Buschbohnen mit Rhabarbervinaigrette - das soll schmecken? Ja, tut es! So einige Zusammenstellungen in Studers "Happy Cooking" klangen für mich äußerst gewöhnungsbedürftig, so die Kombination von Feigen und Lachs oder Papaya und Zuckerschoten - ich bin halt kein Schweizer und trotz meiner Ausflüge in die Schweiz überrascht, was dort, bei Studer "zu Hause" angeblich so alles gegessen wird ;-) Doch die Bilder im Buch zeigen unwiderstehlich Leckeres, also habe ich schon einiges ausprobiert und der Geschmack war ebenfalls überraschend, überraschend gut, letzlich schon ein Erlebnis, weil ungewohnt - aber eben auch sehr lecker. Dabei sind nur die Kombinationen exotisch, die Zutaten dagegen recht schnell besorgt (wenn man einen guten Obst- und Gemüsehändler hat) und die meisten Rezepte auch fix zubereitet. Da viele Gerichte mit unterschiedlichen Obstsorten spielen, wartet man dafür aber doch besser die entsprechende Saison ab: Orangen schmecken halt im Sommer nicht. Und damit bin ich beim Manko des Buches: Es ist zwar wunderbar unterteilt in Frühstück, Salate, Suppen, Drinks usw., enthält aber in jeder Kategorie nur recht wenige Rezepte, die dann auch noch saisonabhängig sind. Ich hatte es gerade auf die Rezepte zum Mitnehmen ins Büro abgesehen, aber nach einer Woche bin ich leider schon durch mit diesem Kapitel - schade, insbesondere da sich diese Rezepte gut zur Resteverwertung geeignet haben, d.h. ich habe abends so gekocht, dass ich für den nächsten Tag Studers Lunch-Rezepte mit den übrig gebliebenen bzw. mehr gekochten Zutaten gemacht habe, ohne den Eindruck zu haben, dass ich ständig das gleiche esse. Auch leckere Frühstücksmöglichkeiten habe ich gefunden, obwohl ich ein Frühstücksmuffel bin - nur eben auch hier leider sehr wenige. Die enthaltenen Rezepte sind aber absolut empfehlenswert, insbesondere wenn es im Geschmack ein wenig experimentierfreudig sein darf.