Nach all den Rezensionen, die ich mir vor Kauf des Buches angesehen habe, war ich hin- und hergerissen, zumal "Das Schweigen der Lämmer" für mich das Nonplusultra dargestellt hatte. Ich habe gelesen, wo es nur zu lesen ging, konnte dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen. Die Fähigkeit von Harris, fast jedes Kapitel an einem anderen Ort fortzusetzen, erfordert einiges an Vorstellungskraft. Und die muss man auch haben, wenn man dieses Buch wirklich verstehen will. Für mich ist es keine schlechte Fortsetzung des ersten Teils. Für mich ist es die Steigerung des Nonplusultra. Wie sehr habe ich mitgelitten, sowohl mit dem Doktor als auch mit Starling. Ich war dabei, live. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass alles gut wird. Ohne dabei auch nur zu ahnen, wie der Schluss aussehen wird, habe ich doch inständig gehofft, dass es genau dieses Ende finden wird. Und als ich die letzte Zeile gelesen hatte, habe ich mich zurückgelehnt und glückselig gelächelt, so wie das wohl bei einem guten Buch sein muss. Gleichzeitig war ich doch auch traurig, diese vielen hundert Seiten schon ausgelesen zu haben und am liebsten würde ich Mr. Harris anrufen und ihn bitten, morgen den dritten Teil auf den Markt zu bringen!