Was ich bei Harlekin zum Einen sehr toll finde, ist, dass die Geschichte recht viele Seiten hat (fast 500). Bei anderen Büchern dieser Art, hat mich die Kürze immer gestört. Gerade dann, wenn man in die Geschichte reingefunden hat, war schon wieder Schluss.
Das ist hier nicht der Fall, man hat genügend Zeit um sich mir dem Storyverlauf und den Charas auseinanderzusetzen.
Das Cover und die Zeichnungen mit denen das Buch bestückt ist, finde ich mehr als gelungen, denn gerade diese paar, grenzen die eigene Fantasie nicht ein, sonderen regen sie eher noch mehr an. Die Vorstellung von der Story ist einfach mehr gegeben, was ich sehr schön finde.
Von der Autorin habe ich schon auf fanfiktion.de andere Storys gelesen, dadurch kam ich auch erst dazu, dieses Buch zu kaufen. Ehrlich gesagt, ging ich schon mit hohen Erwartungen an dieses Buch, schließlich, hatte mir das, was ich im Internet schon gelesen hatte, mehr als gut gefallen.
Als Harlekin kam, habe ich es gleich in einem Rutsch durchgelesen.
Wie gesagt, das Cover und die Zeichnungen sind eine schöne Abwechslung, doch trotzdem gab es manchmal Rechtschreibfehler oder mitten in der Zeile gab es einen Absatz, ohne, dass der jeweilige Satz überhaupt zu Ende war.
Klar, kann passieren, hab ich auch schon öfters gesehen, trotzdem stört dies zu Teilen das Lesen.
Welchen Chara ich während des gesamten Buches eigentlich am besten fand, war Agnes (die "Frau" um die sich Max so liebevoll kümmert), von den anderen hingegen, war ich mehr und mehr enttäuscht.
Max sein Charakter verliert auf mich nach und nach seine Wirkung, ich habe irgenwann keinen Bezug mehr zu ihm gefunden. Zu Anfang hatte ich den Eindruck, Max ist ein taffer Mann (fast 30), der weiß was er will und wie er es bekommt. Im Laufe des Buches wird er für mich immer mehr zum Kind, alles wirkt gehetzt und im Endeffekt verhält er sich eher wie ein Kind und legt ein Verhalten an den Tag, welches man eher von Noah erwartet hätte.
Der Storyverlauf wird ab der Hälfte des Buches für mich absolut verhorsehbar und durchschaubar, was das Lesen nicht immer einfach gestalten lässt.
Der Schluss des Buches war für mich einfach nur deprimierend. Alles hat abgehackt gewirkt, als müsste die Autorin schnell zum Schnluss kommen, weil Sie ja auch schon so viele Seiten geschrieben hatte. Intime Szenen zwischen Noah und Max kamen, so fand ich, viiiiieeeeel zu kurz, stattdessen war verdammt viel Gefühlsdusselei und einfaches Dahinvegitieren der Mittelpunkt des ganzen Geschehens.
Trotz all den Punkten, die mir negativ aufgefallen sind, finde ich Katjas Stil zu schreiben an manchen Stellen einfach beeindruckend. Manchmal sind es kurze Sätze die sie bildet und die für mich einfach am ausdrucksstärksten wirken, da sie so eine große Bedeutung haben.
Die Idee für diese Story an sich finde ich super durchdacht, nur die Umsetzung war nicht ganz mein Geschmack.
Sicher wird es andere Leser geben, die eine andere Meinung von Harlekin haben, aber für mich war es nicht der Hammer.
Für Katja Kober hoffe ich einfach, dass Sie bald noch ein weiteres Mal die Möglichkeit bekommen wird, eine Story von Ihr zu veröffentlichen. Vielleicht vermag es dann diese, mich mehr zu beeindrucken.