214 von 219 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Und wenn man denkt die Intrige sei nicht mehr steigerbar so kommt die Seaside daher =), 29. Oktober 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48200 - Dominion, Seaside (Spielzeug)
Mit Dominion: Seaside kommt nun die erste offizielle Erweiterung heraus und ich war im Vorfeld sehr skeptisch, da ich sehr viel über dieser Erweiterung gelesen habe und ich Angst hatte, dass sie den Charakter des Spiels zu sehr stört, aber es sei vorweg gesagt: Die Sorge war unbegründet. Mit Seaside wird das Spiel des Jahres 2009 besser denn je.
Das Spiel ist ohne Dominion oder Dominion: Intrige nicht spielbar, da die Punkte, Fluch und Geldkarten fehlen. Man kann jedoch, wenn man eines der beiden Grundspiele besitzt Sets spielen, die nur aus Seaside-Karten bestehen, was gerade am Anfang sehr empfehlenswert ist, um die neuen Karten kennenzulernen, aber auch später bietet sich dies immer mal wieder an.
Es gibt einen komplett neuen Kartentyp "Dauer". Diese Karte spielt man in seinem Zug aus und führt die Aktionen aus. Während der Aufräumphase am Ende des Zuges räumt man die Dauer-Karten nicht weg, sie bleiben in der Auslage liegen, bis der Spieler wieder am Zug ist und ihm wieder Vorteile bringen (z.B. +1 Karte so dass man seinen nächsten Zug mit sechs statt fünf Karten beginnt, oder +2 Geld so dass man zwei Geld mehr zur Verfügung hat, oder +1 Aktion, so dass man in diesem Zug selbst ohne Aktionskarte die weitere Aktionen bringt zwei Aktionen zur Verfügung hat, usw. usf.). Wenn dieser Zug fertig ist, räumt man diese Dauerkarten dann jedoch ab.
Doch es gibt noch weitere Neuerungen Wenn amn sich eine der folgenden Karten nimmt, nimmt man sich immer noch eine extra Pappkarte die deutlich dicker und größer ist, quasi ein Minispielplan. So z.B. die Inselkarte. Kosten 4. Man nimmt sich dann ein Inselfeld und kann nun wenn man die Inselkarte, die zugleich auch zwei Siegpunkte wert ist, zusammen mit einer anderen Karte auf dieser Insel ablegen, wo diese Karten bis zum Spielende bleiben. Auf diese Art kann man z.B. Anwesenkarten loswerden, ohne sie entsorgen zu müssen. Weiterhin gibt es das Piratenschiff. Kosten 4. Die Gegner müssen ihre obersten beiden Karten aufdecken und und wenn eine Geldkarte dabei ist, muss eine nach Wahl des seeräubernden Spielers entsorgt werden und dieser Spieler legt sich ein Goldstück (extra im Spiel enthalten, sehr hochwertig) auf das Piratenschiff. Zukünftig kann man wählen wenn man das Piratenschiff ausspielt ob man weiter räubern möchte, oder ob man pro Goldstück dass auf dem Piratenschiff liegt +X Geld zum Kaufen in dieser Rund extra zur Verfügung hat. Als dritten Pappkarte gibt es noch das Eingeborenendorf. Wenn man diese Karte ausspielt legt man entweder die oberste Karte seines Nachziehstapels auf das Eingeborenendorf, oder aber man nimmt alle Karten die dort liegen auf die Hand.
Vor diesen drei Karten hatte ich am meisten Angst, weil sie aus Dominion mehr als einfach nur ein cooles Kartenspiel machen, allein auf Grund der zusätzlichen Pappkarten und dem zusätzlichen Platz den man benötigt. Selbst bei einem 2 Spieler Spiel kann es aus dem Tisch sehr schnell eng werden, wenn da ein Piratenschiff, eine Insel, drei Dauer-Karten und der normale Nachzieh- und Ablagestapel sowie der normale Vorrat liegt. Aber die Sorge war unbegründet. Dominon macht mit Seaside mehr Spass denn je zuvor. Eine letzte wesentliche Neuerung durch eine Aktionskarte gibt es noch, das Embargo. Kosten 2. Wenn man diese Ausspielt hat man +2 Geld und muss die Karte entsorgen, kann dafür aber einen Embargostein auf einen Stapel des Vorrats legen. Wenn zukünftig ein Spieler eine Karte von diesem Stapel kauft muss er zusätzlich noch einen Fluch nehmen. Diese Karte halte ich für die schwächste von denen die neue Mechanismen ins Spiel bringen.
Eine Grundschwäche des Grundspiels Dominions ist, trotz seiner ganzen Genialität, dass es sehr statisch und vorhersehbar war. Sobald die Karten auf dem Tisch lagen wusste man, welche man wann kaufen muss, der Gegner hatte nur bescheidene Einflussmöglichkeiten darauf, und der Sieger war meisten sehr schnell abzusehen. (Allerdings habe ich Dominion auch bereits über 1000x gespielt).
Diese Statik wird durch Seaside noch weiter reduziert, das Spiel ist deutlich lebendiger und dynamischer geworden. Einige der Karten wie der Taktiker und die Schatzkarte sind allerdings ziemlich mächtig und hätten meines Erachtens nach teurer gemacht werden müssen. Insgesamt sind die neuen Karten jedoch allesamt als gut bis sehr gut zu bewerten, im Gegensatz zur Intrige gibt es nur wenige nicht lohnenswerte Karten.
Fazit: Seaside macht Spass und ist eine dringende Kaufempfehlung für jeden der das Grundspiel bereits besitzt. Vor allem zeigt Seaside auch, was man alles aus dem tollen innovativen Grundkonzept Dominions machen kann, und lässt nur erahnen, was uns zukünftig geboten wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Spiele anderer Autoren und Verlage, die dieses Prinzip aufgreifen, mit Thunderstone kommt demnächst das erste auf den Markt. Das Spiel des Jahres 2009, Träger des Deutschen Spielepreises 2009, Gewinner des A la Carte-Preis 2009 für das beste Kartenspiel wird durch diese erste Erweiterung noch viel besser, als es ohnehin schon ist.
Nachtrag 4.11:
Das Basis Dominion war für mich immer ein reines 2 Personen Spiel, mit mehr Spielern ging es auch, aber es hat auf Grund der geringen Interaktionsmöglichkeiten, nicht wirklich geglänzt mit mehr Spielern, es hat lediglich gedauert bis man selbst an den Zug kam.
Seaside baut diese Interaktion deutlich aus, und es macht mir persönlich jetzt auch mit mehr Spielern mehr Spass, es gibt sogar Karten, die im Spiel zu zweit nicht so glänzen wie im Spiel mit mehreren. Eine davon ist z.b. das Embargo. Damit kann man Strategien der Mitspieler ganz schön durcheinander bringen und ich muss meine Aussage über diese Karte revidieren.
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse Erweiterung, 22. November 2009
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48200 - Dominion, Seaside (Spielzeug)
Seaside ist einfach klasse, das Problem ist nur: Wie wählt man aus jetzt insgesamt 77 Karten ein schönes Deck aus (25 vom Basisspiel, 25 von Intrige, 2 Promotionskarten und nochmal 25 Seaside Karten).
Die Dauerkarten (halten zwei Runden, nicht ganz "dauerhaft") bringen wirklich eine gute Neuerung ins Spiel, allen voran der Taktiker (man setzt quasi eine Runde aus und startet dafür danach mit 10 Karten, 2 Aktionen und 2 Käufen), aber auch "Standard-Karten" die Aktionen/Karten/Käufe/Geld für zwei Runden bringen.
Die Karten haben die gewohnte Qualität, wenn man nicht gerade täglich mehrmals spielt bleiben sie lange schön. Sehr schön ist die Verarbeitung der Münzen/Embargomarker, denn diese sind wirklich aus Metall.
Die dazugehörigen Aktionskarten Piratenschiff und Embargo prägen oft das Spiel. Von diesen "prägenden" Karten gibt es wieder einen ganzen Haufen und das führt auch wirklich zum einzigen Problem.
Wenn man nicht "nachsortiert" können die Spiele mit 10 aus 77 Karten sehr lange dauern und wenig Spaß machen. Oder das Deck ist so gut, dass alles für jeden optimal läuft und man weit unter den 30 Minuten Spielzeit bleibt. Jeder Spieler muss hier seine bevorzugte Auswahlstrategie finden.
Eine klare Kaufempfehlung kann ich jedem aussprechen der so langsam das Gefühl hatte die Spiele wiederholen sich. Das wird nun so schnell nicht mehr passieren. Viel Spaß beim Zocken
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Meer ist okay - doch mehr ist besser, 15. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48200 - Dominion, Seaside (Spielzeug)
Am Sucht erregenden Spielprinzip ändert sich gar nichts, "Seaside" führt lediglich einen neuen Kartentyp ein: die orangenen Dauer-Karten. Diese Karten bleiben einfach bis zum nächsten eigenen Spielzug liegen und bringen dann automatisch erneut einen Effekt. Beim Ausspielen der Karawane beispielsweise bekommt man eine Karte und eine Aktion - zu Beginn des nächsten Zuges zieht man dann noch eine zusätzliche Karte. Als Neuerung ist das nicht gerade weltbewegend, aber immerhin spielerisch sinnvoll. Dennoch bleibt dabei ein bitterer Beigeschmack, wird ein Spielzug durch die orangenen Karten doch meist nur komplizierter. Welche Dauer-Karten beispielsweise hat man in diesem Zug ausgespielt und welche im letzten? Die Anleitung empfiehlt ein Hin- und Herschieben der benutzten Karten auf dem Tisch, in der Praxis führt man dies jedoch nicht immer durch. Es ist nicht die einzige Stolperfalle in "Seaside" - gerne vergisst man auch, dass man die Schatzkammern wieder auf den Nachziehstapel zurücklegen darf oder dass man das Embargo nach dem Ausspielen entsorgen muss. Damit gerät "Dominion" ein bisschen ins Stocken und lässt sich nicht mehr so schön flüssig runterspielen.
Die Qualität der Karten variiert noch stärker als bei den beiden Grundspielen. Da gibt es sehr interessante Karten wie den Taktiker, der den Zug, in dem er gespielt wird, beendet, den nächsten dafür aber doppelt so stark macht. Besonders schön ist das in Kombination mit der Schatzkarte, derer man zwei auf der Hand haben muss, um einen besonders starken Effekt zu erzielen, was sonst nur Zocker interessieren dürfe. Toll auch die Insel, mit der man eine Karte aus der Hand - am liebsten eine nervige Punktekarte - bis zum Ende des Spiels ins "Exil" schicken kann. Doch dann sind da auch Karten wie der Ausguck, mit dem man sich die nächsten drei Karten des Nachziehstapels angucken kann und dann eine entsorgen, eine ablegen und eine auf den Stapel zurücklegen muss - zu unflexibel. Ein schwereres Vergehen stellen jedoch Karten wie das Fischerdorf oder das Piratenschiff dar. Im Regelfall werden sich alle erfahrenen Spieler sofort auf diese Karten stürzen, wenn sie im Spiel sind. Das Fischerdorf bringt sofort zwei Aktionen plus ein Geld und zu Beginn des nächsten Zuges nochmals eine Aktion und ein Geld - für die Kosten von Drei ist das viel zu stark! Das Piratenschiff funktioniert ähnlich wie der Dieb aus dem Grundspiel, die entsorgte Geldkarte darf man sich jedoch nicht nehmen. Stattdessen packt man eine Münze auf das Piratenschiff-Tableau. Anstatt mit der Karte anzugreifen, kann man sich für den Zug auch Geld in Höhe der Münzen auf dem Tableau anrechnen lassen - und die Münzen sammeln sich dort recht schnell an ...
Insgesamt überwiegen in dieser ersten Erweiterung die Karten, die schlecht ausbalanciert oder schlichtweg langweilig sind gegenüber denen, die interessante neue Ideen und Taktiken ermöglichen. Das macht "Dominion: Seaside" jedoch nicht zu einer schlechten Erweiterung, schließlich profitiert das Gesamtkonzept "Dominion" von jeder neuen Königreichkarte, die sich in den offiziellen Kanon einfügt. Je größer die Auswahl an Karten, desto abwechslungsreicher wird schließlich das Spiel. Wenn Fans des Spiels auch so kurze Zeit nach "Intrige" bereits nach neuen Karten dürsten, dann machen sie mit dem Kauf von "Seaside" sicherlich nichts falsch - für sie kommt diese Rezension aber wahrscheinlich eh zu spät. Das Mehr an Karten ist aber - vielleicht neben dem schönen Zusatzmaterial - das einzige echte Argument für "Dominion: Seaside". Wem das nicht genug ist, der sollte sich den Kauf vielleicht nochmal überlegen.
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