denkt, aber nicht an den jungen Zauberer Harry Potter, der bei dieser Verfilmung nur so am Rande mit vorkommt und vielleicht zufällig in der Gegend herumlief, als man einen Actionfilm gedreht hat. Man fragt sich, in Gedanken schon bei Teil V, ob alles wie in unserer Welt nur noch bei 250 kmh abgeregelt wird, oder ob die Verantwortlichen auch noch eine tunnelblickfreiere Geschwindigkeit finden?
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