Seit zehn Jahren feiert J. K. Rowling mit ihrer Harry Potter Reihe einen der größten Erfolge der Literaturgeschichte. Kaum ein anderer Autor hat es geschaft, ein derart breites Publikum zu begeistern: Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und aller Altersklassen haben mit Spannung Harrys Abenteuer verfolgt. Mit dem vorliegenden siebten Band ist die Geschichte nun abgeschlossen.
In `Harry Potter und die Heiligtümer des Todes' geht es um den finalen Kampf zwischen Harry und Lord Voldemort. Endlich werden alle Fragen geklärt, Geheimnisse gelüftet und es ist interessant, was man über den einen oder anderen Charakter noch so alles erfährt. Die Handlung treibt und treibt und die angesprochenen Themen tragen zu einem fesselnden Leseerlebnis bei. Allerdings dürfte auch allerspätestens jetzt klar sein, dass Harry Potter eben kein Kinderbuch ist und gerade für jüngere nicht geeignet. Es geht um Gewalt, Krieg und Diktatur (das Regime das Voldemort in diesem Band errichtet erinnert verdächtig an die faschistischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts). So interessant das auch für erwachsene Leser ist, so schwierig und unverständlich ist es für Kinder. Vierzehn- oder Fünfzehnjährige wissen sicher damit umzugehen, aber Neunjährige, die vielleicht noch ihre Freude an den ersten Harry Potter Büchern hatten, sind an dieser Stelle einfach überfordert.
Nichtsdestotrotz bleibt der siebte Band ein gutes Buch, allerdings vorwiegend für ein reiferes Publikum.
Aber wie immer schafft es Rowling, den Leser durch die spannende Handlung, überraschende Plotwendungen und liebgewonnene Charakter auch über viele hundert Seiten bei der Stange zu halten. Rowlings Stil ist angenehm zu lesen, es fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen, sobald man einmal mit dem Lesen angefangen hat. Ich hatte das Buch in weniger als zwei Tagen durch.
`Harry Potter und die Heiligtümer des Todes' ist ein rundum gelungener Abschluss der Harry Potter Reihe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von J. K. Rowling!