Spielmaterial:
Ein sehr gut gefüllter Karton, so dass nicht einmal mehr der Deckel richtig zugeht. Darin viel Holz und sehr schön illustriertes Spielmaterial aus stabiler Pappe.
Spielregel:
7 Seiten A4 mit vielen Beispielen und Bildern, plus ein A4 Beiblatt mit Kartenerklärungen und taktischen Hinweisen. Der Spielaufbau ist vorbildlich mit Darstellung und Aufbaureihenfolge dargestellt.
Überhaupt ist sie für mich optimal gestaltet, so dass keine Fragen offen bleiben und der Einstieg nicht schwer fällt.
Hinweis:
Einige Spieler hatten allerdings Probleme mit der Ernährung. Auf Seite 7 ,Ernährung' ist folgender Satz dick dargestellt, welcher durch die Hervorhebung schon zu Verwirrung geführt hat: ,In jedem Fall muss er alle Nahrung, die er hat abgeben!'. Das trifft aber nur zu, wenn er nicht genug Nahrung besitzt, dann muss er das was er hat abgeben, wenn er alle ernähren konnte aber nicht.
Spielprinzip:
Sehr gut ausgewogenes, hauptsächlich taktisches Optimierungsspiel. Ein gewisser Glücksanteil ist durch Würfel, Karten und Gebäude gegeben. Die Karten und Gebäude gelten für alle gleich, einzig die Würfel, durch welche man Rohstoffe und Nahrung bekommt bringen den entscheidenden Glücksanteil. Spielentscheidend waren sie aber in meinen Runden noch nicht, da jeder mal gut und mal schlechter würfelt.
Kurzer Spielablauf:
Jeder Spieler beginnt mit 5 Personen. Diese werden reihum auf dem Spielbrett eingesetzt um Nahrung und Rohstoffe zu besorgen, um Gebäudeplättchen und Karten zu nehmen, oder um die Grundausrüstungen, wie Nahrungseinkommen, mehr Personen (bis 10), oder Werkzeuge (bessere Würfelergebnisse), zu erhöhen.
Mit den Rohstoffen bekommt man Karten, welche einem Vorteile verschaffen, oder baut Häuser, welche sofort Punkte bringen. Die Rohstoffe werden mit den Würfeln ausgewürfelt und zwar pro Person die sich in der Region befindet, nimmt man einen Würfel. Die Summe der Augen geteilt durch eine feste Zahl für den jeweiligen Rohstoff (z.B. bei Gold durch 6, Holz durch 3), gibt die Anzahl der Rohstoffe an, welche man bekommt.
Nahrung braucht man immer am Ende einer Runde, damit müssen alle Personen versorgt werden. Reicht sie nicht, kann es schon mal abwärts auf der Siegpunktleiste gehen, also immer gut acht geben.
Ist ein Gebäudestapel leer, oder die Karten können nicht mehr auf 4 offen liegende aufgefüllt werden endet das Spiel.
Die Wertung ist ähnlich Sankt Petersburg (gleiches Autorenteam, z.B. unterschiedliche grüne Karten werden mit sich selbst multipliziert, Werkzeugmacher mit den Werkzeugen die man besitzt usw.).
Die sofortigen Punkte durch Gebäude und einige Karten kann man zwar sofort ablesen, da sollte man auch am Ball bleiben, aber die richtig vielen Punkte bekommt man erst am Schluss, dadurch bleibt Stone Age bis zum Ende äußerst spannend.
Spieldauer:
Bis jetzt erst zu zweit gespielt in ca. 60 Minuten, welche einem aber kürzer vorkommen.
Fazit:
Sehr gute Mischung aus Elementen von Säulen der Erde (Arbeiter einsetzen), Sankt Petersburg (Kartenwertung), Agricola (Ernährung) und selbst Yspahan (Rohstoffe auswürfeln). Diese Elemente wurden so gut miteinander kombiniert, dass ein recht lockeres und flüssig zu spielendes Erlebnis heraus kam, welches durch die vielen Möglichkeiten Punkte zu bekommen wohl eine ganze Weile spannend und interessant bleibt.
Von diesem Spiel könnten Vielspieler, als auch Wenigspieler angetan sein, letztere sollten es sich aber eventuell erklären lassen.
Vordere Plätze bei Spielepreisen dürften Stone Age sicher sein.