Mit Happiness ist Will Ferguson ein kurzweiliges Buch gelungen, welches die Geschichte des Edwin des Valu erzählt. Edwin, seines Zeichens Lektor, ist eine Figur mit durchschnitlichen Stärken und Schwächen, ohne außergewöhnliche Fähigkeiten. Er bringt ein Manuskript zur Veröffentlichung, welches sämtliche Probleme auf der Welt zu lösen vermag, damit aber gleichzeitig das Leben nicht mehr lebenswert macht. Eine Moral des Buches ist, dass es gerade die menschlichen Unzulänglichkeiten, die Missgunst, der Neid, der Wettbewerb, die Wut das Leben lebenswert machen. Es ist nicht der Zustand des Glücklichseins, der uns wahhaft Freude verschaft, sondern das Streben danach. Findet dieses Steben sein Ziel, so ist das Leben nicht mehr lebenswert, da es keine Unterschiede mehr zwischen Menschen gibt. Das Tolle am Glücklichsein ergibt sich ja gerade erst dadurch, dass es auch das Pendent dazu gibt, das Unglücklichsein. Das Eine ohne das Andere ist nicht möglich ... Der einzige Wehrmutstropfen dieses außergewöhnlichen Buches ist das relativ kurze, eindimensionale Ende. Vielleicht hätte doch das Ende, welches Ferguson im Prolog erwähnt (wenn es denn ernst gemeint wahr), Einzug in die Printversion halten sollen.