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Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt
 
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Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)

von Haruki Murakami (Autor), Annelie Ortmanns (Autor), Jürgen Stalph (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 6 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518396978
  • ISBN-13: 978-3518396971
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,1 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 128.796 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 18 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Murakami, Haruki

Produktbeschreibungen

Süddeutsche Zeitung

„Murakamis Eigenbrötler hören beim Spaghettikochen Rossini-Opern oder frage sich, welche Nachteile sich im Alltag ergäben, wenn man die Erde nicht als Kugel, sondern als riesigen Kaffeetisch auffasste. Sie bestehen Abenteuer, die man auch von Stphen Kings Figuren erwarten würde. Der Ich-Erzähler, der im Krieg um geheime Daten zwischen die Fronten rivalisierender Gruppen gerät, besiegt als einsamer Großstadtheld schließlich seine Gegner. Allerdings nicht, wie Chandlers Philip Marlowe, in den Straßen von Los Angeles, sondern in den trostlosen Tokioter Tunnelsystemen.“


Klappentext

Tokyo, ferne Gegenwart. Es herrscht Datenkrieg. Das System, die Organisation der- gar nicht so guten- ewig Guten, entwickelt immer ausgeklügeltere Verschlüsselungstechniken, die von der Fabrik, einer Art Datenmafia, immer wieder geknackt werden. Ein genialer greiser Wissenschaftler, der Professor, entwirft dem System jedoch ein absolut sicheres Kodierverfahren: Einer Gruppe professioneller Datenwäscher, allesamt Mitarbeiter des Systems, isoliert er die Persönlichkeitsstruktur, den "Psychokern", und implantiert ihn einigen Versuchspersonen als jederzeit per Kodesignal aufzurufende Black Box ins Gehirn. Ver- und Entschlüsselungen können nur im Unterbewusstsein stattfinden, jeder unerwünschte Zugriff auf Daten wird verhindert. Doch nur der 35jährige coole Held und Ich-Erzähler überlebt die Prozedur und findet sich zwischen allen Fronten. Auf seinen parallelen Reisen durch das mehr oder weniger reale Tokyo und die phantastische Stadt in seinem Kopf, erlebt der hirnmanipulierte Yuppie wundersame Abenteuer.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Trotz Titel, Cover, Klappentext: Ein richtig gutes Buch!, 10. Januar 2003
Von Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Normalerweise hätte ich das Buch mit dem sperrigen Titel, dem seltsamen Klappentext und dem scheußlichen Cover nicht angefaßt - wäre es mir nicht empfohlen worden. Außerdem: Zeitgenössische Belletristik von Japanern? Japan, das ist Sony, Suhi, Sumo, Sado-Maso, Großkonzerne als Familienbetriebe mit tausenden von Geschwistern, Game-Shows, bei denen die Teilnehmer an den Füßen aufgehängt lebende Frösche essen müssen, Wohnungen in Sarggröße, null Individualität, alle fahren die gleichen Kleinwagen. Oder so.

"Hard-boiled Wonderland" ist allerdings so un-klischeemäßig-japanisch, wie man sich das nur vorstellen kann, der Vergleich mit zeitgnenössischer amerikanischer Literatur liegt weitaus näher, als derjenige mit Haiku und Stäbchenessen. Tatsächlich sind Murakamis Vorbilder hauptsächlich auf dem nordamerikanischen Kontinent zu suchen, einige von ihnen - Updike etwa - hat er selbst übersetzt. Dem Buch ist das deutlich anzumerken. Nicht zuletzt deshalb zählt der Autor zu den maßgeblichsten der "jüngeren" Szene Japans.

Ein - wie alle anderen Figuren auch - namenloser Mittdreißiger in der "nicht allzu fernen Gegenwart" Tokyos arbeitet als Kalkulator für "Das System", der zentralen Einrichtung für den Schutz von Daten-Copyrights. Kalkulatoren verfügen über außerordentliche kognitive Fähigkeiten, sind dazu in der Lage, im Dialog zwischen beiden Gehirnhälften große Zahlenkolonnen zu "waschen" oder, wie unser Protagonist, gar zu "shuffeln", ein Verfahren, das neu, komplex, geheim und - eigentlich - verboten ist. Wäre da nicht der skurrile Professor mit seinem hochgeheimen Laborkomplex, irgendwo in den Niederungen der Hauptstadt, der unseren Helden für einen Auftrag anwirbt. Eine Kette von seltsamen Ereignissen sucht den eigenbrötlerischen, whiskeytrinkenden und alte Hollywoodfilme verehrenden Protagonisten heim, von denen der Besuch durch die "Firma", der Gegenorganisation zum "System", noch zu den harmloseren gehört - trotz Folter und Zerstörung der Wohnungseinrichtung.
In einer Jetztzeit-Parallelhandlung erzählt Murakami von einem Menschen, der in eine seltsame, gefängnisartige Stadt kommt, am Tor gar seinen Schatten abgeben muß, in ein stoisches, aber konflikt-, ereignis- und wunschfreies, zielloses Leben gestoßen wird, sich damit aber - in Gegensatz zu den anderen Bewohnern - nicht so recht abfinden will. Diese sehr metaphorisch anmutende Nebenhandlung am "Ende der Welt" steht in direkter Verbindung mit dem Hauptgeschehen ("Hard-boiled Wonderland"), aber mehr zu erzählen würde zu viel vorwegnehmen. Gutes.

Murakami schreibt lakonisch, fast unterkühlt, enorm witzig, bild- und einfallsreich, und obwohl es sich anhört, als ginge es hier um einen Science-Fiction-Roman, ist "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" eine Hommage an das Individuum, ein Manifest gegen die Seelenlosigkeit des Alltags, ein Hilfeschrei gegen Ent-Individualisierung, ein Dokument gegen all jene Werte, die (nicht nur) die japanische Gesellschaft zu prägen scheinen - losgelöst von dem unaufdringlichen SF-Kontext, der die Story lediglich trägt. Das Buch liest sich eigenartig, aber leicht, verwirrt mit originellen Gedankenspielen, verwöhnt mit ungewöhnlichen Metaphern, wärmt mit ehrlichen Liebeserklärungen, beeindruckt mit kreativen Gedankenspielen - und ist einfach gut geschrieben.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios, 28. Juli 2005
Selten, wirklich sehr selten hat mich ein Buch so begeistert, wie dieses! Zwei Geschichten laufen scheinbar ohne Zusammenhang nebeneinander her - und sind doch Teile des Ganzen. Eine faszinierende Science-Fiction-Story auf der einen und eine kafkaeske Erzählung auf der anderen Seite laufen immer mehr aufeinander zu. Lange Zeit wird der Leser im Dunkeln gehalten und hat das Gefühl, nicht zu verstehen, worum es geht. Trotzdem passt am Ende alles zusammen!
Völlig unverständlich, warum dieses literatische Meisterwerk derzeit nicht verlegt wird.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblings-Murakami, 3. November 2005
Haruki Murakami hat angeblich zwei Kurzgeschichten miteinander verschmolzen, um diesem Roman zu schaffen. Die zweisträngige Handlung ist in der Tat die große Attraktion dieser Story: Auf der einen Seite bahnt sich der Held mit einem Wissenschaftler und einem Mädchen einen Weg durch die schaurigen Katakomben von Tokyo, im Kopf ein fehlgeschlagenes wissenschaftliches Experiment, verfolgt von ekligen, schwarzen Viechern - und andererseits ist sein Traum-Alter-Ego in einer surrealen Stadt gefangen, in der es seines Schattens beraubt wird und, gebeutelt von Erinnerungsverlust, die Flucht plant.
Kann man sich eine verrücktere, spannendere Geschichte ausdenken? Besser gehts doch einfach nicht für einen Plot. Klar, dass die beiden Handlungsstränge auf einen gemeinsamen Höhepunkt zulaufen... Was wird passieren? Kann sich der Held retten? Bei Murakami ist das nun mal nicht abzusehen, und das ist gerade hier unheimlich spannend.
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5.0 von 5 Sternen Reise ins innere Bewusstsein
Ziemlich abgefahren, diese Geschichte!
Wenn man sich auf die Phantasiewelt einlässt, die Murakami bietet, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2007 von Heike Geilen

4.0 von 5 Sternen von innen nach aussen und zurück
Seit diesem Buch bin ich ein Fan Murakami Harukis. Dieses Buch ist ein Juwel der neueren Literatur. Der chaotisch anmutende Alltag eines verwestlichten Japaners, der mehr von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2005 von naurmel

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Etwas enttäuschend an diesem - zweifelsohne lesenswerten - Roman ist das nachträgliche Gefühl, dass das Buch eigentlich Potenzial für mehr gehabt hätte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2004 von Tobias Gehrke

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5.0 von 5 Sternen hard-boild wonderland
aaaaalso, ich habe das buch zwar noch nicht gelesen, mein anfix-buch war 'mister aufziehvogel'(für den auch die 5 sterne demnach stehen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2003 von amazonemone

5.0 von 5 Sternen Murakamis Bester
Hard boiled wonderland kann getrost als Murakamis bester Roman bezeichnet werden. Zwei Handlungsebenen laufen nebeneinander ab, beide in eigenem sprachlichen Stil und beide aus... Lesen Sie weiter...
Am 18. September 2003 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Weichgekocht...
"Hard boiled wonderland" war das erste Buch, das mir von Murakami in die Hände gefallen ist und neben "Mister Aufziehvogel" der wohl denkbar beste Einstieg in Murakamis Welt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2003 von doremifasola

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Dieses Buch ist ein Meisterwerk! Es ist fast schon eine Sinfionie. Die Handlung teilt sich auf zwei parallele Welten (Hard Boiled Wonderland && Das Ende der Welt) auf, zwischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2003 von Joerg Fritsch

5.0 von 5 Sternen Gigantisch gut
Der einsame Held des Buches gerät zwischen zwei rivalisierende Parteien im Kampf um geheime Daten. Auf der einen Seite das System, welches immer ausgefeiltere... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2003 von S. Schaaf

4.0 von 5 Sternen inspiration der Erkennung
Nachdem einmal vom Murakami Virus erfaßt,
kann ich nicht eher von seinen Büchern lassen bevor ich nicht auch das letzte gelesen habe . Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2003 von andreassch418

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