Ja, dieses Album ist kommerzieller als sein Vorgänger
Alive. Wartete dieses noch mit einer interessanten Mischung aus chinesischen Klängen und starken Triphop-Rhythmen auf, so geht dieses Album noch deutlich aggressiver vor: Vor der Wucht der pumpenden Drum&Bass-Unterlage bleibt einem kaum Zeit, die meiner Ansicht nach ziemlich spektakuläre Stimme Sa Dingdings zu genießen. Ihre leicht nasale und doch flexible Stimmkunst zeigt sie dann aber in "Pomegranate Woman".
Die ethnischen Elemente sind (leider) doch deutlich zurückgenommen, und die Professionalität des Producers de Vries macht das Album zwar durchgängiger als den Vorgänger, aber auch ein bisschen monotoner. Natürlich geht dies nicht soweit, dass man dieses Album als "seichtes Popgedudel" bezeichnen könnte - es ist immer noch wenig radiotauglich, und manche Stücke, wie "Xi Carnival", sind in ihrer einfachen Überdrehtheit fast schon wieder hypnotisch.
"Lucky Day" ist für meinen Geschmack ein Fehltritt, aber da einer meiner Hauptkritikpunkte des letzten Albums, die Kürze, dann doch abgestellt wurde, kann man dies leicht verzeihen.
Als Hörtipp empfehle ich "Hua" - ein perfektes, einfaches Liedchen, mit Gänsehautgarantie.
Das beiliegende Booklet enthält die Songtexte auf Englisch übersetzt.