harold pinter (*1930) ist nicht nur literat und theater-schriftsteller, er hat sich auch als film-regisseur ["The Servant" und "Remains of the Day", "Butley"] einen namen gemacht. ACCIDENT hatte mich einmal sehr beeindruckt. oft spielt der geschlechter-kampf in seinen zuweilen kryptischen arbeiten eine wesentliche rolle, man kann zuweilen sagen, er bekleidet einen feministischen blickwinkel. der psycho-analytiker otto kernberg sieht dabei eher die darstellung von perverser "liebe im dienste der aggression". einige der pinter-erzählungen fußen auf seinen erinnerungen an jene jungendlichen-gang, der er in früheren lebensjahren mit freude anhing im von jüdischen einwohnern gefärbten londoner east end. seit den 80er jahren wandte pinter sich verstärkt politischen themen zu. der biograf michael billington versucht in seiner mit akribie zusammengestellten recherche beziehungen zwischen lebenslauf und werk des künstlers herzustellen [besonders bei "The Birthday Party" und "Betrayal"]. pinters erste frau, die schauspielerin vivien merchant, wird einer genaueren betrachtung unterzogen. seine zweite frau, die geschichtswissenschaftlerin antonia fraser, - sie hat ihn wohl weniger gepiesakt ...