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Hannibal (FSK 16)
 
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Hannibal (FSK 16)

Sir Anthony Hopkins , Julianne Moore , Ridley Scott    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (182 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Sir Anthony Hopkins, Julianne Moore, Ray Liotta
  • Regisseur(e): Ridley Scott
  • Komponist: Hans Zimmer, Klaus Badelt
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 3. September 2001
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 124 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (182 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005LKX4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.573 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Er ist wieder da, und er ist hungriger denn je. Zehn Jahre nach Das Schweigen der Lämmer genießt Dr. Hannibal "the Cannibal" Lecter (Anthony Hopkins) Espresso schlürfend das süße Leben in Italien.

FBI-Agentin Clarice Starling (Julianne Moore, die die Rolle von Jodie Foster übernommen hat) dagegen ist es weniger gut ergangen. Sie war schon immer eine Außenseiterin, und nun ist sie die stille, launische Einzelgängerin, die die bürokratischen Spielchen nicht mitmacht und deshalb leiden muss. Eine vermasselte Drogenrazzia führt zu ihrer Zurückstufung -- und zu der Bitte von Lecters einzigem überlebendem Opfer, Mason Verger (Gary Oldman), um eine kleine Fragestunde. Clarice ahnt nicht, dass der grauenhaft entstellte Verger -- dem Lector unterstellt, er habe sich sein Gesicht selbst heruntergerissen -- sie als Köder benutzt, um Dr. Lecter aus seinem Versteck zu locken. Er ist zuversichtlich, dass er den guten Onkel Doktor diesmal schnappen wird.

Hannibal verwendet die grundlegende Handlungskonstruktion von Thomas Harris' barockem Roman und ist stilistisch derart anders als sein Vorgänger, dass man gezwungen ist, ihn für sich allein zu bewerten. Regisseur Ridley Scott gab dem Film ein elegantes, geradezu europäisches Aussehen, das von Anfang an klar macht, dass sich hier -- im Gegensatz zum ersten Film -- alles um Hannibal dreht.

Funktioniert es aber auch? Gewiss -- aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Geschickt baut Scott eine Atmosphäre der Vorahnung auf, aber es ist alles nur ein Aufbau zum Antiklimax, da Vergers Plan zur Ergreifung Hannibals (um ihn dann an menschenfressende Wildschweine zu verfüttern) letztendlich nicht zum erforderlichen blutigen Nervenkitzel führt. Und der marktschreierisch angekündigte Höhepunkt, die Abendessensequenz mit Clarice, Dr. Lecter und einem dritten unglücklichen Gast, wechselt ständig zwischen Parodie und Horror.

Hopkins und Moore sind ohne Zweifel beide erstklassig, aber die Handlung ist so konstruiert, dass sie so weit wie nur möglich auseinander gehalten werden -- wo doch im Schweigen der Lämmer gerade ihre Interaktion so faszinierte. Wenn sie denn mal zusammentreffen, sind diese leider nur wenigen und einfach zu späten Begegnungen dennoch recht spannend. --Mark Englehart

Produktbeschreibungen

Ein hypnotischer Horrortrip in die schwärzesten Abgründe von Genie, Erotik und Wahnsinn! Zehn Jahre sind vergangen seitdem die FBI-Agentin Clarice Starling mit dem kannibalistischen Schwerverbrecher und diabolischen Genie Dr. Hannibal Lecter ihre erste nervenaufreibende Begegnung hatte. Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Lecter seine ebenso spektakuläre wie blutige Flucht aus dem Gefängnis gelang. Nun bewegt er sich frei in Florenz umher, und die ahnungslose Welt ist Hannibal schutzlos ausgeliefert. Doch Zeit heilt keine Wunden - Der einst von Lecter verstümmelte Multimillionär Verger entwickelt sich, getrieben von unvorstellbar grausamen Racheplänen, zu dessen ebenbürtigem Rivalen. Als Patient von Lecter mußte er sich selbst vor Jahren das Gesicht mit Glasscheiben häuten und sinnt auf bittere Rache für die Qualen und Entstellungen. Um Lecter endlich den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen, braucht Fiesling Verger einen unwiderstehlichen Köder Clarice Starling...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ästhetische Zerstückelung, 24. August 2002
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hannibal (FSK 16) [VHS] (Videokassette)
Ich habe "Hannibal" im Kino gesehen, bevor ich "Schweigen der Lämmer" kannte und war daher relativ unvoreingenommen, was diesen Film angeht. Mein erster Eindruck war, dass es sich um einen perfekt inszenierten, grandios atmosphärisch abgestimmten Film handelt, der in jeder Hinsicht mehr als sehenswert ist.

Diese Auffassung hat sich kurioserweise noch verstärkt, nachdem ich nun auch den Vorgänger gesehen habe. Sehr durch "Hannibal" geprägt, erwartete ich etwas blauäugig zumindest ähnlich gelagerte Schwerpunkte- was sich natürlich nicht erfüllte. Ich vermisste diesen Hauch Kultur und auch einen Hannibal Lecter, der über einen größeren Bewegungsradius verfügt.

Aber um sich konkret "Hannibal" zu widmen- mich hat selten ein Film so fasziniert, und zwar durch das Zusammenspiel aller Faktoren. Da ist zunächst der Schauplatz; ich selbst war schon einmal in Florenz und war von dem romantischen, melancholischen Flair des Kerns der Stadt mit Palazzo Vecchio, dem Fluss Arno und den engen Gassen fasziniert. Diese Faszination versteht der Regisseur großartig aufzugreifen und visuell zu nutzen, um den Aspekt der Ästhetik und Würde Lecters aufzuzeigen und seine tiefangelegte Persönlichkeit perfekt zur Geltung zu bringen.

Die erste Clarice-Starling- Sequenz (die Szenerie auf dem Fischmarkt) bildet dazu einen wunderbaren Kontrast, der ebenfalls grandios den harten Alltag der FBI- Agentin dokumentiert. Gerade durch diese objektive räumliche Trennung und die- im Kontrast dazu- geistige Nähe wird eine wundervoll harmonische Spannung aufgebaut, die sanft fortgeführt wird.

Hier komme ich zu den beiden Hauptdarstellern, wo meiner Laienmeinung nach Julianne Moore ihre dominante Vorgängerin Jodie Foster sogar übertrifft. Sie umgibt ein Hauch etablierter Kälte, gepaart mit der fühlbaren Erkenntnis, das etwas in ihrem Leben fehlt - und zwar die Konfrontation mit ihrem Intimfeind Lecter. Moores Gestik und Mimik wirken durchweg seriös und geben dem Film die weitreichende Ruhe und den Fluss, von dem er zehrt.

Anthony Hopkins wiederum geht geradezu in der Rolle des kultivierten Monsters auf- er weckt Sympathie, aber kein Mitgefühl, wirkt in (fast) jeder Situation überlegen und bildet so eine Souveränität aus, die für seine Präsenz und die Atmosphäre des Filmes extrem wichtig ist.

Ein weiterer Höhepunkt des Filmes ist der Zusammenschnitt von Bildern und Musik, die die Eindringlichkeit der Szenen geradezu verblüffend intensiviert. Zum einen ragt hier das Opernstück heraus, an dessen Genuss das Ehepaar Pazzi und Lecter in Florenz teilnehmen- welcher Horrorfilm hat sich jemals auf so ein hohes Niveau begeben? Zum anderen war ich von der Wirkung des Zusammenspiels von Musik und Handlung begeistert, als aus der Vogelperspektive gegen Ende des Filmes die Kolonne der im Dunkeln nahenden Polizeifahrzeuge gezeigt wird. Hierbei ertönt nicht, wie man vielleicht erwarten würde, wildes Motorengeräusch oder Hammermusik, welche Hektik und Dramatik in die Handlung brächten, sondern eine ganz sanfte, ruhige und beinah verträumt-resignierte Melodie. Geradezu genial!

Dies sind nur wenige Details aus diesem Film, der mich einfach in seiner ganzen Breite überzeugt hat. Natürlich kommt man nicht umhin, fernab der Handlung, deren Reiz noch etwas mehr herausgearbeitet werden könnte, über die Gewaltszenen zu diskutieren. Zwei dominieren hier die Erinnerung an "Hannibal"- eine, deren Brutalität man zum Teil sieht, zum Teil erahnen muss- da wollte man dem empfindsamen Publikum wohl nicht zuviel zumuten, da der Ausbruch relativ unvermutet und schockierend in die Handlung integriert ist.

Die zweite Szene ist gegen Ende des Filmes platziert und auch meiner Meinung nach an makabrem Humor, gefrierender Grausamkeit und beiläufiger Menschenverachtung kaum zu überbieten- eine der mutigsten und intensivsten Szenen der Filmgeschichte (natürlich nur soweit diese mir bekannt ist). Ebenso wie diese, die ich hier nicht näher beschreiben kann, ist auch das Ende des Filmes originell und nicht platt- ein würdiger Abschluss des skurrilen Finales. Zwar auch ein wenig unglaubwürdig in der Machart, aber das sollte nicht weiter stören.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich selten ein Film so in seinen Bann ziehen konnte, schon garnicht einer aus demselben Genre. Aber "Hannibal" ist einfach anders, was wohl in erster Linie Ridley Scott zu verdanken ist, der wirklich jede Szene zu einem stilistischen Meisterwerk geformt hat. Also: UNBEDINGT ansehen, um sich einen- wenn auch etwas widerlichen- Genuss zu gönnen, der sicher länger im Gedächtnis bleibt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "...ein Verbrechen am Stoff", 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Hannibal (FSK 16) (DVD)
Der Film Hannibal - und so empfindet wohl jeder, der zudem noch das Buch gelesen hat - ist eine Frechheit.
Cineastisch betrachtet nicht sonderlich rühmlich, sieht man von der erotischen Wirkung von julianne Moore
und einem brillianten Hopkins ab, stellt das zusammengestückelte Drehbuch ein Verbrechen am Stoff an sich dar:
Wesentliche Aspekte, wie die in Rückblende geschilderte Ermordung von Hannibals Schwester Mischa, welche
ihn ja überhaupt erst zum Mörder werden ließ und außerdem seine Zuneigung zu Clarice begründet sowie das perfekte, einem
Paar wie Lecter-Starling gerecht werdende Ende des Buches wurden weggelassen, stattdessen nur der
beängstigende Part in der Figur des Lecter betont.

Zum Ende des Buches wäre noch zu sagen: Der sexuelle Aspekt der Beziehung der beiden Hauptakteure drückt
aus, dass Lecter seine Schwester nicht mehr nötig und sich selbst weiterentwickelt hat.

Clarice spielt als eigenständige Person, nicht länger als Platzhalter für Mischa eine wichtige Rolle in seinem Leben.
Dennoch ist der Film eine durchaus interessante Hilfe, die Ereignisse des Buches auch visuell nachzuvollziehen.
Unterhaltung bietet der Streifen allemal, deshalb auch eine vier-Punkte-wertung.

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Guter Film - Schlechter Romanumsetzung, 18. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hannibal (FSK 16) (DVD)
Zu Beginn muss man eines sagen: "Hannibal" ist nicht "Schweigen der Lämmer". Dafür verantwortlich ist u. a. auch Tomas Harris, der in seiner Romanfortsetzung um einiges härter dafür aber auch viel besser (Spannung, Sprache, Handlung, Charaktere) schreibt. Und an eben diese Vorlage versuchte sich Ridley Scott zu halten. Leider wurden viele interessante Teile weggelassen, wie die Zigeunerin in Italien die in Lecter den Satan sieht oder Vergers lesbische Schwester, in die sich Barney, der Wärter aus Teil 1, verliebt. Auch der Pornoproduzent, der Lecters dahinscheiden aufnehmen sollte, fiel unter den Tisch. Ebenfalls fehlen auch viele Kleinigkeiten, die den Film vielleicht um einiges verständlicher gemacht hätten. Für mich als Romankenner, war der Film eine Entschäuschung, nicht weil er schlecht ist, das Beileibe nicht, nein, weil er hinsichtlich des Romans sich einige schlimme Patzer leistet. Vor allem das Ende hat mir nicht zugesagt. Im Buch: Lecter setzt Starling unter Drogen, nimmt ihr ihre Psychose über ihren Vater, bringt sie dazu auch ein bisschen Gehirn vom Statsanwalt zu essen und beide werden zu einem Liebespaar und heiraten... Das Ende des Films ist ja bekannt, eine Abweichung nahm man meines erachtens aber nur vor, um einen Teil 3, der auf keinem Roman basieren wird, da die Lecter-Trilogie mit "Hannibal" von Harris abgeschlossen wurde, zu drehen.

Insgesamt gesehen ist "Hannibal" ein guter Film, den man in keiner Weise mit "Schweigen der Lämmer" vergleichen kann.

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