*Zum Inhalt*
Familie Wünschmann ist überhaupt nicht happy. Der Kinderbuchladen von Mama Emma steht kurz vor der Pleite, Papa Frank ist gnadenlos überarbeitet, Tochter Fee bleibt sitzen und hat Angst vor ihrer ungewissen Zukunft, und Sohn Max versteckt sich am liebsten hinter Bücher und wird in der Schule gnadenlos gehänselt.
Kurz - Um die Zukunft der Familie Wünschmann ist es schlecht bestellt.
Als Emma ihre Familie zu einer Buchpräsentation schleppt, zu der sie als Monster verkleidet gehen, eskaliert die Situation. Es knallt so gewaltig zwischen den Vieren, dass die Hexe Baba Yaga auf sie aufmerksam wird und die Familie Wünschmann verhext.
Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf.
Gemeinsam jagen sie der verrückten Hexe hinterher und treffen dabei auf jede Menge echter Ungeheuer.
Wie soll die Familie Wünschmann unter diesen Umständen jemals wieder glücklich werden?
["Kannst du mich verstehen?" fragte ich.
Keine Reaktion, außer einem Blick, der ebenfalls "Dumdidumdidum" aussagte.
"Wenn du mich verstehen kannst, dann wedele mit deinem Schwanz." (Dies war im Übrigen ein Satz, den wohl keine Mutter gerne zu ihrem Sohn sagte.)
(Zitat Seite 74)]
*Meine Meinung*
Dieses Buch ist bizarr, urkomisch, lustig und gnadenlos übertrieben. Ein echter Safier!
Mit der Familie Wünschmann hat er eine Familie erschaffen, wie es sie wirklich geben kann. Alle vier sind unglücklich und die Familie an sich gibt es nicht mehr. Über den alltäglichen Stress haben sie sich schlicht aus den Augen verloren und vergessen was im Leben wirklich zählt - die Liebe!
Bis dahin ist alles noch sehr real, doch dann kommt Baba Yaga ist Spiel und der Autor David Safier schickt seine Familie Wünschmann auf eine verrückte Reise, die sie um den halben Erdball führt und auf der sie so einigen echten Monstern und sogar dem Fürsten der Verdammten höchstpersönlich begegnen - passender Weise treffen sie ihn zum ersten Mal bei McDonalds.
Der Schreibstil von David Safier ist, wie auch in seinen Vorgängerromanen, gewohnt einfach und er unterstreicht diese Einfachheit mit seiner speziellen Art von Humor.
Er erzählt die Geschichte komplett in der Ich-Form, aber nicht nur aus der Sicht von einer einzigen Person. Alle Wünschmanns sind einmal dran (und auch noch einige andere Charaktere die ich jetzt nicht alle aufzähle). Ich fand den ständigen Perspektivenwechsel in keinster Weise verwirrend, im Gegenteil. Dadurch lernt man die Charaktere im Einzelnen viel besser kennen und bemerkt schnell wie sie in Wirklichkeit zu einander stehen.
Und ich wundere mich immer wieder wie Herr Safier es schafft besonders die weiblichen Personen so real darzustellen. Man merkt diesem Buch nicht an das es von einem Mann geschrieben wurde.
Allerdings muss ich gestehen dass mir "Mieses Karma" etwas besser gefallen hat. Zwar wusste ich vorher auf was ich mich hier einlasse, doch an manchen Stellen fand ich es einfach zu stark übertrieben. Man sollte schon vorher wissen auf was man sich hier wirklich einlässt und beim Lesen das Denken abstellen und sich einfach auf diese Geschichte einlassen. (Werde am besten einfach zum Hohltier)
*Fazit*
Mit "Happy Family" beweist David Safier das er der einzig wahre "König der Übertreibung" ist. Auch wenn es nicht an seine Vorgänger herankommt, garantiert es gute Unterhaltung und ist ein nettes Buch für zwischendurch.