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1-25 von 111 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2009 22:02:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2009 18:59:36 GMT+01:00
PM83 meint:
Nach langem Überlegen lautet Band 13
ZOE JACKSON UND DAS ENDE VOM ANFANG

und hier das erste Kapitel - oder besser gesagt der Prolog

McGonagalls Tod

Das Gift wirkte langsam, doch schnell genug, um zu wissen, dass sie es nicht mehr rechtzeitig zu jemanden - irgend jemanden - schaffen würde. Minerva McGonagall hatte schon viel an Leid in ihrem Leben sehen und ertragen müssen - nun, eines solchen Todes zu sterben, hatte sie sich nicht verdient. Zumal sie nur das Beste wollte, und sie mit einer ganz anderen Absicht den Berg hinaufgestiegen war. Ein folgenschwerer Entschluss.
Jetzt war sie Gefangene, in einer kalten Höhle und ihr Wissen - ein furchtbares, alles an Furchtbare in den Schatten stellende Wissen - würde mit ihr sterben. Sie versuchte sich zu konzentrieren, doch das Gift ließ ihre Gedanken schwer und zähflüssig werden. Noch war die Sache nicht verloren. Schließlich gab es jemanden, der ebenfalls über alles bescheid wusste. Allein auf diese Person stützte sich ihre Hoffnung.
Langsam verließ sie die Kraft und Professor McGonagall, die Direktorin von Hogwarts, der größten Zaubererschule der Welt, sank bewusstlos zu Boden.
Sie sollte ihren hundertsten Geburtstag nicht überleben.

Paris, wunderschönes Paris

Neun Monate früher

Veröffentlicht am 08.11.2009 12:58:22 GMT+01:00
S.W. meint:
Schluck... was für ein Anfang! =)

Freu !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lass uns nur biiiiiiiiiitte nicht so lange warten! ;)
LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2009 16:10:40 GMT+01:00
PM83 meint:
Paris, wunderschönes Paris

Neun Monate früher

Zoe blickte gedankenversunken aufs tiefblaue Meer. Stanislav stand hinter ihr und umarmte sie fest.
„Na, hab ich dir zuviel versprochen?", fragte er fast flüsternd. Zoe schwieg.
„Schschhhh", machte sie; um nichts auf der Welt wollte sie den wunderschönen Sonnenuntergang, der sich eben über sie erbot, verpassen. Nach geschlagenen drei Minuten war die Sonne hinter dem Meer verschwunden und Zoe blickte über ihre Schulter zu Stanislav. Sie küsste ihn leidenschaftlich.
„Reicht das als Antwort?", fragte sie ihn. Stanislav nickte. Zoe musste zugeben, dass der Ausflug ans Meer eine tolle Idee von ihrem Freund gewesen war und sie war fast traurig, dass er nun schon wieder vorbei sein sollte. Stanislavs Vater, der berühmte Quidditchspieler Viktor Krum, holte sie wenig später auf der Promenade ab.
„Hattet ihr einen schönen Tag?", fragte er neugierig. Stanislav und Zoe nickten begeistert.
„Wie wars bei dir, Dad?", wollte Stanislav wissen.
„Ganz okay, aber die Franzosen haben einen echt guten Sucher im Team. Die Quidditchweltmeisterschaft wird wohl doch schwieriger als ich dachte."

Zurück in ihrem Hotel, ließ sich Zoe bequem aufs Bett fallen. Stanislav warf sich sofort über sie.
„Runter von mir", zischte Zoe, „wir haben eine Abmachung." Stanislav wandte sich geschmeidig von ihr ab.
„Natürlich", sagte er ruhig.
„Natürlich?", fauchte Zoe. „Das wars? Du versuchst gar nicht mich umzustimmen?"
„Nein, ich halte mich an die Abmachung, wenn du das meinst."
„Abmachung hin oder her. Stanislav Krum, komm sofort her!" Stanislav lächelte sie an.
„Du musst dir echt langsam überlegen was du willst und was du nicht willst."
„Im Moment will ich dich ganz nah bei mir haben, verstanden?", hauchte Zoe despotisch.
Sie konnte noch immer nicht glauben, dass sie bereits eine Woche hier war, in Frankreich, bei ihrem Freund, um dort mit ihm die Ferien zu verbringen. Es dauerte lange bis sie ihre Mutter dazu überreden konnte, doch am Ende stellte sie nur eine Bedingung: getrennte Zimmer. Wenn sie nun wüsste, dass sie in einem Doppelbett schliefen, würde sie wahrscheinlich ausrasten.
„Was?" hatte Zoe geschrien, als Stanislav seiner Freundin ihr Zimmer zeigte. „Ein Doppelbett?" Sie war angelaufen wie eine Tomate.
„Ja wieso?" Was dagegen?", hatte Stanislav unschuldig geantwortet.
„Ähm... nein... aber meine Mum."
„Oh, dann haben wir ein Problem. Es gibt nämlich keine Doppelzimmer mit getrennte Betten und das war außerdem das letzte Zimmer überhaupt. Das Hotel ist vollkommen ausgebucht."
„Weiß das dein Dad?"
„Natürlich, er hat das Zimmer ja auch nur wegen seiner Kontakte bekommen, gefällt es dir nicht?"
„Es ist wundervoll."
Stanislav und sie hatten sich schließlich darauf geeinigt, das Zimmer so anzunehmen wie es war, im Bett aber die Finger voneinander zu lassen.
„Du brichst deine Vorsätze", flüsterte Stanislav und holte Zoe in die Realität zurück.
„Vorsätze sind da um gebrochen zu werden", antwortete sie barsch und drückte sich näher an Stanislav.
„Soso", antwortete er.
„So und nicht anders", erwiderte Zoe und biss ihm ins Ohr, „gibs zu, du hast mich mit einem Zauber belegt." Stanislav zuckte zusammen.
„Wie kommst du darauf?" Zoe lachte.
„Wenn mir in den ersten Klassen jemand erzählt hätte, dass wir beide - ich meine du und ich, je...
„Schon gut, schon gut", unterbrach sie Stanislav. Er befreite sich aus ihrer Liebkosung. „Ich geh mich dann mal schnell duschen."
„Jetzt?", fragte Zoe verärgert, doch Stanislav war schon im Bad und machte die Tür hinter sich zu.

Zoe lümmelte auf dem gemütlichen Bett und träumte vor sich hin. Stanislav duschte sich für ihren Geschmack jetzt schon viel zu lange. Sie sah auf die Uhr „Eine Stunde..." brummelte sie leise. Sie sah gedankenverloren, über die halb offenen Balkontüre, hinaus ins Freie. Plötzlich dachte sie hinter der Fensterscheibe einen Schatten gesehen zu haben. Sie zuckte zusammen. Ihr Herz schlug schneller. Dann ein Geräusch, wie das Klirren von Metall. Zoe gab einen spitzen Schrei von sich.
Stanislav, nur mit einem Handtuch bedeckt, stürmte aus dem Bad.
„Was ist los? Was ist passiert?, rief er besorgt.
„Da ist jemand", flüsterte sie.
„Wo?, fragte Stanislav.
„Draußen auf dem Balkon." Stanislav sah sie skeptisch an.
„Wir befinden uns im zweiundzwanzigsten Stockwerk."
„Ich weiß, was ich gesehen habe", zischte sie. Stanislav ging zum Fenster.
„Sei vorsichtig", hauchte Zoe. Mit einem kräftigen Ruck riss er die Vorhänge ganz zur Seite und - nichts. Er trat hinaus und bückte sich um einen zerbrochenen Blumentopf hochzuheben.
„Den muss der Wind eben umgeworfen haben", beruhigte er sie.
„Schließ trotzdem die Türe hinter dir zu", bat Zoe ihn.
„Aber natürlich", erwiderte Stanislav, er zog sich schnell was über und nahm seine Freundin in die Arme.
„Wieder alles okay?" Sie seufzte.
„Ich weiß nicht, die Tatsache, dass hier vielleicht jemand war..."
„Blödsinn. Denk nicht mehr daran und du wirst sehen, du wirst die Sache schnell vergessen haben."
„Ja nach einem erholsamen Schlaf - vielleicht." Stanislav kuschelte sich zu ihr.
„Was wollen wir morgen überhaupt machen?", fragte er liebevoll.
„Vielleicht lässt sich so ein Tag am Meer ja wiederholen", antwortete Zoe. Stanislav lächelte.
„Vielleicht sollten wir aber auch einmal etwas für unsere Bildung tun und den Rat meines Vaters befolgen."
„Hä?"
„Was hältst du von einem Ausflug ins Museum?"
Zoe sah ihn entgeistert an.
„Dad sagt, das Louvre ist mehr als sehenswert."
„Das Louvre?", brummte Zoe.
„Ja, was hältst du davon?"
„Tolle Idee", antwortete Zoe.
„Super", entgegnete Stanislav.
„Ja super", lachte Zoe nun, „wie romantisch, aber okay, ins Louvre also."

Eine einfache Bitte

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2009 16:30:18 GMT+01:00
PM83 meint:
(K)eine einfache Bitte

Minerva McGonagall klopfte dreimal ehe sie langsam die Tür zum Grimmauldplatz Nr. 12, dem zuhause der Potters öffnete.
„SCHLAMMBLÜTER IN MEINEM HA...", die Stimme von Mrs. Black, dem Porträt, erstarb je, als sie sah wer gekommen war. Das Porträt von Sirius winkte ihr freundlich zu. Albus, der zweitälteste Sohn von Harry und Ginny Potter lief zur Tür und stoppte abrupt als er die Direktorin von Hogwarts erblickte.
„Professor McGonagall", stotterte er.
„Minerva, Albus, wir sind nicht in der Schule", besserte sie ihn aus. Albus schluckte.
„Sind deine Eltern auch da?", fragte sie schließlich. In diesem Moment tauchten Scorpius und Jacob hinter Albus auf. Minerva McGonagall lächelte ihnen freundlich zu.
„Mr. Malfoy, Mr. Corday schön euch zu sehen." Die beiden Schüler nickten kurz.
„Dad müsste gleich wieder hier sein", sagte Albus. „Er hat nicht gesagt wo er hinwollte. Mum hat ein Vorstellungsgespräch beim Tagespropheten, sie will nämlich wieder als Quidditch-Korrespondentin arbeiten, jetzt wo die Zwillinge älter sind."
„Wirklich? Das ist schön. Wo stecken die beiden eigentlich?"
„Sie sind mit Tricky, unserer Hauselfe im Garten und üben fliegen."
„Fliegen? Jetzt schon?", fragte McGonagall.
„Die Zwillinge stehen unserem Al hier, an Magie in nichts nach", lachte Scorpius.
„Dank der magischen Steine, tut ihr das ja nun auch nicht mehr, oder?", erwiderte Albus. McGonagall bedachte sie mit einem kurzem Blick.
„Trägt ihr sie eigentlich immer bei euch?", fragte sie Jacob und Scorpius. Die beiden Jungs nickten.
Am Ende der fünften Klasse hatte sie sie ihnen widerwillig zurückgegeben. Vier Steine, die einst die vier Schulgründer von Hogwarts, Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff ihr Eigen nennen durften. Nun waren sie im Besitz von Jacob, Scorpius, Stanislav und Zoe. Es zeigte sich, dass die vier Freunde die einzigen waren, denen die vier Steine Macht verlieh. Große Macht.
„Nicht Tatze", rief Albus unerwartet, und schaffte es gerade noch Harrys Hund davor abzuhalten in der Küche einen Fleischteller von der Anrichte zu stoßen. Er hatte McGonagall erst jetzt entdeckt und begrüßte sie schwanzwedelnd. Sie kraulte ihn hinter den Ohren.
„Tatze ist ganz schön groß geworden", meinte sie.
„Ja aber er ist nicht halb so groß wie Bold", erwiderte Albus.
„Bold, richtig, dein Hund in Hogwarts, die beiden sind ja Geschwister. Kommt er in den Ferien eigentlich zu euch?", fragte McGonagall. Albus schüttelte den Kopf.
„Nein, Mum und Dad sind von seiner Größe nicht besonders angetan. Seit Maxis Tod ist er aber ohnehin mehr Hagrids Hund als meiner."
„Ähm, Professor McGonagall", meinte Scorpius plötzlich, „liegen eigentlich die Prüfungsergebnisse der ZAG's schon auf?" McGonagall lächelte.
„Ihr bekommt die Noten sobald als möglich zugeschickt."
„Heißt das ja?", fragte Jacob. McGonagall wollte gerade antworten, als die Eingangstür hinter ihnen aufging und Harry zurück kam. Er hatte einen schweren Koffer in der Hand, den er sofort abstellte.
„Minerva", meinte er überrascht, „was verschafft uns die Ehre?" Sie küssten sich links und rechts auf die Wange.
„Ich möchte mit dir über etwas reden", antwortete sie. Harry tat überrascht. Albus horchte gespannt auf.
„Lass uns in mein Arbeitszimmer gehen", sagte Harry schnell und sah über die enttäuschten Gesichter der Kinder hinweg. McGonagall nickte. Sie folgte ihm sofort. Harry winkte sie wenig später freundlich in sein Büro. Es war klein, aber ordentlich aufgeräumt und die einzigen Dinge auf seinem Schreibtisch, waren eine Schreibfeder und Fotos von seiner Familie. Leise zog McGonagall die Tür hinter sich zu. Harry sah sie ernst an.
„Geht es um die Stei..."
„Nein", fuhr ihm McGonagall ins Wort. Harry stutze.
„Ich wollte mit dir über etwas ganz anderes sprechen", beruhigte sie ihn.
„Um was geht's?"
McGonagall räusperte sich ehe sie zu sprechen begann.
„Wie du weißt schicken wir um diese Zeit des Jahres immer die Eulen aus, um den Erstklässlern die Briefe zu überbringen."
„Welche Briefe?", fragte Harry. McGonagall lächelte.
„Ist es schon so lange her?", fragte sie scherzhaft. „Die Briefe in denen die Kinder eingeladen werden nach Hogwarts zu kommen, um dort in die Schule zu gehen."
„Oh", meinte Harry, „die Briefe."
„Jedenfalls kommt es jedes Jahr vor, dass manche Eltern oder Kinder nicht auf die Briefe reagieren, und, dass wir dann unsere Lehrer ausschicken müssen, um die Kinder persönlich zu besuchen."
„Ich weiß", antwortete Harry. „Ich werde nie vergessen, wie Hagrid mich aufgespürt hat. Und erst recht nicht das Gesicht der Dursleys, als er durch die Tür kam. Riesengroß und furchterregend." Harry grinste.
„Warst du froh darüber, dass man dir die Chance gab nach Hogwarts zu gehen?", fragte McGonagall. Harry sah sie verwirrt an.
„Was soll die Frage? Natürlich! Hogwarts ist das Beste, was mir je passiert ist."
„Würdest du es denn einem Kind verwehren wollen?", fragte McGonagall weiter. Harry schüttelte den Kopf.
„Natürlich nicht. Minerva, was willst du mir eigentlich sagen?"
„Ich möchte dich bitten, einen dieser Schüler zu besuchen, und ihm von Hogwarts zu erzählen, damit er seine Eltern überzeugen kann, ihn dort hingehen zu lassen."
„Mich? Ich bin kein Lehrer", entgegnete Harry.
„Die meisten Lehrer haben schon einen oder mehrere Schüler zu denen sie gehen werden."
„Dann kommt es ja wohl um einen mehr oder weniger nicht drauf an, oder?"
„Ich würde ja selbst gehen, aber ich glaube du bist der einzig richtige dafür."
Harry sah ihr tief in die Augen.
„Also ich weiß nicht."
„Bitte", erwiderte McGonagall schnell. Harry seufzte.
„Okay, ich kann es ja mal versuchen. Handelt es sich um eine Muggelfamilie?"
„Das kann man wohl sagen. Danke", antwortete McGonagall.
„Und?", fuhr Harry fort. McGonagall sah ihn fragend an.
„Die Adresse? Wo wohnt dieser Junge?" Harry nahm seine Feder zur Hand und kramte nach einem Notizblock.
„Oh", sagte McGonagall und zeigte auf die Schreibfeder, „die brauchst du nicht. Die Adresse ist dir gut bekannt." Harry stutzte.
„Der Junge, den du aufsuchen sollst, heißt Brandon. Brandon Dursley.

Im Louvre

Veröffentlicht am 11.11.2009 00:15:05 GMT+01:00
S.W. meint:
Klasse! Bin jetzt schon ganz gespannt wie es weiter geht! ^^

Veröffentlicht am 11.11.2009 11:54:50 GMT+01:00
PM meint:
hallo, bin sehr froh das es weitergeht und wie das wiedersehn von harry mit seinem cousin ausgehen wird. ist wieder alles super, aber vielleicht kann jemand prof. mcgonogall doch noch retten, denn es wär sehr schade wenn sie nicht mehr dabei wäre. lg pm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.11.2009 12:28:59 GMT+01:00
PM83 meint:
Eigentlich macht McGonagall nur den Anfang; Band 6 werden viele nicht überleben :(

Im Louvre

Es war Vormittag und Zoe und Stanislav wanderten gemütlich durch den Louvre. Stanislav erinnerte sich an seine alte Kunstlehrerin in der Grundschule, die immer von Leonardo da Vincis Kunst geschwärmt hatte und jetzt konnte er sie selbst betrachten. Zoe dagegen war alles andere als begeistert. Sie war die bewegten Bilder in Hogwarts so gewohnt, dass es nun komisch war auf Bilder zu blicken, die sich nicht bewegten. Sanft streichelte sie ihrem Freund über den Handrücken.
„Das musst du dir ansehen!" Stanislav zeigte auf ein prächtiges Marienbild. „Oder das hier!" Er sprang von einem Bild zum nächsten. „Und das!"
In seiner Euphorie merkte er gar nicht, wie sich Zoe offensichtlich langweilte. Bewundernd blieb er vor der Mona Lisa stehen.
„Sie wirkt so echt und ihr Lächeln... dieses berühmte Lächeln..."
„Was lächelt die dich so an?" herrschte Zoe plötzlich aufgebracht und baute sich zu Stanislavs Entsetzen vor dem Bild auf.
„Hör mal zu, du kleine Öltussi, ich hab schon mit ganz anderen Frauen um Stanislavs Aufmerksamkeit konkurriert, glaub ja nicht..." Sie hatte so laut gesprochen, dass einige der Besucher sie verwirrt anblickten. Stanislav zog sie mit sich fort in eine ruhige Ecke.
„Sag mal spinnst du?" herrschte er sie wütend an „Willst du unbedingt ins Irrenhaus? Oder noch schlimmer, willst du uns preisgeben?"
„Du... sie... du warst verzaubert von ihrem Lächeln", brachte Zoe hervor.
Stanislav holte tief Luft.
„Das Bild - und die Mona Lisa ist nur ein Bild - ist berühmt für dieses Lächeln. Ich hab's mir nur angesehen, ich bin nicht gut im Malen, noch nie gewesen und dafür bewundere ich Menschen die so etwas können umso mehr, und somit auch ihre Werke." Zoe verschränkte schmollend ihre Arme.
„Was ist los mit dir?"
„Ich weiß auch nicht, diese Bilder und das Museum - alles hier macht mich irgendwie nervös." Stanislav legte Zoe sanft einen Arm um die Schulter und führte sie einige Säle weiter.
Der Saal des Museums, in dem die Skulpturen standen, war dunkler als die anderen, und die Ausstellungsstücke verströmten hinter sauberen Glasscheiben einen sanften Glanz. Hier befanden sich weniger Besucher und Zoe war froh mit Stanislav nun relativ ungestört zu sein.
„Besser?", fragte Stanislav sie liebevoll. Sie beantwortete die Frage mit einem Kuss. Plötzlich erregte eine Bewegung am anderen Ende des Saales ihre Aufmerksamkeit. Sie spähte durch eine der Glasvitrinen. Ihr stockte der Atem.
„Was ist?", fragte Stanislav. Zoe ging hinter der Vitrine in die Hocke und zog ihren Freund mit sich in die Knie.
„Da ist er wieder. Der selbe Mann, der mir schon bei meiner Ankunft hier aufgefallen ist. Du erinnerst dich? Ich hab dir davon erzählt." Stanislav nickte. Er drehte sich um.
„Wo?" Zoe zeigte geradeaus, doch da war niemand mehr zu sehen. Verwirrt sah Zoe sich um.
„Er muss wieder raus gegangen sein."
„Zoe so geht das schon die ganze Zeit. Ständig hast du das Gefühl, dass uns jemand verfolgt oder beobachtet. Was ist dein Problem?", meinte Stanislav besorgt.
„Glaubst du mir nicht?", zischte Zoe gekränkt.
„Doch, doch", erwiderte Stanislav schnell, „ich glaube nur, dass..."
„Dass ich mir das alles nur einbilde?", fuhr sie ihn an. „Das ist es doch was du denkst? Gestern auch, der Schatten, alles Einbildung. Vielleicht bin ich ja paranoid? Eine schöne Freundin hast du dir da ausgesucht."
„Zoe", unterbrach Stanislav.
„Nein", herrschte sie ihn an. Sie wandte sich von ihm ab und lief in einen weiteren Saal. Stanislav folgte ihr, doch die Schritte, die sie eben noch hinter sich hörte, erstarben abrupt. Sie drehte sich um und erblickte in der Menschenmenge statt Stanislav erneut den fremden Mann. Sie schluckte. Verzweifelt sah sie sich um und entdeckte rechts neben sich einen dunklen Durchgang. Davor war ein Seil gespannt. Auf dem daran befestigten Schild stand in mehreren Sprachen:

Renovierungsarbeiten. Durchgang gesperrt

Zoe ignorierte das Schild, duckte sich unter dem Seil hindurch und verschwand um die Ecke. Starr an die Wand gedrückt, wartete sie darauf, ob der Mann näher kommen würde. Nichts geschah. Sekunden verstrichen. Schließlich späte sie hinaus und erschrak fürchterlich.
„Hier steckst du. Ich habe dich schon überall gesucht." Stanislav schien erleichtert.
„Nun hast du mich ja gefunden", gluckste Zoe.
„Der Louvre war vielleicht doch keine so gute Idee. Lass uns gehen", sagte Stanislav ruhig. Zoe nickte. Kurz vor dem Absperrseil, erweckte etwas Stanislavs Aufmerksamkeit.
„Die ist ja schön", stellte er fest, und zeigte auf eine kleine Engelsfigur vor sich auf dem Boden.
„Sie kann nicht besonders wertvoll sein", erwiderte Zoe nüchtern. Stanislav lächelte.
„Wahrscheinlich nicht." Er bückte sich um sie aufzuheben. Kaum hatte er sie jedoch berührt, zog es ihn magisch hinein. Zoe klappte der Mund auf.
„Stanislav", rief sie und hielt sich an ihm fest, da stürzte auch sie in eine Strömung aus bunten Farben.

Doppeltes Nein

Veröffentlicht am 11.11.2009 21:09:07 GMT+01:00
S.W. meint:
Das vermutete ich bereits schon, dass es ein Ende geben wird und viele nicht überleben dürfen...
trotzdem ein :) Smile für Dich!
Denn Du bringst auch schon wieder die richtige Spannung rein!
Einfach toll!

Freu mich auf mehr! ^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.11.2009 11:01:53 GMT+01:00
PM83 meint:
Doppeltes Nein

„Nein", sagte Harry entschieden. McGonagall sah ihn traurig an. Sie wusste, dass es schwierig werden würde, aber so schnell wollte sie nicht aufgeben.
Harry war nach dem Tod seiner Eltern zu den Dursleys gekommen, seinen einzigen noch lebenden Verwandten. Dort hatte er seine gesamte Kindheit verbracht und die war alles andere als schön. Onkel Vernon und Tante Petunia hatten ihn wie einen Aussätzigen behandelt. Für sie zählte nur ihr wahrer und einziger Sohn Dudley. Harrys Cousin und dessen Freunde hänselten ihn wo immer sie nur konnten. Erst in Hogwarts änderte sich für ihn alles und er fand Freunde und eine neue Familie.
„Mit diesen Leuten hab ich nichts mehr zu tun", sagte Harry.
„Aber damit verwärst du einem möglicherweise sehr begabten Jungen die Chance Zauberer zu werden", erwiderte McGonagall.
„Wieso ich? Ich bin bestimmt der letzte, den sie sehen wollen oder der zu ihnen durchdringen kann. Und ihre Einstellung Zauberei gegenüber, werde ich nicht ändern können. Wahrscheinlich will Vernon, dass Brandon nach Smeltings oder eine andere private Internatschule geht."
„Es geht nicht darum was dein Onkel will, er ist nicht Brandons Vater und ihn musst du nicht überzeugen. Soweit ich weiß, hat sich nach dem Dementorenangriff Dudleys Einstellung, dir und der Zauberei gegenüber, grundlegend verändert."
„Das ist über zwanzig Jahre her."
„Na und?", gluckste McGonagall. „Und seine Frau Elisabeth soll auch ganz anders drauf sein."
„Du scheinst dich ja gut informiert zu haben", erwiderte Harry und fuhr fort: „Dann weißt du auch, dass wir sie vor einigen Jahren besucht haben?" McGonagall nickte. Harry reagierte nicht überrascht.
„Es endete in einem Desaster und mit einem Rauswurf. Nein, diese Familie ist für mich gestorben."
„Okay", sagte McGonagall plötzlich. Harry stutzte.
„Ich hatte so gehofft, dich überreden zu können, aber da beiße ich wohl auf Granit", fuhr McGonagall fort. „Brandon tut mir jetzt schon leid, und seine Schwester auch; denn ja, auch sie ist eine Hexe." Harry schluckte.
„Aber was solls. Die Kinder werden sich in Smeltings bestimmt wohl fühlen. Werden dort den Schülern nicht soziale Kompetenzen beigebracht?" Sie wandte sich abrupt ab.
„Ich geh dann mal wieder." McGonagall öffnete die Tür.
„Warte", rief Harry. Ohne die Hand von der Türschnalle zu nehmen hielt McGonagall in ihrer Bewegung inne.
„Ich werde es mir überlegen." McGonagall fuhr herum und lächelte Harry an.
„Danke, ich wusste, dass du..."
„Ich sagte überlegen. In Ordnung?", unterbrach Harry sie. McGonagall zwinkerte ihm zu.
„Aber natürlich."
Ein ohrenbetäubender Krach unterbrach ihr Gespräch.
„Was war das?", fragte McGonagall sofort.
„Ich habe keine Ahnung", stotterte Harry, da sah McGonagall vom Fenster aus eine Gruppe von Auroren auf das Haus zustürmen.
„Wer sind die?", fragte sie besorgt.
„Das sind meine Männer, die meisten davon sind zum Schutz der Kinder abgestellt."
„Warum verlassen sie dann ihre Position?", fragte McGonagall.
„Irgendetwas scheint nicht zu stimmen."
Ein Falke bat um Einlass durch das Fenster. Harry öffnete es sofort und der Vogel flatterte aufgebracht herein. Augenblicklich nahm er die Gestalt von Teddy, Harrys Patensohn, an. Er war eben erst Auror geworden und rang nach Luft.
„Es ist etwas furchtbares passiert, Harry", japste er.
„Was?", fragten er und McGonagall wie aus einem Mund.
„Krum und Jackson - sie wurden entführt", antwortete Teddy immer noch außer Atem. McGonagalls Farbe entwich aus ihrem Gesicht. Sie starrte zu Harry.
„Ich dachte, das ist unmöglich. Du sagtest sie seien absolut sicher."
„So ist es auch. Das kann überhaupt nicht sein", erwiderte Harry. „Was ist passiert?" Teddy erläuterte es ihm in kurzen Sätzen.
„Das Museum wurde doppelt und dreifach durchsucht. Nichts. Keine Spur von den Beiden. Wir müssen davon ausgehen, dass es das Werk von Lestrange ist."
„Warum hab ich das gewusst?", schrie McGonagall zornig. „Die Sache war zu gefährlich. Aber mir wollte, ja niemand glauben." Sie richtete sich an Harry.
„Harry, du weißt, dass sie die beiden töten wird, wenn sie erst mal die Steine hat. Ist dir das klar? Weißt du was das bedeutet? Und wenn hundert Auroren auf sie aufgepasst hätten, es war zu gefährlich. Es war völlig inakzeptabel. HARRY!" Sie schluckte schwer.
"Das ist mir DURCHAUS bewusst", schrie Harry nun, „aber Shacklebolt wusste es ja besser."
„Wir hätten es ihm ausreden müssen", fuhr McGonagall fort.
„Das haben wir doch versucht - haben wir doch", erwiderte Harry. McGonagall biss die Zähne zusammen.
„Wenn Mr. Krum und Ms. Jackson sterben, dann...", sie riss die Augen auf.
„Was?", erwiderte Harry. McGonagall zeigte auf die halb offene Bürotüre. Im Türrahmen stand Albus und starrte sie fassungslos an.

Gefangene

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2009 16:10:21 GMT+01:00
Tiger meint:
was heißt mcgonagall macht nur den anfang, und ist teil 6 schon der letzte band oder kommt noch einer?

auf jeden fall hoff ich, dass es bald weiter geht. ist wieder echt spannend

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2009 18:44:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.11.2009 18:52:21 GMT+01:00
PM83 meint:
Band 6 ist der vorletzte Band; und nach Band 7 ist entgültig Schluss mit Harry Potter; dann möchte ich meine eigenen Bücher schreiben, hab das bisher noch nie gemacht und wollte mich mit HP eigentlich nur etwas "einschreiben." Mit der Zeit fällt es einem wirklich leichter zu schreiben - und es macht riesig Spaß.
Schaff ich es die Reihe zu beenden, dann werden wie schon gesagt viele nicht überleben. Momentan sogar vier der sechs Hauptprotagonisten

Gefangene

„Ich kann überhaupt nichts sehen", rief Stanislav.
„Ich doch auch nicht." Zoe umfasste sein Handgelenk, um ihn nicht zu verlieren. „Wo sind wir hier? Was ist passiert?"
„Die Skulptur muss ein Portschlüssel gewesen sein", stellte Stanislav logisch fest.
„Ja, aber was hat ein Portschlüssel im Louvre zu suchen?"
„Gute Frage."
„Und gut, dass unsere Zauberstäbe sicher in unserem Hotel liegen", erwiderte Zoe schnippisch. „Wir hätten sie ohnehin nicht einsetzen dürfen. Das Zaubern ist in den Ferien für Schüler verboten."
„Doch nicht wenn es sich um eine Notsituation handelt."
„Das wissen wir doch noch gar nicht, vielleicht ist alles halb so schlimm", beruhigte Stanislav sie. „Wir müssen zuallererst herausfinden wo wir hier überhaupt sind."
„Gut nur zu! Aber ich bewege mich keinen Schritt ohne zu sehen wohin er mich führt. Ich kann ja noch nicht mal die Hand vor den Augen erkennen."
„Wir tasten uns einfach immer weiter vor", erwiderte Stanislav.
„Tolle Idee - und dann plumps", zischte Zoe. Plötzlich hörten die beiden ein Geräusch. Es klang wie das öffnen einer Tür.
„Hallo ist hier jemand?", rief Stanislav sofort.
„Hier sind wir", schrie Zoe. Schritte wurden lauter. Erneut wurde ein Tür geöffnet. Dann noch eine.
„Hallo, hier." Zum vierten Mal öffnete sich eine Tür und schwaches Licht schien in den Raum in dem sich Zoe und Stanislav befanden. Er war klein, nicht größer als ein Zimmer. Weiße Wände, eine niedrige Decke und nicht das geringste Mobiliar. Jemand trat in den Lichtkegel.
„Hier, Gott sei dank", rief Zoe, sprang auf, doch Stanislav hielt sie zurück. Seine Euphorie hielt sich in Grenzen - und er tat gut daran.
„Schön, schön, es wird meine Herrin freuen, dass ihr endlich hier seid", säuselte die fremde Person, die in der Tür stehen geblieben war. Eine kleine, rundliche Gestalt. Durch die gebeugte Haltung schien sie nicht größer als einen Meter zu sein.
„Wir?", brachte Zoe hervor. „Was wollen Sie von uns?"
Die Person kam nun doch näher. Langsam schlurfte sie herbei. Kleine, blasse, ausdruckslose Augen starrten auf Stanislav und Zoe.
„Ich, gar nichts, aber meine Herrin wünscht euch zu sehen", antwortete der Bucklige und präsentierte dabei seine verfaulten Zähne.
„Wer ist eure Herrin? Was will sie von uns?", stakste Zoe. Der Mann lachte.
„Alles zu seiner Zeit", krächzte er. „Alles zu seiner Zeit."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2009 18:44:44 GMT+01:00
PM83 meint:
Kein guter Plan

„Wir sind was?", schrien Jacob und Scorpius beinahe gleichzeitig. Albus sah seinen Vater verständnislos an.
„Es war nicht seine Idee", verteidigte McGonagall Harry.
„Ich habe Shacklebolt mehr als einmal versucht, die Sache auszureden", meinte Harry, „einzig die Aussicht, dass er recht haben könnte und wir auf diese Art und Weise an die Lestrange herankommen, ließ mich schwach werden."
„Aber uns als Köder zu benutzen - das ist vom Zaubereiminister unverantwortlich", erwiderte Scorpius. Harry hatte ihnen alles erzählt.
Vemtrix Lestrange, eine schwarzmagische Hexe, die aus Askaban, dem Zaubereigefängnis, geflohen war und höchstwahrscheinlich die Tochter von Lord Voldemort ist, war vor kurzem unbefugt ins Ministerium eingedrungen um dort die vier magischen Steine der Gründer zu stehlen. McGonagall wusste, dass sie schon früher hinter den Steinen her war, und nun, um Lestrange hervorzulocken, gab Shacklebold die Steine ihren Findern zurück. Und zwar Scorpius, Jacob, Stanislav und Zoe. Er wusste, dass Lestrange früher oder später versuchen würde, sie zu beschaffen. Da Dutzende Auroren für die Kinder abgestellt wurden, sollte ihr das aber nie gelingen und bei dem Versuch sie ihnen wegzunehmen würde sie dann geschnappt werden. Soweit zumindest sein Plan.
„Wir wurden rund um die Uhr bewacht?", fragte Jacob nun.
„Das werdet ihr immer noch", sagte Harry ruhig. Scorpius blickte zu seinen Freunden. Albus schluckte.
„Was ist mit unserer Privatsphäre?", fragte Scorpius schockiert.
„Meine Männer bewahren darüber absolutes Stillschweigen", beruhigte sie Harry. „Nicht mal mir erzählen sie was mein Sohn oder ihr so treibt." Scorpius blinzelte zu Albus. Er schüttelte verwirrt den Kopf.
„Und trotzdem ist es Lestrange gelungen Stanislav und Zoe zu entführen."
„Wir wissen nicht ob es Lestranges Werk war. Wir wissen nur, dass sie weg sind, spurlos verschwunden", mischte sich Teddy plötzlich ein.
„Natürlich, wer sonst? Wenn sie sie nun umbringt", flennte Albus. Harry beruhigte ihn.
„Ich muss sofort ins Ministerium - allerdings...", er blickte auf die Kinder, „ich möchte euch jetzt ungern allein lassen."
Teddy sah Harry fragend an.
„Lestrange wird doch wohl nicht so dreist sein und jetzt versuchen..."
„... auch an unsere Steine zu kommen?", beendete Scorpius den Satz.
„Ich bleibe bei ihnen", sagte McGonagall, „Harry, schick uns ein Hochaufgebot an..."
„Wir haben keine Angst vor der Lestrange", unterbrach Albus seine Direktorin, „soll sie nur kommen." Harry sah seinen Sohn überrascht an.
„Und wir werden herausfinden, wo Stanislav und Zoe sind", erwiderte Scorpius und zog Jacob mit sich mit.
„Auf keinen Fall. Ihr geht nirgendwohin", sagte Harry barsch.
„Das haben wir auch nicht vor", erwiderte Jacob.
„Wir wollten nur ein kleines Nickerchen machen", fuhr Scorpius fort.
„Schlafen? Ihr wollt jetzt schlafen gehen?", fragte Teddy ungläubig. „Ihr solltet besser..."
„Lass mal", fuhr McGonagall ihm ins Wort. Sie nickte den Jungs wissentlich zu.
„Das ist doch eine hervorragende Idee."

Zwei von Vier

Veröffentlicht am 17.11.2009 10:35:47 GMT+01:00
S.W. meint:
Du schreibst wirklich gut!

Spann uns nicht so auf die Folter!
Meeeeeeeehr!!!!!
=)

Veröffentlicht am 17.11.2009 12:41:07 GMT+01:00
PM meint:
hallo pm 83, es ist wirklich wieder sehr, sehr spannend. ich hoffe du schreibst auch zuende nicht wie viele andere die dann sagen das sie keine lust mehr haben und ihr eigenes buch schreiben wollen, das ist natürlich verständlich, aber für die vielen treuen leser ist es wirklich immer sehr schade wenn es heißt keine lust mehr. vielleicht ist es ja bei dir anders und du stellst dein eigenes buch auch ins netz. ich glaube du wirst bei denem stil sehr viele anhänger haben. ab jetzt freue ich mich erstmal auf mehr. viele liebe grüsse pm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.11.2009 18:04:56 GMT+01:00
PM83 meint:
Danke SW und PM
zwischendurch hab ich schon mal ans aufhören gedacht, aber jetzt bin ich gewillt ein anständiges Ende zu verfassen
LG

Zwei von Vier

„Überraschung", krächzte Vemtrix Lestrange und lachte boshaft. Die Hexe hatte sich vor Stanislav und Zoe aufgebaut und grinste sie an.
„Sie? Was wollen Sie?", schnaubte Stanislav.
„Kannst du dir das nicht denken, du Lümmel?" Sie schnalzte mit der Zunge, dann streckte sie ihnen ihren rechten Arm, die Handfläche nach oben, entgegen."
„Die Steine bitte." Zoe rührte sich nicht von der Stelle. Rote Augen funkelten sie an.
„Na wird's bald."
„Wir haben sie nicht bei uns", stotterte Stanislav.
„Dass ich nicht lache, pah, wer bin ich denn, dass ihr mich für dumm verkaufen wollt." Sie richtetet sich zu ihrer vollen Größe auf.
„SOFORT!", herrschte sie die beiden an. Zoe klammerte sich an Stanislav.
„Nimm ihn und verschwinde." Sie versuchte stark zu sein, doch das Zittern in ihrer Stimme verriet das Gegenteil. Behutsam legte sie den gelben Stein in die kalte Hand der Hexe.
„Zoe, nicht", flüsterte Stanislav.
„Deinen auch du Bengel", zischte Lestrange. Stanislav schluckte.
„Tu was sie sagt", stammelte Zoe.
„Hör besser auf sie, wenn dir dein Leben lieb ist", lachte Lestrange.
„Sie wird uns ohnehin töten", stakste Stanislav.
„Soso, hört ihn sich einer an." Lestrange Lachen hallte an den kahlen Wänden des Raumes wider.
„Wenn es das ist, was du glaubst." Sie zielte gefährlich mit ihrem Zauberstab auf den Jungen.
„Stani bitte!", flehte Zoe. Stanislav blinzele zu seiner Freundin.
„Okay, in Ordnung. Hier haben sie Ihren blöden Stein." Er warf ihr den blauen Stein vor die Füße.
„Zwei von Vier", lachte Lestrange und bückte sich sofort, um ihn aufzuheben, was Stanislav nutzte, um sie mit einem kräftigen Tritt zu Boden zu stoßen. Sie landete hart auf den Rücken.
„Nichts wie weg", schrie Stanislav und zog Zoe an der Hand zur halb geöffneten Tür. Kaum waren die beiden hindurch, gab Stanislav der Tür einen Schubs und sie fiel geräuschvoll ins Schloss. Für Zoe ging alles wahnsinnig schnell.
„Und jetzt?", fragte sie erschrocken. Sie standen sich einer weiteren Tür gegenüber.
„Offen", stellte Stanislav erleichtert fest.
Sie liefen einen schmalen Gang entlang. Zwei weitere Türen erwiesen sich als unversperrt und schließlich erreichten sie den Ausgang. Eine letzte knorrige Tür führte sie nach draußen. Zoe hielt sich die Hand vor die Augen, als sie in Sonnenlicht traten. Das Haus, das sie verlassen hatten, war eine kleine Blockhütte irgendwo mitten in einem Wald.
„Wir müssen Schutz zwischen den Bäumen suchen", sagte Stanislav schweratmend. Geräusche drangen aus dem Inneren der kleinen Hütte.
„Schnell." Ohne sich umzudrehen liefen sie in den Wald. Tiefer und tiefer, bis es um sie herum sehr dunkel wurde, sei es weil die Sonne untergegangen war, oder, weil die Bäume so hoch in den Himmel ragten und ihnen das Sonnenlicht nahm.
„Irgendeine Ahnung wo wir hier sind?", fragte Zoe. Stanislav schüttelte den Kopf.
„Wenn wir nur irgendeinen Anhaltspunkt hätten. Aber nein. Ich weiß ja nicht mal ob wir noch in Europa sind." Er stampfte wütend auf die Erde.
„Die schönen Pflanzen können jedenfalls nichts dafür", sagte Zoe plötzlich und zeigte auf den Boden auf den Stanislav herumtrampelte. Stanislav lächelte sie an.
„Du bist genial."
Zoe zeigte mit dem Finger auf sich.
„Das ist eine Planta insolitus perrarus", lachte Stanislav.
„Das hab ich mir fast gedacht", erwiderte Zoe, „nein ehrlich seit wann kennst du dich so gut mit Pflanzen aus?"
„Die hat uns Professor Longbottom gezeigt, sie ist sehr selten. Sogar sehr sehr selten."
„Tja, dann ist es wirklich schade, dass du sie kaputt gemacht hast."
„Zoe, diese Pflanze wächst nur im verbotenem Wald - sonst nirgends."
„Ehrlich?" Zoe kapierte. „Das heißt wir sind in der Nähe von Hogwarts."
„Könnte man so sagen", antwortete Stanislav.
„Der Wald ist trotzdem riesig", seufzte Zoe, „und voller Gefahren, voller gefährlicher Tiere, die womöglich nur darauf warten, dass..."
„Zoe, Zoe, Schatz, alles wird gut, das versprech ich dir, hörst du, das verspreche ich."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.11.2009 18:06:15 GMT+01:00
PM83 meint:
Ein volles Haus

Ginny erkannte ihr eigenes Heim nicht wieder. Als sie nach Hause gekommen war, wäre sie beinahe in Ohnmacht gefallen.
„Wieder alles okay?", fragte sie McGonagall besorgt und stellte eine heiße Tasse Tee vor ihr auf den Tisch. Ginny nickte.
„Harry hat mir nicht gesagt, dass es so viele sind, so viele Auroren, die auf die Kinder acht geben." Das Wohnzimmer, die Eingangshalle, die Küche; das Haus war voll von ihnen.
„Ich denke er hat aufgrund der jüngsten Ereignisse, noch einige mehr hergeschickt", erwiderte McGonagall.
„Ich kenne die Hälfte davon noch nicht mal bei ihrem Namen und jetzt sind sie einfach so in unserem Haus." Sie seufzte. „Nur gut, dass die Zwillinge oben bei Tricky sind und von dem Besuch hier unten noch nichts mitbekommen haben, und...", fuhr sie fort, „gut dass James bei Joe und Lily bei Hugo ist."
„Ja", sagte Professor McGonagall, „es wird alles gut, dessen bin ich mir ganz sicher." Ein leises puff erregte ihre Aufmerksamkeit. Ginny und McGonagall fuhren erschrocken herum, als aus dem Kamin vor ihnen drei bekannte Gesichter auftauchten. Ron, Hermine und Rosie klopften sich den Ruß von ihren Kleidern.
„Wo sind sie?", fragte Rosie sofort.
„Als wir gehört haben was passiert ist...", erklärte Hermine.
„...haben wir uns sofort auf den Weg gemacht", fuhr Ron fort. Hermine zeigte auf ihre Tochter.
„Und Rosie hat uns belauscht."
„Ihr hättet mich doch nicht ernsthaft zu Hause gelassen. Ich muss sofort zu meinen Freunden."
„Sie schlafen", sagte McGonagall ruhig.
„Was? Oh schon klar." Rosie verstand sofort. „Ich werde leise sein." Im nächsten Augenblick war sie auch schon die Treppen hoch und verschwunden.
„Ist Harry im Ministerium?", fragte Ron nun. McGonagall nickte.
„Hoffentlich ist den beiden Kindern nichts passiert", meinte Hermine nachdenklich und ließ sich neben Ginny auf die Couch nieder.
„HeHeHallo", rief Ron plötzlich in die Küche, „die Kekse bleiben wo sie sind." Er schüttelte den Kopf. „Diese jungen Auroren werden immer dreister."
„Wie können Albus und die anderen jetzt eigentlich ans Schlafen denken?", fragte Hermine plötzlich.
„Oh ich glaube nicht, dass Albus schläft, aber hoffentlich Mr. Corday und Mr. Malfoy", sagte McGonagall. Sämtliche Augen waren plötzlich auf sie gerichtet. Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, das müsst ihr sie schon selber fragen. Nur soviel sie werden versuchen mit Mr. Krum und Ms. Jackson Kontakt aufzunehmen."
In diesem Moment flog die Eingangstüre mit einem ohrenbetäubenden Knall auf.
„SCHLAMMBLÜTER", krächzte Mrs. Black, die sich bisher außergewöhnlich ruhig gezeigt hatte. Doch an der Tür war niemand zu sehen. Teddy stürmte als erster nach vorne und späte ins Freie. Er blickte zurück zu seinen Freunden Kijani und Jude, die erst vor wenigen Minuten angekommen waren. Leise schloss er die Tür.
„Hier stimmt was nicht", meinte er. „Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht."

Mitteilung via Traum

Veröffentlicht am 17.11.2009 18:39:28 GMT+01:00
PM meint:
hallo pm 83, es schaudert mich das zu lesen, aber es ist so spannend das ich gar nicht aufhören mag, weiter so!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
achso, schön das du weiterschreibst und uns nicht im regen stehen läßt.
Auch an all die anderen die lesen: ich bitte um ein positives feedback für pm 83, denn wir wollen ja alle weiter lesen
lieben gruß pm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2009 09:35:52 GMT+01:00
PM83 meint:
Mitteilung via Traum

Zoe und Stanislav brauchten eine geschlagene Stunde um endlich einzuschlafen. Im Traum tauchten plötzlich ihre Freunde auf.
„Ihr lebt", rief Scorpius und umarmte Stanislav freundschaftlich. Zoe war überglücklich ihre beiden Freunde zu sehen. Auch wenn es nur ein Traum war, so konnten sie sich nun doch untereinander austauschen. Auf dieses Phänomen waren sie im vergangenem Jahr gestoßen und es musste wohl mit den Steinen zu tun haben. Selbst McGonagall war von den Traumtreffen fasziniert.
„Ihr habt ganz schön lange auf euch warten lassen", stöhnte Jacob.
„Ich konnte nicht eher einschlafen", rechtfertigte sich Zoe, „und ich bin überrascht, dass ich es bei der Nässe überhaupt geschafft habe."
„Dass wir es geschafft haben", ergänzte Stanislav. „holt uns hier raus."
„Sagt uns wo ihr seid", erwiderte Scorpius.
„Irgendwo im verbotenem Wald - mehr wissen wir selbst nicht", stammelte Stanislav.
„Der Wald ist riesig", erwiderte Jacob.
„Aber wir werden euch finden", versicherte ihnen Scorpius.
„Was ist jetzt eigentlich passiert?", wollte Jacob wissen.
„Lestrange", antworteten Zoe und Stanislav zeitgleich. „Sie hat unsere Steine."
„WAS?", schrie Scorpius.
„Ihr müsst aufpassen, dass sie nicht auch eure kriegt. Sie sagte zwei von vier. Wer weiß was sie mit allen vier Steinen vor hat", erwiderte Stanislav.
„Keine Sorge wir sind bestens geschützt", versicherte ihnen Jacob.
„Jetzt kümmern wir uns erstmal um euch", fuhr Scorpius fort.
„Und wenn wir den gesamten Wald durchkämmen müssen - mit Albus dürfte das kein Problem sein." Zoe lächelte, denn für Albus, oder besser gesagt seiner Animagusgestalt, war das wirklich kein Problem.
„Also sehen wir uns bald?", meinte Stanislav.
„Sehr bald, bis gleich."
Die Gesichter von Jacob und Scorpius verblassten beinahe gleichzeitig.
„Danke", rief Zoe, ehe auch Stanislav und sie in den finsteren und kalten Wald zurückkehrten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2009 09:36:45 GMT+01:00
PM83 meint:
Auf eigene Faust

McGonagall wanderte von einem Gesicht zum anderen.
„Wo steckt Albus?", fragte sie Jacob, Rosie und Scorpius abwechselnd. Jacob hielt Rosie, die eben erst zu ihnen gestoßen war, fest im Arm. Sie alle schwiegen. Scorpius schüttelte nur leicht den Kopf.
„Er wird gleich wieder hier sein", beruhigte er die Professorin.
„Das ist unverantwortlich von euch. Es ist unverantwortlich von Albus - einfach zu apparieren."
„Aber er ist der einzige der Zoe und Stanislav finden kann", meinte Scorpius.
„Ach ja und wie?" McGonagall war außer sich vor Wut.
„Er hat Möglichkeiten, von denen andere nur träumen können", sagte Jacob. Rosie schmiegte sich fester an ihren Freund.
„Er ist immer noch ein Kind", schrie McGonagall nun.
„Also darüber lässt sich streiten", erwiderte Scorpius lächelnd. McGonagall schnaubte.
„Ginny läuft im Kreis und bald wird Harry zurückkommen, ich glaube nicht, dass er so ruhig bleiben wird, wie ich - und wenn er euch Veritaserum trinken lässt, er wird nicht eher ruhen bis er weiß wo sein Sohn ist, also sagt mir lieber gleich die Wahrheit."
„Mr. Potter ist wieder hier", hörten sie vor der Tür einen Auroren zu einem anderen sagen.
„Wenn man vom Teufel spricht", meinte Jacob.
„Jacob!", zischte Rosie. McGonagall sah ihn entrüstet an.
„Sagt man doch nur so", entschuldigte er sich sofort.
„Ihr bleibt stur?", fragte McGonagall plötzlich. Die drei nickten. Sie schüttelte enttäuscht den Kopf. Als sie die Tür öffnete kam ihr Ginny entgegen.
„Und?", fragte sie hoffnungsvoll." Ginny hatte bereits zuvor über eine halbe Stunde auf die Kinder eingeredet.
„Nichts", antwortete McGonagall. Ginny blitze die Kinder an.
„Mitkommen!", zischte sie. Jacob schluckte unüberhörbar - oder war es doch Scorpius. McGonagall machte ihnen Platz und sie folgten Ginny die Treppen nach unten. Harry war gerade in einem Gespräch mit Ron vertieft, da erblickte er seine Frau. Er brach mitten im Gespräch ab, als er ihren besorgten Gesichtsausdruck bemerkte.
„Was ist passiert?", stakste Harry sofort.
„Die drei hier haben dir glaube ich etwas mitzuteilen", meinte Ginny und zeigte auf Scorpius, Jacob und Rosie. Die Kinder zuckten zusammen, doch im selben Moment flog die Eingangstür mit einem ohrenbetäubenden Knall auf. Dichter Rauch drang in das Haus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2009 09:37:11 GMT+01:00
PM83 meint:
Rettung in letzter Sekunde

Zoe lag zusammengekuschelt neben Stanislav auf der kalten Erde irgendwo mitten im verbotenem Wald.
„Du frierst ja noch immer", meinte Stanislav fürsorglich.
„Ach wo", entgegnete Zoe, „wie könnte mir in deiner Nähe kalt sein." Stanislav streichelte ihr die Haare zurück.
„Albus wird bestimmt bald hier sein", fuhr er fort, da hörten sie aus dem Dunkel des Waldes ein dumpfes Geräusch. Zoe zuckte zusammen. Zweige und Äste zerbrachen und ein schriller Pfiff gellte durch die Nacht.
„Was war das?", fragte sie erschrocken.
„Wahrscheinlich nur ein harmloses Tier", beruhigte Stanislav sie.
„Die Tiere hier sind alles andere als harmlos", erwiderte Zoe.
„Ja aber du bist mit mir hier und ich verstehe ihre Sprache, keine Angst."
„Vielleicht war es ja Albus, der nach uns pfeift", meinte Zoe hoffnungsfroh.
„Ich glaube nicht, dass Albus so töricht ist." Erneut hörten sie einen unheimlichen Pfiff, der an den dicken Ästen der Bäume widerhallte.
„Es kommt näher", stellte Zoe besorgniserregend fest.
„Wie kommst du darauf?", fragte Stanislav seine Freundin.
„Glaub mir, ich weiß es." Plötzlich tauchten zwei blutrote Augen vor ihnen auf. Gefräßig blitzten sie die beiden an. Das Pfeifen glich nun mehr einem Zischen und Stanislav sprang vor Zoe.
„Nein", schrie er, „nimm mich!" Zoe schluckte.
„Was soll das?", stakste sie.
„Ihm dürstet nach deinem Blut", stammelte Stanislav.
„Wer?", stotterte Zoe. Die leuchtende Augen kamen näher.
„Ich weiß nicht mit was für einer Kreatur wir es hier zu tun haben, aber..."
Das Tier stand plötzlich direkt vor ihnen. Stanislav griff nach einem Ast. Zoe starrte auf den gigantischen Kopf der Bestie. Dichtes Fell verdeckte beinahe seinen gesamten Schädel und nur die Augen, glühend rote Augen, und eine Reihe scharfer, spitzer Zähne waren zu erkennen.
„NEIN", schrie Stanislav abermals. Er schlug mit einem Stock auf das Tier ein. Panik übermannte Zoe und versuchte Stanislav zu helfen, doch ihr Freund schubste sie unsanft zurück.
„Hau ab!", brüllte er Zoe an. Sie schüttete den Kopf während Stanislav rückwärts mit dem Hinterkopf gegen einen Baumstamm prallte. Das Tier setzte zum Sprung an, als es plötzlich in der Bewegung innehielt. Es fuhr erschrocken herum, dann trabte es so schnell wie möglich in die Dunkelheit zurück, aus der es gekommen war. Stanislav ging schweratmend zu Boden. Zoe beugte sich über ihn.
„Was ist passiert?", stammelte sie. Stanislav zeigte mit dem Finger auf eine Stelle hinter ihren Rücken. Dort verwandelte sich eben ein riesengroßer Leopard in Albus.

Der Angriff

Veröffentlicht am 21.11.2009 22:02:34 GMT+01:00
S.W. meint:
Hut ab....
einfach spannend!

und danke, dass Du dieses hier noch zu Ende schreiben willst!
Freu mich echt auf mehr! =)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2009 09:23:53 GMT+01:00
PM83 meint:
Der Angriff

Gefährliche Blitze zuckten über dem Haus der Potters, am Grimmauldplatz Nr.12. Dutzende Auroren lieferten sich einen erbitternden Kampf mit den Eindringlingen, die plötzlich in das Haus gestürmt waren. Harry hatte einen Schutzbann um die Kinder errichtet und entwaffnete eben einen der Unbekannten, als ihn unerwartet ein Fluch in die Knie zwang. Teddy, Kijani und Jude schleuderten beinahe gleichzeitig einen Fluch auf den Angreifer der schmerzverzerrt aufschrie. Ihre gebündelte Zauberkraft erschütterte den Erdboden. McGonagall war außer sich. Sie suchte immer noch den Weg aus der Küche, in der es wie verrückt qualmte. Plötzlich stieß sie sich ihr Bein an etwas hartem. Es war eines der Holzbeine des schweren Mahagonitisches. Zornig ließ sie den Küchentisch verschwinden und schob die Stühle zur Seite.
„Minerva hier", riefen Hermine und Ginny, wie aus einem Mund. McGonagall erkannte sie und winkte ihnen zu, da brachen mehrere Flüche auf die beiden Freundinnen ein und McGonagall musste sich ducken. Schnell sah sie dorthin, wo Ginny und Hermine gestanden hatten. Sie standen immer noch da, allerdings umgeben von Holzsplittern. Anscheinend hatte jemand den Tisch wieder herbei gezaubert, um sie zu schützen.
„Alles in Ordnung?", keuchte sie. Die beiden nickten.
„Wer tut so etwas?", schnaubte Hermine.
„Lestrange, wer sonst. Sie will die Steine", erwiderte Ginny.
„Wo stecken die Kinder dann überhaupt?", rief McGonagall.
„Harry hat sie geschützt", antwortete Ginny. Ein ohrenbetäubender Schrei ließ sie zusammenfahren.
„Das war Scorpius", meinte Hermine sofort. McGonagall sprang auf und hastete in die Richtung aus der der Schrei gekommen war. Sie traute ihren Augen nicht. Die Angreifer waren allesamt in schwarz gehüllte Gestalten - bis auf einer. Vemtrix Lestrange stand wenige Meter vor ihr. Sie grinste.
„Lange nicht gesehen, Frau Professor."
McGonagall stieß drohend den Zauberstab nach vorne.
„Na, na ,na", lachte Lestrange unbeeindruckt. Sämtliche Zauber prallten an ihr ab.
„Wir haben was wir wollen, Herrin", rief jemand hinter ihr. Lestrange atmete erfreut auf.
„Stupor", brüllte McGonagall. Lestrange lachte unbeeindruckt.
„Du kannst mich nicht besiegen."
„Avada Kedavra", rief plötzlich jemand hinter McGonagall.
„NEIN! Protego!", brüllte Lestrange und schützte so die Lehrerin vor dem tödlichen Lichtstrahl. Die Direktorin landete unsanft auf dem Boden. Verwirrt blickte eine dunkle Gestalt auf Lestrange.
„Warum haben Sie..."
„Schweig", zischte sie, „und jetzt nichts wie weg."
Das ganze Schauspiel dauerte keine fünf Minuten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2009 09:24:22 GMT+01:00
PM83 meint:
Wiedersehen

Zoe, die Arme vor der Brust verschränkt, wartete ungeduldig auf die Rückkehr von Albus. Er hatte sie als erste in der Nähe seines Zuhauses abgesetzt und war nun erneut appariert, um auch Stanislav zu holen. Für ihren Geschmack wartete sie nun schon etwas zu lange. Irgendwo in der Nähe musste ein Kampf stattfinden. Zoe konnte die hellen Lichtblitze von ihrem Standpunkt aus gut sehen.
„Zoe", rief jemand hinter ihr. Sie fuhr herum und atmete erleichtert auf.
„Da seid ihr ja endlich."
Stanislav lächelte sie liebevoll an.
„Was geht da unten vor?", rief Albus und deutete auf das grelle Licht.
„Das geht schon seit einigen Minuten so", murmelte Zoe. Albus blinzelte.
„Aber das ist genau über unserem Haus." Er schluckte.
„Was?", riefen Zoe und Stanislav aufgebracht. Die zwei sprinteten Albus hinterher, der sofort losgerannt war. Wenige Schritte vom Grimmauldplatz entfernt, wurden sie plötzlich von jemanden gepackt und unsanft zu Boden gestoßen.
„So, keinen Schritt weiter, oder..."
„Nicht, Marcus", rief eine bekannte Stimme. Es war Teddy.
„Das sind Albus und seine Freunde", klärte er den anderen Auroren auf.
„Teddy", rief Albus, „was ist hier los?" Teddy schüttelte den Kopf.
„Lestrange, sie war hier."
Zoe zuckte zusammen.
„Was?", sie musste sich verhört haben.
„Nein!" Albus fasste sich an die Stirn. „Was hat sie gewollt? Hat sie... ist irgendjemandem etwas..."
„Es sind alle wohlauf", beruhigte Teddy Albus, der wie ein Bruder für ihn war. In diesem Moment stoben die anderen aus dem Haus. Harry und Ginny, Rosies Eltern, eine Schar Unbekannter und schließlich Scorpius, Jacob und Rosie. Zoe bekreuzigte sich.
Gott sei dank, es war ihnen nichts passiert.

Nach einer gründlichen Dusche fühlte sich Zoe wie neu geboren. Sie saß mit Rosie, Jacob, Scorpius und Stanislav bequem auf Albus' Bett.
„Dann hat Lestrange jetzt also auch eure Steine", resümierte Stanislav. Scorpius und Jacob nickten.
„Was will sie nur damit? Niemand kann außer uns etwas damit anfangen", murmelte Zoe.
„Hoffentlich", meinte Rosie, aber ehrlich gesagt will ich es gar nicht wissen."
„Das war so dreist von ihr, hier einfach aufzutauchen. So viele Auroren und sie konnte euch trotzdem die Steine stehlen", stammelte Stanislav.
„Ich hoffe nur, sie erwischen sie noch", meinte Scorpius.
„Nie im Leben. Schade nur, dass Albus nicht da war. Er hätte der Lestrange das Fürchten gelernt", war sich Rosie sicher.
In diesem Moment kam Albus durch die Tür. Er tat erschöpft und ging auf sein Bett zu. Sofort machten ihm seine Freunde platz und Albus ließ sich lautlos hineinfallen. Das Bett knarrte und drohte unter dem erhöhten Gewicht einzubrechen. Jacob und Scorpius erhoben sich, doch Albus bedeutete ihnen sitzen zu bleiben.
„Wie ist es gelaufen?", fragte Scorpius ihn nun.
„Sie wollten wissen wie ich euch gefunden habe", antwortete Albus.
„Und was hast du gesagt?", fragte Jacob.
„Das selbe, dass ich damals sagte, als ich dich gefunden habe: Glück und so etwas wie Inspiration."
„Und das haben sie dir geglaubt?, fragte Rosie.
„Nein, aber ich werde ihnen bestimmt nicht verraten, dass ich ein Animagus bin und mich in einen Nundu verwandeln kann - dem gefährlichsten Tier der Welt."
Niemand versuchte ihm vom Gegenteil zu überzeugen, denn sie alle kannten Albus' Standpunkt. Zoe spielte nervös mit ihren Fingern.
„Ist was?", fragte Albus, der ihre Nervosität sofort bemerkte.
„Nun, ja ähm", stammelte sie, „meine Mum wird bald hier aufkreuzen und dann werde ich ihr einiges erklären müssen - aber das Schlimmste ist, sie wird mir verbieten mit Stanislav zurück nach Paris zu gehen, und na ja Stanislav und ich..."
„Wir haben uns da was überlegt", fiel ihr Stanislav ins Wort. „Könnten wir die Ferien über nicht bei euch verbringen?"
Albus lächelte.
„Ich dachte schon ihr fragt nie. Meine Eltern haben jedenfalls nichts gegen zwei weitere Gäste."
„Was, häm, wie?", stammelten Zoe und Stanislav. Scorpius grinste.
„Ich hab Mum schon vor zwei Wochen gefragt, da ich gehofft hatte ihr würdet hier bleiben", erklärte ihnen Albus.
„Das ist ja... ich weiß gar nicht was ich sagen soll..."
„...einfach super", erledigte Stanislav für sie die Sache.
„Dann sind wir endlich alle vereint", meinte Rosie.
„Ja und wenn wir das schon von Anfang an gewesen wären, dann hätte die Lestrange jetzt nicht unsere Steine", sagte Scorpius.
„Musst du uns daran erinnern?", zischte Zoe.
„Kein Wort mehr über diese Person. Soll sie doch mit den Steinen glücklich werden", lenkte Albus ein.
„Irgendwann schnappt sie dein Vater oder wer anderes bestimmt noch, und dann wars das mit ihr", bestätigte Scorpius ihn. In diesem Moment stürmten James, Joe, Fred und Savannah zur Tür herein, dicht gefolgt von Lily und Hugo.
„Was haben wir hier verpasst?", rief Albus' Bruder aufgebracht. Albus lachte.
„Wollt ihr die ganze Geschichte hören, oder nur die Kurzform?"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2009 09:25:19 GMT+01:00
PM83 meint:
Ein ernstes Problem

Minerva McGonagall saß unbehaglich in ihrem Lehnsessel und trank eine Tasse schwarzen Kaffee. Die Aufregung der letzten Tage hatte endlich etwas nachgelassen doch eine ernste Frage stellte sie sich nach wie vor.
Warum hatte Lestrange ihr das Leben gerettet? Was hatte sie nur davon?
McGonagall erhob sich und ging zum Fenster. Es war eine sternklare Vollmondnacht und die Straße war hell beleuchtet. Ein Auto kam mit quietschenden Reifen vor ihrem Haus zu stehen. McGonagall schüttelte den Kopf. Sie erwartete keinen Besuch und so fragte sie sich, wer der späte Gast wohl sei. Wenig später klopfte es an der Tür. McGonagall öffnete sie vorsichtig, eine Hand fest um ihren Zauberstab.
„Mr. Finnigan", sagte sie überrascht.
„Guten Abend, Professor", erwiderte der Kollege. Professor Finnigan unterrichtete in Hogwarts das Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste und war ein beliebter Lehrer. Er hatte McGonagall noch nie zuvor privat besucht."
„Was führt Sie so spät zu mir?", fragte McGonagall irritiert. „Noch dazu mit dem Auto."
„Gefällt es Ihnen?", erwiderte Finnigan. „Ist ein Volvo Amazon aus dem Jahre dreiundsechzig, hat nen 4-Zylinder-Viertakt-Motor und..."
McGonagall brachte ihn mit einer knappen Handbewegung zum Schweigen.
„Entschuldigung." Er schluckte.
„Schon in Ordnung. Also, was kann ich für Sie tun?"", fragte McGonagall nun.
„Ich habe eine Theorie und möchte sie mit Ihnen besprechen", antwortete Finnigan.
„Eine Theorie?" McGonagall betastete ihr zum Dutt hochgestecktes Haar und sah ihn fragend an.
„Es geht um die Lestrange", fuhr Finnigan fort. McGonagall zuckte zusammen.
„Was ist mit ihr?"
„Wissen Sie, dass ich heute noch Albträume wegen dieser Frau habe?"
McGonagall schüttelte den Kopf.
„Nein, das wusste ich nicht."
Professor Finnigan wurde vor einigen Jahren von Professor Lestrange in ein Medaillon gesperrt, damals war sie selbst noch Lehrerin gewesen. McGonagall lief es kalt den Rücken hinunter, als sie darüber nachdachte, dass diese Person damals Kinder unterrichtete.
„Während meiner Gefangenschaft musste ich viel ertragen", begann Finnigan nun, „vieles von damals habe ich vergessen aber vieles kehrt auch langsam wieder zurück."
„Was wollen Sie damit sagen?", fragte McGonagall schockiert.
„Lestrange war damals hinter dem Stein der Auferstehung her, der für viele nur ein Mythos ist, sie erinnern sich?"
„Natürlich", zischte McGonagall, „ich bin alt, aber noch nicht dement."
„Gut, wissen Sie was daraus geworden ist?"
McGonagall sah ihn skeptisch an.
„Warum wollen Sie das wissen?"
„Ich denke sie hat die vier Steine, die Steine, die sie den Kindern abgenommen hat, nicht für sich geklaut, nein, ich denke sie will sie für Voldemort. Wenn ich meinen Träumen Glauben schenken darf, dann braucht sie die Steine um Voldemort wiederzuerwecken. Das ist ihr Plan. Aber dafür braucht sie auch den Stein der Auferstehung."
McGonagall zuckte zusammen.
„Dann ist ja alles gut. Der Stein der Auferstehung wurde zerstört, nichts auf der Welt kann Voldemort zurückbringen", sagte sie zitternd.
„Dann bin ich ja beruhigt", meinte Finnigan, „vor allem wo doch kaum jemand etwas von der Existenz des Steines weiß."
„Und das ist auch gut so", erwiderte McGonagall schroff.
„Das wars auch schon, nun kann ich wieder beruhigt schlafen." Finnigan bedankte sich und verabschiedete sich von der Direktorin. Er war kaum aus der Tür, da ging McGonagall schweratmend in die Knie.
„Beruhige dich", sagte sie laut zu sich selbst. Der Stein der Auferstehung war doch zerstört - wozu machte sie sich also Sorgen. Sie blickte auf ein Foto an der Wand.
Das war er doch - oder?

Brandon Dursley

Veröffentlicht am 22.11.2009 23:50:13 GMT+01:00
S.W. meint:
Voldemort kehrt zurück???? Uiiiiii wie spannend in diese Richtung zu denken...

...und Harry geht zur Familie Dursley.... grins
bin total neugierig!

Spann uns nicht so auf die Folter... man könnte meinen die eigene Welt geht noch unter...
grins
=))))))
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