Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, 86/1 2000, S. 140-142
Der Text ist, wie es einer Einführung gemäß ist, gut lesbar und mit einem separaten Anmerkungsteil versehen, der zahlreiche weiterführende Literaturhinweise enthält. Ein ausführliches Verzeichnis ausgewählter Primärliteratur sowie einige weiterführende Literaturangaben ergänzen dieses empfehlenswerte Buch. Man wünscht ihm möglichst viele Leser - schon um das Interesse am Kritischen Rationalismus und insbesondere an der Philosophie Hans Alberts zu erhöhen. Denn wenn es eine der »Wissensgesellschaft« angemessene Philosophie gibt, dann ist es die des Kritischen Rationalismus: eine Philosophie des methodischen Lernens aus Erfahrung; eine Philosophie der Irrtumsbeseitigung aufgrund von kritischer Diskussion; eine Philosophie der ständigen Bereitschaft, Alternativen zu allen Routinen unseres Denkens und Handelns zu entwickeln.
Kurzbeschreibung
Hans Albert (*1921) ist einer der maßgeblichen Wissenschaftslehrer und einer der einflussreichsten Philosophen des deutschen Sprachraums. Sein Name ist eng mit dem »kritischen Rationalismus« verbunden, der menschliche Problemlösungsversuche für prinzipiell fehlbar hält. Dies gilt nicht nur in der Wissenschaft, sondern insbesondere für Moral und Politik. Versuche der Problemlösung können immer nur vorläufig sein und müssen sich in der Realität bewähren. Sie sind so zu formulieren, dass ihre kritische Prüfung möglich ist. Das damit angedeutete Wechselspiel von Konstruktion und Kritik ist ein Leitthema des kritischen Rationalismus.