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Produktinformation

  • Vinyl (22. August 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Rookie Records (Cargo Records)
  • ASIN: B001B6FYM6
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.251 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Harmonia
2. Leroi
3. 1000 Yard Stare
4. Bones
5. Too Many Stars
6. Troja
7. Dragon Lady
8. Scattergun
9. Jadis
10. Tropical Heat Wave
11. What's Next To The Moon

Produktbeschreibungen

fritz.de: Plattentip der Woche, August 2008

Es ist die zweite Scheibe der Indierock-Truppe Earthbend und für alle, die das erste Album der Band gefeiert haben, hier die gute Nachricht: denn „Harmonia“ überzeugt. Los geht’s mit dem zur Platte gleichnamigen Stück „Harmonia“, das fast zehn Minuten lang ist. Gleich mit dem ersten Track wird hier alles geklärt– rockiger Sound, gemischt mit chilligen und leicht psychodelischen Klängen, die zum Teil an die 70ziger Jahre erinnern. Es ist leicht zu erkennen, dass die Band auch von den Helden dieser Zeit Inspiration geschöpft hat, dennoch klingt nichts abgekupfert oder alt. Sänger André Kunze singt ganz nach seinem eigenen Stil und verleiht den rockigen Sounds der Band den letzten Schliff. Man kann sich zurücklehnen und den Sound der Band genießen oder aber auch einfach ausrasten. Das geht besonders gut bei dem Song „Too Many Stars“, der mit seiner Eigendynamik besticht und Lust macht mitzurufen „Too many stars, too many stars“. Insgesamt ist es ein sehr stimmiges zweites Album, das die Band aus Finsterwalde hier abgeliefert hat. Alle zehn Tracks ergeben ein gutes flüssiges Soundbild und zusammen ein gelungenes Album, da sich nicht nur gut hören lässt, sondern zu dem man sich auch hervorragend bewegen kann.

Ox Fanzine #79, August 2008

Man kann als Band entweder seine Helden aus den Siebzigern einfach nachspielen oder es machen wie EARTHBEND: Die Helden Helden sein lassen, sich von ihnen inspirieren lassen und aus den altbekannten Zutaten ein eigenes Süppchen kochen. Die Kreation des Dreiers aus Finsterwalde in Brandenburg mundet sogar ganz hervorragend. Neben der klassischen Rockinstrumentierung sorgt die retrorocktypische Orgel für zusätzliche Würze, imposant in Szene gesetzt im knapp zehnminütigen atemberaubenden Opener und Titelstück. Weiter geht es mit teils flotten, teils hymnischen Rocknummern, bei denen sich nur schwer ausmachen lässt, warum sie eigentlich so klassisch klingen: Die Gitarrenriffs sind nicht so dominant wie bei anderen Vertretern des Genres, Gitarrist André Kunze knödelt nicht – kurz: viele der genretypischen Zutaten fehlen. Auf der anderen Seite klingen die Songs nicht glatt genug, um als modern durchzugehen. Wie dem auch sei: Seventies-Rock muss nicht altbacken klingen. Das beweisen EARTHBEND mit einer großen Leistung: mit einem unprätentiösen und schwungvollen Album, das für einige Überraschungen gut ist. (8/10, Christian Meiners)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Harmonie ist eine Strategie 31. August 2008
Format:Audio CD
Harmonia ist ohne Frage eine phänomenale Platte, eine über die Gehörgänge injizierte Droge, der es gelingt, einen Sog zu erzeugen und den Hörer ganz für sich zu vereinnahmen. Schon der Titeltrack lässt einen hinabsinken, in immer tiefere Gefilde, analog dem eigenen Bewusstsein "million bubbles away". Nach einer zehnminütigen sphärischen
Tauchfahrt durch die Krautrockmoderne , holt uns eine kurze Akkordeonsequenz wieder an Land und es folgt das treibende Schauermärchen "Leroi". Das Stück fährt einem vor Schreck sofort in die Glieder, baut gekonnt Spannung auf, um in einem furiosen Finale zu kulminieren - Live sicherlich einer der Höhepunkte.
Weiter im Takt, mit vibrierendem Bass, geht es mit "1000 Yard Stare", einem Abgesang auf einen Möchtegern-Manager, der nur abgreifen will, ohne sich zu kümmern. Das Lied hat einen guten Flow, mit einem schmachtenden Gesang und zwei sehr hookigen Phrasen, die einem noch lange danach in den Ohren liegen. Das hypnotische "Bones", wenn man so will
die einzige Ballade, setzt die angeschlagene hohe Qualität nahtlos fort. Dem folgt die Schweinerocknummer und ausgekoppelte Single "Too many stars", mit original Bon Scott Zweitstimme. Hinten raus, im zweiten Teil finden sich meine persönlichen Lieblingssongs, die Blockbuster mit Namen "Dragon Lady" (Yoko Ono), "Scattergun" und "Tropical Heatwave" - alles Stücke, die richtig schön nach vorne gehen und jede Menge Hitpotenzial besitzen. Sicherlich eine der grossartigsten Platten der 2000er Jahre. Kaufen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Land des Krautrocks 26. August 2008
Von JON BON
Format:Audio CD
entsprungen hätten sie geografisch schon mal das Recht, ihre Musik "Krautrock" zu nennen, dennoch würde die etwas überzogene Betitelung höchstens die beiden Übersongs "BONES" sowie das Titelstück "HARMONIA" mit schlappen 9.43 min treffend würdigen, der Rest auf HARMONIA geht aber vom Indiediscobreitseitenfeuer "DRAGON LADY" über Thin Lizzy-Grooves auf "TROJA" hin zur Bluesrockhymne "TOO MANY STARS", die zur Zeit die deutschen Radios (zumindestens hier in Berlin/Brandenburg)HART spült!
Auffällig sind die riesigen Drumsounds, super Hooks und Gitarren.
Nochmal zurück zu BONES, dem Progwerk auf Harmonia: im Refrain die beste Basslinie seit Ewigkeiten, ein weitaus besserer Sänger als auf ihrem Debüt und am Ende noch der Gitarrenübersong für mich:
TROPICAL HEATWAVE.
So kenn ich das noch gar nicht, merkwürdige Mischung aus Fernostklängen, Blues OpenTuning und AC/DC, würde ich mal sagen.
DIE BESTE ROCKPLATTE des JAHRES - ja, NICHT NUR in Deutschland!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
TRIGGERFISH.DE REVIEW 19. August 2010
Format:Audio CD
Apocalypse Now

Düsseldorf. Sommer 2008. Wolken wie eine graue Wand. Vom Himmel rinnen Sturzbäche herab, die Sonne kennt man nur noch aus Erzählungen. Der Verkehr schiebt sich mühsam durch die regennassen Straßen. Aus dem Autoradio dröhnt ein Song namens "Harmonia" von einer Band namens EARTHBEND. Zehn Minuten. Immer wieder dasselbe schleppende Gitarrenmotiv, verzerrte Stimmen, epischer Gesang. Weltuntergangsstimmung. Mal wieder. Es ist schließlich Sommer in Deutschland. Ortswechsel: Finsterwalde im tiefsten Brandenburg. Dort, wo EARTHBEND herkommen. Sturzbäche. Eine einsame Landstraße. Aus dem Autoradio dröhnt "Harmonia". Weltuntergangsstimmung. Mal wieder. Willkommen in der Apokalypse. Die ist nämlich überall da, wo der richtige Soundtrack ist.

Plötzlich wird es still. Ein einsames Schifferklavier spielt im Nieselregen, bricht ab und macht Platz für "Leroi". Und da ist es auch schon geschehen um die gestreckten, wabernden Songstrukturen. Stattdessen aggressive Riffs, gedrückter Gesang. Die Bedrohlichkeit wächst an. "Bones" nimmt sich gleich minutenlang Zeit, Spannung aufzubauen, die ihrerseits wieder zerstört wird, bevor es zu einem Ausbruch kommen kann. Dann bricht es doch noch herein: "If you die, maybe your soul is spinning around two hundred million years / To find a new body with bones". Die Saiten zerbersten, der Gesang zetert verzweifelt und das Schlagzeug zerlegt stur die gesamte Szenerie. Die Welt von oben, ein zerstörtes Schlachtfeld. Und schon herrscht wieder Stille. Alles kommt zum Erliegen. Längst ist das Gefühl da, in etwas viel zu großes hinein geraten zu sein. Ein Sound, überlebensgroß wie nur die Erdkrümmung selbst.

Und eigentlich muss so ein Versuch bei so jungen Künstlern wie EARTHBEND irgendwann scheitern. Irgendwann müssen die Gesten zu groß werden, der ganze Versuch zu anmaßend. Wird er aber in diesem Fall nicht. Keine Pathos-Keule, keine selbstverliebten '70er Soli. Stattdessen plötzlich fast poppige Töne. "Too Many Stars" wildert zwischen den QUEENS OF THE STONEAGE und partytauglichem Schweinerock der guten Sorte. Faust-in-die-Höhe-Gangshout inklusive. "Dragon Lady" liebäugelt kurzzeitig mit Hardrock und grüßt im Vorbeipreschen PINK FLOYD. "Scattergun" lässt ohne Rücksicht auf Verluste Gesang und Kratzbürsten-Gitarren besonders bösartig gegeneinander anlaufen. Ausgang ungewiss, nur dass am Ende alles kolossal in sich zusammenfällt, ist sicher.

Wenn dann "Tropical Heatwave", das an diesen kalten Sommertagen fast wie böser Spott wirkt, vorübergezogen ist und noch einmal sämtliche Einflüsse vereint hat, bleibt eigentlich nur ungläubiges Staunen. Darüber, dass hier aus einer völlig unerwarteten Ecke Musik ihren Weg gefunden hat. Darüber, wie abwechslungsreich deutsche Rockmusik sein kann, ohne dabei sämtliche Stile seelenlos durcheinanderzuwerfen. Und darüber, welche Bilder hier erzeugt werden. Denn eins ist sicher: Selten wurde der Weltuntergang eindrucksvoller vertont. Wie passend, im Sommer in Deutschland.
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