Nachdem wir die diverse Carcassonne-Spielerweiterungen bisher gegönnt haben, und im Spiel einige Dauerschwachpunkte (Bauer liegt auf völlig sinnloser Wiese etc.) auffielen, kam die Idee mit dem Schicksalsrad (div. Sonderwertungen auch für im Bau befindliche Klöster, Pest -> je Spieler muss eine Figur vom Spielbrett runter) sehr gut an.
Es bewirkt tatsächlich ein ganz anderes Spielen.
In der Packung sind die ganz normalen Spielkarten von Carcassonne (72 Stück) und auf diesen sind bei 19 Stück die Schicksalsrad-Bewegungskarten, d.h. die Aktionsfigur auf dem Startteil bewegt sich 1-3 Felder vorwärts und bewirkt eine der davon ausgehenden Aktionen (3 Punkte für denjenigen, der die Karte legte/Pest = ein Gefolgsmann je Spieler muss vom Feld/Unwetter = 1 Punkt für jeden im Moment nicht auf dem Spielbrett befindlichen Gefolgsmann/Inquisition = 2 Punkte für jedes Kloster, dass mit einem Gefolgsmann besetzt ist im Moment/Hungersnot = 1 Punkt für jeden Bauern mal der Anzahl der fertigen Städte - also 2 Bauern auf der gleichen Wiese = doppelte Punktzahl)/Steuern = Ritter und Wappen geben je Stadt (in Bau) je einen Punkt.
So werden auch langfristige Bauvorhaben wie Bauern, Städte und Klöster auch zwischendrin mal gewertet und der Frustfaktor für ein nicht fertigstellbares Kloster sinkt.
Die Spielzeit, welche mit 30-45 Minuten angegeben ist, mag bei Anfängern stimmen, wir brauchten nie mehr als 20 Minuten für das Schicksalsrad alleine.
In die normale Carcassonne-Schachtel mit den anderen Erweiterungen und dem Grundspiel haben wir das noch nicht gepackt, da es dann eher untergeht, d.h. zu wenig Schicksalsradbeweungskarten im Verhältnis zu den "normalen Plättchen". Evtl. werden wir das noch anders nachrüsten.
Zum Buch kann man kurz zusammengefasst sagen: es ist überflüssig. Sehr trocken, wenig bewegend aber relativ authentisch in der Umgebung spielend braucht bei uns DAVON keiner eine Fortsetzung.
Das Spiel dagegen ist sehr empfehlenswert, von daher volle 5 Sterne für das Gesamtpaket.