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Hannelore Kohl. Zwei Leben
 
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Hannelore Kohl. Zwei Leben [Gebundene Ausgabe]

Patricia Clough , Peter Torberg
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Dva; Auflage: 2. Auflage (6. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421056153
  • ISBN-13: 978-3421056153
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 567.865 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am 5. Juli 2001 erschütterte eine Meldung die Nation: Plötzlich und unerwartet hatte sich Hannelore Kohl in der vorangegangenen Nacht das Leben genommen.

Diese Verzweiflungstat machte uns schlagartig bewusst, dass Hannelore Kohl ein doppeltes Leben führte. Das eine war jenes, das sie in unseren Köpfen führte, geformt durch ihre Medienpräsenz, durch die ihres Gatten und durch das, was wir in ihr sehen wollten. Das andere war die wirkliche Hannelore Kohl, eine Frau, die einer ganz bestimmten Generation angehörte und die die Karten, die ihr das Leben zugeteilt hatte, so gut ausspielte, wie sie nur konnte. Wer also war die wahre Hannelore Kohl, und wie kam sie mit ihrem anderen Ich zurecht?

Für ihre Hannelore-Kohl-Biografie hat die Journalistin Patricia Clough das Leben der 1933 Geborenen intensiv recherchiert, das Familienumfeld, die wichtige und prägende Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit. Sie stellt das Schicksal einer Frau dar, die fast immer durch eine verzerrte Perspektive wahrgenommen wurde, nämlich durch die ihres Mannes Helmut Kohl und dessen Stellung in der Öffentlichkeit. Die Autorin hat Zeitzeugen, Freunde und Mitarbeiter von Hannelore Kohl befragt. Und trotz der große Widerstände von Helmut Kohl ist es ihr gelungen, ein objektives und einfühlsames Bild dieser Frau zu zeichnen, jenseits des trivialen Abziehbildes, das von ihr noch immer in der Öffentlichkeit vorherrscht.

"Es ist bedauerlich", schreibt Patricia Clough, "dass Hannelore Kohl im Tod wie im Leben dazu gebraucht wird, Helmut Kohls Zwecken zu dienen. Der Konflikt zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit setzt sich fort". In diesem Konflikt hat sich Patricia Clough um ein faires und unvoreingenommenes Bild der Ereignisse bemüht. Um ein Bild, das sich nicht immer mit der Version des Altkanzlers deckt. Vielleicht erklärt das die beharrliche Weigerung der Familie Kohl, mit ihr zusammenzuarbeiten. --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Hannelore Kohls Leben war, zeitweilig dramatisch, von 68 Jahren deutscher Geschichte geprägt, die sie hautnah erlitten und durchlebt hat. Seit ihrem Tod im Sommer 2001 stellt sich die Frage, welche Leistungen Hannelore Kohl vollbracht und welche Brüche sie erlebt hat, die von der politischen Indienstnahme ihrer Person in der Öffentlichkeit verdeckt wurden.

Nach dem Tod von Hannelore Kohl schrieb Die ZEIT: »Hannelore Kohl liegt den Deutschen auf der Seele. Ihr Schicksal hat etwas Symbolisches, das erst entschlüsselt werden muß. Es geht um Mann, Frau, Familie.«

Hannelore Kohl, geboren 1933, hat wie tausende andere deutsche Frauen am Ende des Zweiten Weltkrieges die Erfahrung machen müssen, was es bedeutet, Gefahren ungeschützt ausgesetzt zu sein. Gleichwohl hat sie es vermocht, ein Gefühl, das sie selbst in ihrer Jugend nicht kannte, ihren eigenen Kindern zu vermitteln: behütet zu sein. Die Herkunft aus den Trümmern hat lebenslang ein Bestreben in ihr wachgehalten: das nach Sicherheit und Kontinuität. Die Öffentlichkeit hat lange dieses Leben im Einfamilienhaus, im Schatten eines machthungrigen Politikers, als eine Maske abgewertet.

Patricia Clough zeichnet einfühlsam ein Leben mit überraschend viel Selbstbewußtsein, Standhaftigkeit und Widerspruchsgeist. Sie hat zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen geführt, die zum ersten Mal Auskunft über das Leben Hannelore Kohls gegeben haben.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Was Patricia Clough hier gelungen ist, ist zwar ein "Schnellschuss", aber was für einer ?
Im Wettbewerb mit einer anderen Biografie hat sie ziemlich gut recherchiert. So gut es eben ging.-
So ist ein Portrait entstanden, das es in sich hat.
Hannelore Kohl, ein Kind der Zeit. In ihrer Kindheit geprägt- und zwar derart, daß es sich nicht mehr wegwischen ließ.
Wie sollte es auch !
Wenn die Brandbomben fallen und wenn ein Kind zusehen muß, wie z.B.auch vergewaltigt wird (in jedweder Art), dann ist es eben geprägt für immer.
Und dann entsteht in dem Menschen wohl soetwas wie ein Widerstand, nur gegen was , so fragt man sich. Trauer, die man immer in sich trägt ?
Das Bild von Lord Snowdon mitten im Buch spricht Bände.
Da ist aber auch ein Bild, wo sie vorne sitzt und hinter ihr die zwei prächtigen Söhne. Das haut hin. Und d a s ist es, was sie geleistet hat, was jede Mutter eben leistet.
Ist das nicht viel ?
Langt das etwa nicht ?
Für Hannelore Kohl anscheinend eben nicht.
Gut ausgebildet, besser als manch eine andere in ihrer Zeit, hätte sie mehr Möglichkeiten gehabt als nur den Traum von heiler Familie ( und das ist schon Glück, wenn auch ein romantisches, bürgerliches eben ! ).
Die bürgerliche Sicherheit war es, die sie suchte und fand, wieder suchte. Erträumt hat sie wohl einwenig Glück. Das hat sie aber bestimmt gefunden, auch an der Seite ihres Mannes und ihrer Söhne, ihrer Freunde und Freundinnen ( bei all den Möglichkeiten ! ).
Somit wäre ein Liebesgedicht eher angebracht als ein Buch, ein Gedenken eher als großflächiges Auftragen, ein mutiger Toast auf eine mutige Frau eher als ein trauriges Schulterhängenlassen.

Ja, diese Frau war mutig und ging uns voran in ihrer eigenen Art.
Das müssen wir einsehen lernen.

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