1967 erschien "A Hard Road" und John Mayall hatte seine Bluesbreakers wieder umstellen müssen. Für Eric Clapton und Hughie Flint, kamen Peter Green (Leadgitarre) und Aynsley Dunbar (Schlagzeug). Diese Formation lieferte ein ebenfalls perfektes Bluesalbum ab.
Peter Green trat bei zwei Nummern als Leadsänger in Erscheinung ("You Don't Love Me", "The Same Way", das zweite eine Green-Komposition). Da war Fleetwood Mac schon in Ansätzen zu hören. Green lieferte noch mit seinem Instrumental "The Supernatural" die Blaupause für das spätere "Black Magic Woman" ab. Bei der Titelnummer gab Mayall im Falsett seinem Schmerz Ausdruck. Beim Instrumental "The Stumble" läßt er Green's Gitarre freien Lauf. Bei "Another Kinda Love" treten erstmals Bläser auf, außerdem noch bei "Leaping Christine", das recht schwungvoll ist, und dem Freddie King Cover "Someday After a While", einem feinen Blues im klassischen Sinn und einer der Höhepunkte. Beim Klavier betonten "Hit the Highway" singen Mayall und Green gemeinsam. Auch das Elmore James Cover "Dust My Blues" ist fraglos eines der Glanzlichter.
Peter Green füllt Clapton's Fußstapfen voll aus. Das Album fügt sich nahtlos in die Reihe der klassischen Alben Mayalls aus den 60ern ein. Es ist jedenfalls ein würdiger Nachfolger des legendären "Bluesbreakers with Clapton" Albums.
Auf der remasterten Ausgabe von 2006 finden sich 14 zusätzliche Tracks. Darunter zwei Singles, das stark mit Bläsern beladene "Looking Back"/"So Many Roads" von 1966 und das nachdenkliche "Sitting in the Rain"/"Out of Reach" von 1967. Zwei Nummern stammen aus dem Sampler mit non-LP Material "Thru' the Years" von 1971. Weiters findet sich mit der mit Paul Butterfield 1967 eingespielten EP eine ausgesprochene Rarität. Ein interessantes Stück Musikgeschichte, wo britisches und amerikanisches Bluesverständnis sich treffen, das wohl kaum jemandem bekannt sein dürfte. Die Tracks 25-28 stammen aus den BBC-Sessions für "Saturday Club".
Klanglich ist nichts auszusetzen. Mit insgesamt 28 erstklassigen Aufnahmen zum Low-Preis ein ausgesprochenes Schnäppchen.
Ach ja, das Cover-Painting stammt von John Mayall.