Dan Harrington und Bill Robertie haben auch in diesem zweiten Band ein ganzes Universum an Ideen eingebracht, ohne die man sich nicht in größere und teurere Turniere wagen sollte. Die vielen komplexen Konzepte, die hier angesprochen werden, haben immer auch ein bis fünf Beispiele im Schlepptau wenn man bedenkt, dass es mit dem dritten Band zusätzlich auch noch ein Arbeitsbuch nur mit Beispielen gibt, dann ist diese Serie sicherlich die praktischste Schule des Poker abseits vom Tisch.
Dabei gehen die Autoren systematisch vor, bauen die einzelnen Kapitel gut aufeinander auf, erklären auch noch mit Humor von der Kompetenz ganz zu schweigen. Das ist ein gutes Paket, zumal die Mathematik nicht gar so in den Vordergrund rückt, wie beim Kollegen Sklansky da ist der Anspruch an das Mitdenken des Lesers zwar immer noch vorhanden, aber eben nicht mehr gar so groß.
Für Turnierpoker im Bereich Texas Holdem No Limit gibt es nichts Besseres, eben weil die Harrington on Holdem-Serie sich auch ganz auf dieses Gebiet spezialisiert. Allerdings ist die Qualität dem Verlag offenbar auch bewusst, denn der Preis von annähernd dreißig Euro ist für ein Taschenbuch von 426 Seiten ziemlich offensiv gewählt. Da muss man schon eine wahre Leidenschaft fürs Pokern haben, sonst ist diese Investition vielleicht doch zu schmerzhaft.
Wer sein Pokern wirklich verbessern will, der braucht dieses Buch genauso wie die anderen beiden aus der Serie, hier geht kaum ein Weg dran vorbei.