Hannes Jaenicke und sein Team haben mehr geschaffen, als nur Tierdokus, die niedliche Tierbabys zeigen.
Jeder Film wird zum Krimi, wenn das Team mit versteckter Kamera Kontakt zu zwielichtigen Händlern sucht oder sich irgendwo einschleicht.
Jeder Film zeigt den Blick auf das große Ganze, auf Abholzung, Klimawandel, Verschmutzung der Meere als Grund für die Not der Tiere.
Jeder Film zeigt Menschen, die für diese Tiere kämpfen, sie aus unerträglichen Verhältnissen befreien und aufpäppeln, über sie informieren.
Und jeder Film erklärt, was wir als normale Verbraucher tun können, um unseren Beitrag zu leisten.
Mangelndes Wissen, Wegsehen, "Ich kann eh nichts tun", sind die Feinde, gegen die es zu kämpfen gilt.
Um der eigenen Gesundheit und der nächsten Generationen willen.
Diese Filme klären auf, gehen ans Herz, schockieren und lassen einen dennoch nicht deprimiert im Regen stehen.
Ungeschminkt und auch mal im ungebügelten Hemd, klatschnaß geschwitzt im Dschungel und mit halb erfrorenen Lippen in der Arktis berichtet Hannes Jaenicke hier über drei vom Aussterben bedrohte Tierarten und erweist sich als großer Geschichtenerzähler.
Auch das Zusatzmaterial ist sehenswert und vertieft noch einmal das in den Dokus vermittelte Wissen.
In meiner Familie wurden stets viele Reise- und Tierdokumentationen gesehen, doch ich kann mich nicht entsinnen, daß mich jemals einer dieser Filme so berührte und fesselte wie diese Filmreihe.