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In Roter Drachen (Manhunter in der Filmversion), dem ersten Band der Trilogie, hilft Hannibal auf teuflische Weise dem FBI bei der Jagd auf einen faszinierenden Serienmörder. In Das Schweigen der Lämmer bringt er die FBI-Agentin Clarice Starling bei ihrem ersten Fall auf die richtige Fährte und bricht auf ebenso brillante wie blutige Weise aus dem Gefängnis aus.
Jahre später treffen wir ihn wieder in Florenz, wo er als Kurator des Palazzos einer italienischen Adelsfamilie unter dem Decknamen Dr. Fell das Leben genießt, die lieblichen Melodien des Serienkillers und Komponisten Heinrich VIII. spielt und kaum noch selbst jemanden ins Jenseits befördert.
Clarice hat indessen weniger Glück: Zu Beginn des Buches überlebt die FBI-Agentin in einer Szene, die sich wie ein Actionfilm liest, nur knapp eine Schießerei. Zu ihrem Verderben macht sie ihr Vorgesetzter Paul Krendler zum Sündenbock des Fiaskos. Clarice wird vom Dienst suspendiert, und zu allem Unglück ist der erste Cop, der über Hannibal stolpert, ein Italiener namens Pazzi, der die Tradition seiner Vorfahren, die in Dantes Inferno als gierige Verräter beschrieben werden, fortführt.
Pazzi steht auf der Gehaltsliste von Mason Verger, einer ebenso unheimlichen Figur wie Hannibal. Verger, der als junger Mann der Kinderschänderei überführt wurde, entkam nur dank seines enormen Reichtums dem Gefängnis. Seine einzige Strafe bestand in einer Psychotherapie -- bei Dr. Lecter. Dieser Behandlung hat Verger zu verdanken, daß er jetzt an einem Beatmungsgerät hängt und bis auf eine Hand von Kopf bis Fuß gelähmt ist. Um sich zu beschäftigen, beobachtet er seine überdimensionierten und gefräßigen Muränen beim Verzehr ihrer Beute und denkt wie besessen darüber nach, wie er Lecter einer ebenso gefräßigen Spezies zum Fraß vorwerfen könnte.
Was wird passieren, wenn der Italiener und Hannibal alleine sind? Wie entwickelt sich das makabre Treffen zwischen Clarice und Lecter? Nur eines wird verraten: Von allen Plots, die Harris bisher geschrieben hat, ist dies der verworrenste. Die Geschichte ist nicht perfekt: Hannibals Wahnsinn hat ein Motiv, was zwar schaurig ist, ihn aber gleichzeitig auch weniger mysteriös erscheinen lässt. Falls man ein exaktes Duplikat des Duells zwischen Clarice und Hannibal in Das Schweigen der Lämmer erwartet, verpaßt man das eigentlich Faszinierende an diesem Buch, nämlich, daß Hannibal an einigen Stellen von anderen Monstern ausgestochen wird. Die Erwartung, daß das Buch ein Blutbad ohnegleichen sein muß, bestätigt sich. Übersehen sollte man dabei aber nicht, daß trotz der Vielzahl an grauenvollen Szenen keine einzige geschmacklos wirkt, denn das Geheimrezept von Autor Harris ist Zurückhaltung. --Tim Appello -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
In Roter Drachen (Manhunter in der Filmversion), dem ersten Band der Trilogie, hilft Hannibal auf teuflische Weise dem FBI bei der Jagd auf einen faszinierenden Serienmörder. In Das Schweigen der Lämmer bringt er die FBI-Agentin Clarice Starling bei deren erstem Fall auf die richtige Fährte und bricht auf ebenso brillante wie blutige Weise aus dem Gefängnis aus.
Jahre später treffen wir wieder auf Hannibal, in Florenz, wo er als Kurator des Palazzos einer italienischen Adelsfamilie unter dem Decknamen Dr. Fell das Leben genießt, die lieblichen Melodien des Serienkillers und Komponisten Heinrich VIII. spielt und kaum noch selbst jemanden ins Jenseits befördert.
Clarice hat indessen weniger Glück: Zu Beginn des Buches überlebt die FBI-Agentin in einer Szene, die sich wie ein Actionfilm liest, nur knapp eine Schießerei. Zu ihrem Verderben macht sie ihr Vorgesetzter Paul Krendler zum Sündenbock des Fiaskos. Clarice wird vom Dienst suspendiert, und zu allem Unglück ist der erste Cop, der über Hannibal stolpert, ein Italiener namens Pazzi, der die Tradition seiner Vorfahren, die in Dantes Inferno als gierige Verräter beschrieben werden, fortführt.
Pazzi steht auf der Gehaltsliste von Mason Verger, einer ebenso unheimlichen Figur wie Hannibal. Verger, der als junger Mann der Kinderschänderei überführt wurde, entkam nur dank seines enormen Reichtums dem Gefängnis. Seine einzige Strafe bestand in einer Psychotherapie -- bei Dr. Lecter.
Dank der Behandlung hängt Verger jetzt an einem Beatmungsgerät und ist bis auf eine krebsartige Hand von Kopf bis Fuß gelähmt. Um sich zu beschäftigen, beobachtet er seine überdimensionierten und -gefräßigen Muränen beim Verzehr ihrer Beute und denkt wie besessen darüber nach, wie er Lecter einer ebenso gefräßigen Spezies zum Fraß vorwerfen könnte.
Was wird passieren, wenn der Italiener und Hannibal alleine sind? Wie entwickelt sich das makabre Treffen zwischen Clarice und Lecter? Nur eines wird verraten: Von allen Plots, die Harris bisher geschrieben hat, ist dies der verworrenste. Die Geschichte ist nicht perfekt: Hannibals Wahnsinn hat ein Motiv, was zwar schaurig ist, ihn aber gleichzeitig auch weniger mysteriös macht.
Falls Sie nach einem exakten Duplikat des Duells zwischen Clarice und Hannibal in Das Schweigen der Lämmer suchen, verpassen Sie das eigentlich Faszinierende an diesem Buch, nämlich, daß Hannibal an einigen Stellen von anderen Monstern ausgestochen wird. Falls Sie damit rechnen, daß das Buch ein Blutbad ohnegleichen sein muß, haben Sie recht. Übersehen Sie dabei aber bitte nicht, daß trotz der Vielzahl an grauenvollen Szenen keine einzige geschmacklos wirkt, denn das Geheimrezept von Autor Harris ist seine Zurückhaltung. --Tim Appello -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligenter Kult-Thriller mit Biss,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hannibal: Roman (Taschenbuch)
"Hannibal" gefällt mir ausgesprochen gut. Noch einen Tick besser, als "Das Schweigen der Lämmer".Die Figur Hannibal Lecter wird in diesem Buch stärker in den Vordergrund gerückt, als es beim bekannten Vorgängerbuch der Fall war. Zudem ist das Buch intelligent und dicht geschrieben. Heraus kommt ein echter Pageturner, den man erst aus der Hand legt, wenn die letzte Seite gelesen wurde. Obwohl ich die volle Punktzahl gebe: Ein kleiner Makel findet sich im Schluß. Als Fan der Hannibal-Serie hatte ich mir zwar ein offenes Ende gewünscht. Aber diese Version ist mir persönlich dann doch etwas zu fantastisch gewählt worden. Sei's drum... im Gesamtbild kann dieses Buch wirklich überzeugen. Eine Randbemerkung noch: Das Buch ist wesentlich stärker als die filmische Umsetzung. Wer durch den Film etwas enttäuscht sein sollte, findet im Buch eine fesselndere Erzählweise. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach nur Hannibal!,
Rezension bezieht sich auf: Hannibal: Roman (Taschenbuch)
Nach der Einleitung des Buches konnte ich es nicht mehr weglegen.Das Buch ist einfach nur fesselnd und sehr spannend. Thomas Harris hat ein Meisterwerk mit diesem Buch geschaffen. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der mal wieder ein richtig gutes Buch lesen will! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Tatsächlich der beste Teil der Serie (wenn da nicht der Schluss wäre),
Von
Rezension bezieht sich auf: Hannibal: Roman (Taschenbuch)
Nachdem "Das Schweigen der Lämmer" sowohl als Buch als auch als Film zum Bestseller wurde, war vorauszusehen, dass Thomas Harris eine Fortsetzung folgen lassen würde. Das ist nicht nur legitim, es bietet sich aufgrund des offenen Endes des Vorgängers natürlich auch an. So wurde "Hannibal", der dritte Teil der "Serie" über den feinsinnigen und intelligenten Serienkiller "Dr. Hannibal Lecter" sehnsüchtig von den Massen erwartet. Damit wurde es offenbar auch zu einem der am öftesten rezensierten Bücher auf Amazon, wobei die Meinungen extrem auseinandergehen. In allen Bereichen des Bewertungsschemas gibt es sehr viele Rezensionen zu "Hannibal", so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Hier kann also nicht mehr viel Neues als meine persönliche Sicht der Dinge hinzugefügt werden.Es mag für manche ein Sakrileg sein, wenn das behauptet wird, aber "Hannibal" ist - zumindest was den Stil, die Lesbarkeit und die grundsätzliche Spannung betrifft - meiner Ansicht nach tatsächlich der stärkste Roman der Serie. Zwar ist die Einleitung über die ersten 100 Seiten wieder einmal recht holprig und zäh ausgefallen (wohl eine Art Schreibblockade beim Autor), danach kann das Werk aber durchaus überzeugen. Man erfährt einiges mehr über den charismatischen Namensgeber des Buches als in den beiden Vorgängern, dennoch bleiben seine Beweggründe gerade noch mysteriös genug (was leider in "Hannibal Rising" zunichte gemacht wurde). Diesmal bekommt er es mit 2 Gegnern zu tun, deren Konzeption dem Autor merkwürdig ambivalent gelungen ist. Die bereits bekannte FBI-Agentin Clarice Starling ist - wie schon im "Schweigen der Lämmer" - ein Ärgernis. Die Passagen, die sich mit ihr beschäftigen sind zum Teil unerträglich zäh und langweilig, alle Versuche von Harris, ihr etwas mehr Farbe zu geben, wirken krampfhaft und aufgesetzt. Das krasse Gegenteil dazu ist das einzig überlebende Lecter-Opfer Mason Verger, der ebenfalls Jagd auf den Doktor macht. Seine Hintergrundgeschichte ist interessant, seine Methoden, den Kannibalen zu fangen sind kreativ. Merkwürdig, dass dieser Charakter wesentlich besser ausgearbeitet und lebendiger wirkt als die Ermittlerin, die immerhin schon ihren zweiten Auftritt hat. Das Katz-und-Maus-Spiel, das sich aus dieser Konstellation entwickelt nimmt rasch an Fahrt auf und wurde vom Autor kurzweilig umgesetzt. Das Wechselspiel zwischen den 3 Hauptpersonen ist gelungen und erzeugt große Neugier auf das Finale. Getrübt wird das Ganze allerdings, wie schon angedeutet, durch ein paar "Aussetzer". Größter Schwachpunkt neben der Figur "Starling" ist - so absurd es klingen mag - die zeitweilige Darstellung Hannibal Lecters. Wenn der nicht mehr ganz junge und körperlich laut Beschreibung eher schmächtige Anti-Held seinen Häschern immer wieder entkommen kann, obwohl sie ihm körperlich überlegen und voll ausgebildet sind, wirkt das doch sehr unglaubwürdig. Schade, das wäre aus meiner Sicht überhaupt nicht notwendig gewesen. Was aber tatsächlich eine gute Wertung verhindert ist der extrem an den Haaren herbeigezogene Schluss des Buches. Hier ist die Fantasie wohl ein wenig zu sehr mit Harris durchgegangen, was bestenfalls aufgesetzt, eher aber absolut lächerlich wirkt. Der gleichen Ansicht waren scheinbar auch die Filmemacher, die den Streifen mit einem wesentlich realistischeren Finale ausstatteten... Hier sei allen potentiellen Lesern geraten, sich nicht zuviel zu versprechen, dann ist die Enttäuschung nicht so groß. In Anbetracht der angesprochenen Mängel im Hauptteil müssten eigentlich nur 1 - 2 Sterne abgezogen werden; wenn man aber das völlig abstruse Finale betrachtet, kann es maximal zu 2 Sternen insgesamt reichen. Schade, aus meiner Sicht würde grundsätzlich eine große Verbesserung den Vorgängern gegenüber vorliegen. Die Serie hat in der Öffentlichkeit natürlich, egal in welcher Form, ohnehin Klassikerstatus (wohl hauptsächlich durch Sir Anthony Hopkins), meiner Meinung nach gibt es auf diesem Gebiet aber dennoch Besseres zu lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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