Mit "Hannicap Circus" liefert Bizarre von der D-12 Crew ein solides Soloalbum ab. Große musikalische Ausreisser ins Negative sind auf der Platte nicht zu finden, aber auch keine wirklichen Kracher.
Zu erst das Negative: Die Singelauskopplung "Rockstar" kann neben "I need a friend" im Vergleich zu den anderen Songs auf dem Album als weniger überzeugend und eher ausgelaugt betrachtet werden. Die restlichen Songs sind hingegen gut gelungen und zeichnen sich durch den typischen, abgedrehten D-12 Humor aus, der sie von den meisten anderen Gangster-Rappern unterscheidet. Es wird wenig über Waffen und Drivebys geredet, allerdings kommt der Sexismus und die Drogenverherrlichung nicht zu kurz, wie zum Beispiel beim "Gospel Weed Song", der sich durch einen chilligen Beat auszeichnet, welcher perfekt zu Bizarres Stimme passt. Bis auf die oben genannten Negativbeispiele ist das Album auch durchgängig entspannt und teilweise g funkig gehalten, meiner Meinung nach eine positive Überraschung.
Enttäuschend sind hingegen die Features. Viele sind es nicht, aber das ist nicht das Problem. Die Qualität ist das Problem. Wirklich gute Leistungen werden von Big Boi, Eminem und Co. nicht gebracht, auch Devid the Dude, bekannt aus Dre's "F*** you" fällt kaum auf. Da hätte man sich die Features auch sparen können.
Besonders gelugen ist der Song "Bad day", eine Hommage an den Ice Cube Klassiker "It was a good Day"; super lustig und ein guter Flow.
Dieses Album ist jedem zu empfehlen, der auch auf D-12 steht, vor allem aber denen die sich ohnehin schon für Bizarres Art zu rappen begeistern konnten. Alle anderen sollten erst in die CD reinhören um herauszufinden ob ihnen der Stil zusagt.