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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gelungenes Debüt fernab vom Mainstream!,
Rezension bezieht sich auf: Hapu: Teufel im Leib (Taschenbuch)
Den meisten Urban-Fantasy-Lesern geht es wohl ähnlich: Hält man eine Neuerscheinung mit einer jungen, weiblichen Hauptfigur in Händen, tauchen vorm inneren Auge zwangsläufig Bilder von unwiderstehlichen Vampiren, Mahren, Werwölfen und mittlerweile auch Engeln auf. Nichts anders erwartete ich mir daher bei Michael Zandts brandneuem Erstlingswerk "Hapu. Teufel im Leib". Aber weit gefehlt! Schon nach den ersten Seiten ist klar, das Buch geht in eine ganz andere Richtung! dies macht nicht nur neugierig, sondern erweist sich als große Stärke der Publikation. Analogien zu anderen Romanen des Genres gibt es nämlich schlichtweg nicht:Mit seinen Asartu hat der Autor detailreich eine neue Spezies kreiert, die aber in unserer heutigen menschlichen Gesellschaft integriert, ja sogar vollkommen von ihr abhängig ist: Denn, ob ein Asartu will oder nicht, benötigt er in unterschiedlichen Abständen Menschenfleisch, und zwar lebendiges. So auch Hapu, aus deren Sicht die Geschehnisse geschildert werden. Trotz der Ich-Perspektive bleibt der Leser über lange Strecken des Romans zur Motorrad fahrenden, attraktiven Hapu distanziert. Denn ihr Verhalten irritiert und verhindert eine Identifikation. Dies mögen auch keine Einblicke in ihre Gefühlswelt noch das Wissen um ihre Motive ändern: Hapu gebärdet sich mit Ausnahme ihrer menschlichen Freundin Hati gegenüber gewalttätig, unberechenbar, egoistisch und skrupellos. Aber dem nicht genug, die Wirren der Geschehnisse machen Hapu zwangsläufig sogar zur Mörderin. Denn aus ihrem Kleinstadtleben gerissen, findet sie sich plötzlich in den Intrigen und Machtkämpfen der obersten Asartu als Assistentin und Beschützerin der neu ernannten Führerin der weißen Asartu wieder. Doch die Ereignisse überschlagen sich weiter und während Hapus Schützling stirbt, wird auch sie selbst Opfer der Ränkespiele. So endet der erste Teil des Buches für Hapu in einer Katastrophe: Der deutschen Staatsbürgerschaft entzogen, blickt sie einer unsicheren Zukunft im Asartu-Staat Kemet entgegen - nicht jedoch ohne dem ungeheueren Wissen, dass sie die Inkarnation einer der mächtigen Sepuku, einer Tochter des Leibhaftigen, ist. Aber nicht nur für Hapu ändert sich fortan einiges, sondern auch für den Leser. Denn der zweite Teil ist der weitaus bessere: Die Geschichte gewinnt an Fahrt, was mit den zeitweise zu ausführlichen Textpassagen des Auftakts versöhnt. Hapus Kampf ums Überleben, ihre Ausbildung beim Militär und schließlich die gefährliche Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft bilden den nun spannungsreichen Erzählbogen hinzu einem äußerst überraschenden Ende. Dass der Leser dabei trotz mancher verstörender Szenen (z.B. wenn Hapu Liebhaberin eines krebskranken, heruntergekommenen Greises wird und dessen Verfall fasziniert beobachtet bzw. als die Betäubung eines Menschenopfers versagt, das Hapu bei lebendigem Leibe verspeist) der Geschichte nicht abtrünnig wird, liegt auch an Michaels Zandts gelenken, frischen Schreibstil. Teilweise würzt der Autor seinen Roman auch mit einer gehörigen Prise Ironie, was zu obskuren Situationen führt, wenn Hapu beispielsweise in ihrer Rolle als Assistentin der Janade wichtige Minister trifft und Reden verfasst, aber gleichzeitig das Cover des Playboys gehüllt in einer Deutschlandfahne ziert. Grundsätzlich wird jedoch nicht nur anhand solcher Episoden deutlich, dass das Buch aus der Feder eines Mannes stammt. Das dargestellte Frauenbild entspricht wenig der Realität: Sexbomben wie Hapu, die jedem Stelldichein offen gegenüber sind und gleichzeitig jedoch im Kampf gefährliche Gegnerinnen sind, stehen schablonenhaft körperlich völlig unattraktiven, plump-übergewichtigen Frauen wie Hati gegenüber. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass Zandts Debüt oberflächlich ist. Vielmehr will der Autor mit Hapus charakterlichen Abgründen Gesellschaftskritik üben. Im Gegensatz zur verlogenen Masse ist die Hauptfigur schlichtweg ehrlich und hat es nicht nötig sich unter einer "Maske aus lächelnder Güte und wohlstandmilder Konsensrhetorik" zu verbergen. Ob Hapus fehlende Empathie und ihre Gewaltausbrüche im Zweifelsfall dem vorzuziehen sind, soll dahin gestellt bleiben. Den Leser des Buches jedenfalls - das ist gewiss - erwartet ein Leseerlebnis fernab vom Mainstream, das er so schnell nicht vergessen wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Hapu,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hapu: Teufel im Leib (Taschenbuch)
Hapu - Eine Menschenfresserin!Der Klappentext beschreibt die Protagonistin, um die es geht, ziemlich genau! Aber worum es in dem Roman geht, wird dagegen nicht erwähnt und ich werde auch nicht großartig darauf eingehen. Hapus Geschichte sollte jeder Interessierte einfach selbst lesen und darüber staunen. Denn diese hat es in sich! Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, arbeitet die junge Frau in einem Museum, deren Geschichte die ihrer Art erzählt: den Asartu. Diese sind die leibhaftigen Nachfahren des Lichtbringers, wogegen die Dämonen ihre christlichen Gegner sind. Mit Hapu hat der Autor eine Figur erschaffen, wie ich sie persönlich noch nicht in der fantastischen Welt getroffen habe. Während ich an Hapus alltäglichem Leben teilnehmen durfte, konnte ich mir immer besser ein Bild von der Dame machen. Kaum hatte ich eine genaue Vorstellung von ihr, schon gab es Action ohne Ende. Die junge Asartu macht im Laufe des Buches eine enorme Entwicklung durch. Von einer kleinen Angestellten durchlebt sie verschiedene Situationen und wird dadurch mental und physisch immer stärker. Dabei stellt sich heraus, dass in ihr etwas schlummert, dass sie zu etwas ganz Besonderem macht. Diese Besonderheit macht sie allerdings auch zu einem Außenseiter und zu einem leichten Ziel, sodass sie immer wieder auf der Flucht ist und ständig Andere Wesen gegen sich hat. Von einer speziellen Gruppe eingeladen, wird sie kurz darauf des Landes verwiesen, durchlebt eine militärische Laufbahn und endet allein im Regenwald, gejagt von Dämonen. So ist es natürlich kein Wunder, dass in diesem Buch sehr vieles auf wenigen Seiten passiert. Eine extreme Situation nach der anderen, weswegen ich den Roman immer wieder zur Seite legen musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Dadurch wurde es auch nie langweilig, da Hapu von einer Actionszene in die nächste geriet und dabei weder ihren Stil noch ihre Motivation jemals verlor, was ich sehr bewunderte. Die verschiedenen Länder, Örtlichkeiten und Gegenden wurden sehr anschaulich beschrieben. So fröstelte es mich in einem Kellergewölbe und mir wurde im Regenwald heiß. Ich konnte durch die realen Beschreibungen die jeweiligen Situationen hautnah miterleben. Auch alle wichtigen Figuren wurden gut dargestellt. Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die den Werdegang von Hapus Entwicklung unterstreichen. Der Roman beinhaltet auch mehrere Illustrationen, die Hapu in verschiedenen Situationen zeigen. Das machte das Werk abwechslungsreich und die Hauptfigur ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. So in etwa stellte ich sie mir vor. Ich fand die Bilder richtig gut! Das Format des Taschenbuches ist etwas größer als die Normalen, weshalb die Seitenzahl auch geringer ist. Aber umso spannender ist der Inhalt! Fazit: Lasst euch von einem Rohdiamant von Protagonistin eine Geschichte erzählen! Ein fantastisches Buch aus der Moderne, erzählt von einem Autor der schnörkellos Hapus Abenteuer erzählt. Ich bin gespannt, was es in Zukunft noch aus Michael Zandts Feder stammen wird! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Für alle Freunde des schwungvollen und unorthodoxen Urban Fantasy,
Von Silke Schröder, hallo-buch.de "hallobuch" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Hapu: Teufel im Leib (Taschenbuch)
"Hapu - Teufel" im Leib ist eine rasant-abgedrehte Urban-Fantasy-Story, in der der Autor Michael Zandt seiner Fantasie freien Lauf gelassen hat. In seiner anfänglich im 'Spätzle-Land' Schwaben spielenden Geschichte baut er fantastische Figuren und Elemente in unseren ganz normalen Alltag ein und schickt seine Heldin, die Asartu Hapu, auf eine abenteuerlich-fantastische, manchmal etwas gewalttätige Reise, während der sie immer mehr über sich selbst und ihre Wurzeln erfährt. Und auch wenn die Story manches Mal vor Ereignissen geradezu überquillt, schafft der Autor es doch immer, durch sein rasantes Tempo die Spannung aufrecht zu erhalten. Ein Buch für alle Freunde des schwungvollen und unorthodoxen Urban Fantasy.
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