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Hard Candy (Verleihversion)
 
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Hard Candy (Verleihversion)

Patrick Wilson , Ellen Page , David Slade    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)

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Produktinformation


Rezensionen

Inhalt Jeff (Patrick Wilson) ist ein sehr attraktiver und erfolgreicher Modefotograf Anfang 30 und lernt im Internet die 14-jährige Hayley (Ellen Page) kennen. Bei ihrem ersten Treffen in einem Coffeeshop ist Jeff äußerst überrascht: Zum einen, weil ihm gegenüber ein charmantes, kluges und sexuell aufgeklärtes Mädchen sitzt, zum anderen, weil Hayley sofort und ohne Umschweife mit ihm nach Hause gehen will. Nach anfänglichem Zögern willigt Jeff schließlich ein, zumal er vom selbstbewussten Auftritt seiner blutjungen Internetbekanntschaft mehr als angetan ist. In seinem stylischen Luxus-Appartment angekommen, stürzt sich Hayley sofort auf die Bar und beginnt, hochprozentige Cocktails zu mixen. Wenig später bietet sie Jeff an, für erotische Fotos zu posieren und beginnt sich auszuziehen. Der Tag scheint also ganz nach Plan des Fotografen zu verlaufen - doch dann wird ihm plötzlich rabenschwarz vor Augen... Als Jeff wieder erwacht, hat sich der Lauf der Dinge unvorhergesehen verändert und ein Katz- und Mausspiel der psychisch härteren Gangart beginnt...

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Kundenrezensionen

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61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Harter Stoff 4. Dezember 2006
Von Helge Birkelbach VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Wohl kein anderes Thema ist im gesellschaftlichen Diskurs dermaßen eindeutig verortet. Wer über Pädophilie redet, urteilt bedingungslos. Täter und Opfer stehen fest. Mediale Dauerfeuer wie Naturkatastrophen, Selbstmordattentate und schulische Amokläufer rauschen Tag für Tag an uns vorbei, interessieren kaum. Zu weit weg, zu komplex, zu flüchtig. Wer aber Hand anlegt an Minderjährige, an die Unschuld per se, reißt ein Loch in die Gesellschaft. Hier pflegt zwar jeder Einzelne seinen kleinen Lifestyle-Eskapismus, kehrt aber brav auf die Grundfeste des alltäglichen Miteinander zurück. Irgendwie klappt das immer. Eine Bestie jedoch könnte uns den Spiegel vorhalten. Eine Bestie macht Angst.

Etwas Schlimmes wird passieren. Niemand wird es verhindern können, wie so oft. Jeff (Patrick Wilson), ein gut bezahlter Modefotograf, hat es auf junge Mädchen abgesehen. Sehr junge Mädchen. Im Chat bandelt er mit der 14-jährigen Hayley (Ellen Page) an. Die beiden treffen sich in einem Café. Hayley ist fasziniert von der Glamourwelt, in der sich Jeff bewegt. Spontan stimmt sie zu, als er ihr anbietet, einige Probeaufnahmen zu machen: bei ihm zuhause, in einem abgelegenen Luxus-Bungalow. Wie naiv kann man bloß sein?! Zum Lockerwerden mixt sich das fast knabenhafte Girl einen hochprozentigen Drink und beginnt, sich auf Jeffs Sofa zu räkeln. Er geht mit seiner Kamera nah ran, immer näher. Auch bei ihm scheint der Alkohol zu wirken. Farbrausch, Ekstase, Dunkelheit. Schnitt.

Die düstere Ahnung, die sich im Kopf des Zuschauers zusammenbraut, hat jedoch nichts mit dem zu tun, was nun folgt. Jeff sitzt gefesselt auf einem Stuhl. Hayley, das scheinbar unbedarfte Opfer, hat eine Droge in seinen Drink gemixt und die Rollen vertauscht. Ein Spiel? Ein böses Spiel. Das Mädchen will sich an dem pädophilen Mann rächen. Ihr Plan ist so perfekt vorbereitet wie abartig in seiner Konsequenz. Hayley wird zum Skalpell greifen - sie will Jeff kastrieren.

Harter Stoff. "Hard Candy" geht bis ans Äußerste, zeigt aber nicht alles. Genau das macht den Film so erschreckend. Das hervorragend besetzte Kammerspiel, das in Kalifornien in nur 18 Tagen abgedreht wurde, zehrte an den Kraftreserven der Darsteller wie auch der gesamten Crew. "Noch nie zuvor habe ich einen ähnlichen Film gemacht", erinnert sich Patrick Wilson, der den erfolgreichen Fotografen in all seiner Brüchigkeit spielt. "Ich habe mich psychisch und physisch wirklich verausgabt." Regisseur David Slade, der mit diesem grandiosen Debüt die Gemüter erhitzt, brach beim Finish mehrmals ab: "Mein Cutter und ich mussten immer wieder Pausen einlegen, unsere Zähne zusammenbeißen und versuchen, das alles irgendwie abzuschütteln." Dabei ist Slade einiges gewohnt. Als Regisseur von Musikvideos arbeitete er für Acts wie Stone Temple Pilots, Aphex Twin und LFO, die allesamt musikalisch wie optisch die etwas härtere Gangart bevorzugen. In "Hard Candy" bedient er sich nun kongenial dieser Ästhetik. Kalte Räume, brutale Close-ups, schnelle Perspektivwechsel, flirrende Nervosität wurden mit Digitaltechnik gedreht, farblich bearbeitet und in London von Werbespot-Cutter Art Jones mit präzisem Blick zusammengesetzt. Nervzerfetzend seziert der Film Hass, Ohnmacht und Wahnsinn der beiden Protagonisten, schreitet unerbittlich zum letzten Akt, der Selbstjustiz. Plötzlich ertappt sich der Zuschauer dabei, auf die Seite des Gefesselten zu wechseln. Darf das denn sein: Mitgefühl mit einem Kinderschänder? Hat er sich überhaupt an all den jungen Frauen, deren Schönheit er mit der Kamera einfing, vergangen? Es wird kein einziges Mal explizit gezeigt.

Ellen Page, die in der Rolle des minderjährigen Racheengels eine fast beängstigende Leistung abliefert, war verwirrt vom Widerstreit der Gefühle, der sich bereits beim Lesen des Drehbuchs einstellte. "Wer von ihnen ist zu weit gegangen? Wer ist der Böse, wer der Gute? Darauf gibt der Film keine Antworten." Identifikation und Aversion, Mitleid und Verurteilung: "Hard Candy" wirft den Zuschauer hin und her, lässt ihn vollkommen allein im Angesicht dieser subtilen Bilderfolter. Im Endeffekt zeigt der Film, welche zerstörerischen, dunklen und zutiefst amoralischen Kräfte in uns allen schlummern.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Bereits der überwiegend weiße, von roten Linien zerteilte Vorspann von "Hard Candy" präsentiert sich sehr künstlerisch und leitet in das kammerspielartige Szenario, in dem weiße und rote Blenden die Szenen unterteilen. Dass es sich bei "Hard Candy" sicherlich nicht um einen normalen Film handelt merkt man schnell, spielen doch quasi nur zwei Schauspieler mit (der gesamte Cast umfasst 5 Schauspieler). Die zwei Hauptdarsteller sind auch der erste ganz große Pluspunkt des Films. Patrick Wilson bietet eine unglaublich starke Leistung als in die Enge getriebener Fotograf, der sich mal verschlagen, mal zornig und vor allem panisch zeigt. Jungschauspielerin Ellen Page (bekannt aus "X-Men III") verkörpert perfekt den harten, aber doch verletzlichen Racheengel. Die Story des Films, die für viel Furore und Kritik gesorgt hat, ist denke ich insgesamt zu vertreten. Die Macher schlagen sich nämlich nicht auf eine Seite. Einerseits wird hier das durchgeführt, was viele fordern, nämlich härtere Strafen für Pädophile, andererseits wird dies hier aber ad absurdum geführt. Ich denke der ein oder andere wird zwischenzeitlich durchaus etwas Mitleid mit dem Fotografen haben. Wer aufgrund der Freigabe ab 18 eine Folterorgie a la "Saw" erwartet, wird sich getäuscht sehen, denn "Hard Candy" könnte von dem Gezeigten her eine Altersfreigabe ab 12 haben. Hier geht es aber viel mehr um die Brisanz des Themas, das hier behandelt wird. Meiner Meinung nach schön zu sehen, dass man sich auch darüber Gedanken macht, schließlich nimmt einen solch ein Film mehr mit als irgendein blutiger Actionfilm. Die Kritik, dass die 14-jährige Hayley gleich in mehreren Situationen den erwachsenen Jeff überwältigt kann ich durchaus nachvollziehen. Und auch über den Schluss kann man vielleicht streiten. Doch was bleibt ist ein unglaublich intensiver, ästhetischer Film mit einem mutigen Thema und einer starken Umsetzung. Wer mal Lust auf etwas völlig anderes hat, sollte sich diesen, in gerademal 18 Tagen abgedrehten, Thriller nicht entgehen lassen!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thusnelda
Format:DVD
Wer diesen Film als "schlecht" betitelt, hat ihn meines Erachtens schlichtweg nicht verstanden.

Bei "Hard Candy" handelt es sich um einen 1A-Psychothriller, der seinesgleichen sucht. Kein Film ging mir je derart unter die Haut,

die Stimmung ist durchweg beklemmend und die Spannung nahezu unaushaltbar.

Sicherlich, es fließt kein Blut, na und?! Wenn ich hohles Gemetzel und

sinnfreie Dialoge sehen möchte, schau ich mir einen trashigen Splatterfilm an.

"Hard Candy" besticht durch die großartige schauspielerische

Leistung der beiden Protagonisten, sowie durch ihre mehr als brillanten Dialoge.
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Achtung, Spoiler vorhanden!

Einige der wenigen Tabuthemen die es noch gibt, werden im Film "Hard Candy" behandelt und das, für eine amerikanische Produktion,... Lesen Sie weiter...
Vor 27 Tagen von W. Walz veröffentlicht
Herbe Enttäuschung
Herbe Enttäuschung. Guter Anfang. Dann der Absturz in eine faschistoide Ideologie. Eine feministische Fanatikerin, getarnt als 14-jähriges Mädchen, foltert einen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von DerKritiker veröffentlicht
Nervende Langeweile statt origineller Thriller mit origineller...
Meine Amazon-Rezension zu diesem Artikel wurde gelöscht.
Hier mein zweiter Versuch, allerdings nicht mehr so ausführlich und detailliert, weil ich frustriert bin, da... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Sara Bosch veröffentlicht
Gefällt mir sehr gut!!!
Ich verstehe die negativen Bewertungen nicht so recht.
Ich finde es durchaus interessant, dass man die 14 Jährige als nervend und unsypathisch empfindet, so wie einige... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von k3 veröffentlicht
Steelbook: sehr cool!!!
David Slade hat mit seinem, nur vordergründig das Thema der Parthenophilie behandelnden, kammerspielartigen Psychothriller eine durchaus gelungene Auseinandersetzung mit... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Flugsi veröffentlicht
Leider nur eine ganz billige und platte post-feministische...
Ich gebe zu: Am Anfang haben sie auch mich gekriegt mit dieser Produktion, in der das süsse kleine Mädchen auszieht, um mit dem bösen Kinderschänder... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Sir Allert Cron von Galasvale veröffentlicht
Thriller der härteren Gangart!!
Aufgrund der Empfehlung eines Freundes habe ich diesen Film gekauft und stellte positiv überrascht fest, wie eine junges Mädchen einen erwachsenen Mann fertig macht, und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2008 von RobertDannyRo
Selbstgerecht und reaktionär
Ich bin entsetzt über derjenigen, die dieses Machwerk hier bejubeln. Offensichtlich vom Gedröhne völlig des Verstandes beraubt, wird dieser zynische, selbstgerechte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2008 von Eisenhower
This is going to make you freak.
"Hard Candy" - der Titel dieses Filmes ist bereits ein erster Anhaltspunkt, worauf sich der geneigte Zuschauer einstellen sollte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juni 2008 von Friend567
naja..
Da hat jemand versucht, seine kranken Rachephantasien zu verfilmen. Da fragt man sich, wer eigentlich in die Klapse gehört, der Typ, das Mädel, der Regisseur, oder doch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2008 von M. Guiard
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