Kurzbeschreibung
Tracklisting:
01 Ouvertüre. Des Winters Süße.
02 Ein winziger Gedanke.
03 Gerechtigkeitsfanatiker und Höflichkeitsartisten.
04 Alles für den Kleinkünstler.
05 "Wat ne Quatsch", sagte immer meine Tante Mariechen damals.
06 Der Niederrheiner kann sich alles denken.
07 Ditz Atropos. Hochintelligent, aber ständig besoffen.
08 Schluss gemacht.
09 Kaschmir, ich bin der Frühling.
10 Die polyphonische Krankheit.
11 Und sie bewegt mich doch.
Über den Schauspieler
Hüsch selbst bemerkt zu den Anfängen seiner Karriere: "...als ich anfing, mich mit der Kleinkunst und dem Kabarett zu beschäftigen, nämlich in den Jahren 1946, 47 und 48, da war ich ja noch ein richtiger Liedermacher. Damals sagte man Chansonnier. Und dann erst fing ich an, neben den Liedern reine Texte zu schreiben, Gedichte und rhythmische Prosa, literarische Collagen, politische Satiren und Privatpoesien."
1956 gründet er in einem Mainzer Keller das Ensemble "arche nova", das ungemein erfolgreich ist. Sechs Jahre später verlässt Hüsch das Ensemble und arbeitet von nun an hauptsächlich solo. Sein Hauptaugenmerk legt Hüsch weniger auf die tagespolitischen Satire, als vielmehr auf die Allerweltsereignisse und Alltagserlebnisse kleinbürgerlicher Verhältnisse. 1968 "während der Studentenbewegung" bringt ihm das viel Kritik ein und bei einigen Veranstaltungen wird er schon nach wenigen Minuten ausgepfiffen. Er beschließt, vorübergehend nur noch in der Schweiz aufzutreten, macht Beiträge für das ZDF und synchronisiert Sendungen wie "Väter der Klamotte" oder "Dick und Doof".
In den siebziger Jahren kreiert Hüsch seine Alter-Ego-Figur "Hagenbuch", der fortan zu seinem Markenzeichen wird. Mit Programmen wie "Das neue Programm" (1980) oder "Und sie bewegt sich doch" (1985) steigt in den 80er Jahren seine Popularität weiter an. Als 1988 seine Frau Marianne stirbt, verlässt er seine Wahlheimat Mainz und zieht nach Köln. Mit Beginn des Jahres 1989 tourt er mit seinem Jubiläumsprogramm "40 Jahre unterwegs" durch die Republik. Ende der neunziger Jahre wird bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert, den er aber überwindet. Nach über 50 Jahren auf der Bühne beendet Hanns Dieter Hüsch seine Kabarettkarriere 2000.
Bemerkenswertes
1977 Ehrenbürgerwürde der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz 1978 Gutenberg-Plakette der Stadt Mainz 1989 Carl-Zuckmayer-Medaille für kulturelles Wirken des Landes Rheinland-Pfalz 1989 Ehrenring der Stadt Mainz