Wenn Quentin Tarantino seinen Namen für einen Film hergibt, hat das selten etwas Gutes zu bedeuten (siehe "Hostel"). Stehen seine eigenen Machwerke doch eher für alberne Klamotten, die von Leuten konsumiert werden, die glauben diese Filme seien ja so "anders".
Ähnlich verhält es sich mit Punkrock-Movies, die Punks als total unterbelichtete Vollidioten darstellen (siehe "Surburbia", "Oi Warning", "Verlierer" etc.).
Wunderbar an Hardcore Logo sind die herrlich skurilen Gestalten, der wirklich böse Humor und das verstörende Ende. Auch die Thematik des Films war meiner Meinung nach mal lange fällig. Denn jeder wollte doch mal wissen, wie der Touralltag einer in die Jahre gekommenen kanadischen Punkrockband aussieht. Ich möchte nicht zuviel verraten, nur zwei Sachen wären noch kurz zu erwähnen.
Erstens die Band und deren Mitglieder erinnern ungemein an eine real existierende kanadische Punkrocktruppe. Zufall?
Zweitens der Gitarist ist Namensgeber für eine erfolgreiche und aktuelle "Punkrock"-Band. Sein Nachname lautet "Talent".
Ohne rot zu werden, kann ich hier behaupten, dass es sich bei "Hardcore Logo" um den besten Punkrock-Spielfilm aller Zeiten handelt!