Dominion geht in die zweite Runde. Die Intrige ist keine Erweiterung im eigentlichen Sinne, es ist ein komplett eigenständiges Spiel, welches allerdings mit Dominion kombinierbar ist. Außerdem ist die Kenntnis des Grundspiels sehr hilfreich um in das Spiel zu finden, allerdings ist dies keine zwingende Voraussetzung. Ich habe die Intrige auch mit Leuten gespielt, die Dominion erst einmal gespielt haben.
Die Begeisterung für Dominion ist riesengroß. Es ist Spiel des Jahres 2009 geworden, hat den Deutschen Spielepreis 2009 gewonnen, den Preis für das beste Kartenspiel und wird noch zahlreiche weitere Preise abräumen, es ist zweifelsohne das beste und revolutionärste Spiel der letzten Jahre. Ich selbst habe schon über 1200 Partien gespielt. Es ist einfach unfassbar wie gut dieses Spiel ist, man denkt, es sei kaum noch zu toppen.
Doch dann kam Dominion: Die Intrige und siehe da: Es ist zu toppen. Dominion war zeitweilig ein wenig statisch und man wusste oftmals ab einem gewissen Niveau nach den ersten drei bis vier Zügen feststellen, wer sehr wahrscheinlich gewinnen wird. Dieser Effekt tritt in der Intrige deutlich seltener auf, das Spiel ist insgesamt viel dynamischer, interaktiver und etwas weniger berechenbar geworden. Und das tut dem Spiel zweifelsohne sehr gut.
Wer Dominion hat, kommt an der Intrige nicht vorbei, wer Dominion liebt wird die Intrige vergöttern.
Dadurch, dass die Karten untereinander kombinierbar sind, hat man jetzt nicht 25 verschiedene Köngigsreichkarten, aus denen man 10 für ein Spiel auswählen kann, sondern mit den Promokarten ingesamt 52 aus denen 10 gewählt werden, so dass die Möglichkeiten für neue Decks scheinbar grenzenlos werden. Wenn man, was dringend zu empfehlen ist, die Karten mit denen gespielt wird zufällig zieht, ist nahezuausgeschlossen, dass man zweimal mit dem gleichen Deck spielen wird. Absolut grandios, wobei ich am liebsten die Intrige alleine spiele. Wenns nach mir ginge stünde der Preisträger des Spiel des Jahres 2010 jetzt schon fest: Dominion: Die Intrige