Vorweg - dieses Spiel macht süchtig, und wer es spielt muss austeilen, aber auch einstecken können!
Wir spielen "Ohne Furcht und Adel" regelmäßig in unserer Spielerunde, da es eines der Spiele mit der höchstmöglichen Mitspieleranzahl ist - das war anfangs auch die wichtigste Empfehlung, warum wir es mit reinnahmen.
Inzwischen mögen wir die kleinen Intrigenspielchen und die vermeintliche Berechenbarkeit der anderen Mitspieler, die nur allzuoft trügerisch ist. Wenn es eine Bewertungsskala für "Spielspannung" gäbe, sie müsste 6 Sternchen haben um gerecht zu sein.
Die Regeln sind selbst Neulingen schnell erklärt, Widersprüchlichkeiten in der Anleitung, die man bei anderen Spielen leider häufiger findet, sucht man hier vergebens. Es macht also wirklich von der ersten Minute an Spass, zu bauen, zu taktieren und wenn alles nichts hilft auch mal zu meucheln.
Abstriche gibt's leider für die Haltbarkeit - bei den Spielen, die wir bis jetzt schon verschlissen haben, war meist die Farbe der Spielerkarten sehr schnell abgerieben, so dass die wunderschön gestalteten Karten nicht mehr richtig wirkten und zum Teil der Charakter schon an der Abrieb-Intensität erkennbar wurde (wer die Händler-Karte hat, reibt offenbar besonders nervös daran herum, bis Meuchler und Dieb an ihm vorbeigezogen sind...) Das ist schade und geht - wie andere Kartenspiele beweisen - besser.