Eine kleine Gruppe Menschen entflieht einer Welt mit amoklaufenden Nanobots und KI's um auf einer entfernten Welt ohne diese Technik neu anfangen zu können. Leider geht etwas schief und man strandet in einem anderen Sonnensystem, in dem man eine eigene Welt erst erschaffen muss, um die Voraussetzungen für den Weiterflug zu ermöglichen. Getreu Ihrer Maxime soll dabei auf Nanotechnik und KI's verzichtet werden, um die eigene Menschlichkeit nicht zu gefährden.
Statt dessen macht man die Welt bewohnbar und bevölkert diese mit eigenen Nachkommen, damit diese statt Maschinen und Nanotechnik die notwendige Technik erstellen und bedienen - und schafft ohne es wahrzunehmen eine Sklavengesellschaft. Und hieraus bezieht der Roman seine Handlung und Tiefe. Wie weit ist die eine Gruppe bereit zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen und wie kann die andere Gruppe hiergegen Widerstand leisten? Oder ist vielleicht Zusammenarbeit besser und möglich? Wie verändert der Kontakt zur neugeschaffenen Welt die Personen, die damit zu tun haben und ihre Ziele?
Alles in allem ein Roman mit einer interessanten Background Geschichte, hervorragend herausgearbeiteten Protagonisten und einer runden Handlung. Einer der wenigen Romane der letzten Zeit, die ich, kaum in der Hand, in wenigen Stunden förmlich verschlungen habe...