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Marianne Fredriksson gab ihren Beruf nicht auf, als sie 1949 einen Schiffsingenieur heiratete und bald danach zwei Töchter bekam. Ihr Mann Sven, der regelmäßig vier Monate zur See fuhr und anschließend vier Monate zu Hause verbrachte, unterstützte sie sehr. Ihre journalistische Karriere führte sie über die Zeitschrift "Allt i hemmet" (ein Einrichtungsmagazin) zum Magazin "Vi Föraldrar" (dem schwedischen Pendant zu "Eltern"), das sie lange als Chefredakteurin leitete, und anschließend 1974 zur größten schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet". Dort leitete sie ein siebenköpfiges Ressort, das sich dem modernen Alltagsleben und der Psychologie widmete. Ihre Seiten gehörten immer wieder zu den meistgelesenen des Blattes.
Erst mit 53 Jahren, nachdem ihre Kinder das Elternhaus verlassen hatten und Marianne Fredriksson eine schwere persönliche Krise überwunden hatte, fing sie an, einen Roman zu schreiben - "immer morgens vor der Arbeit", zwischen fünf und sieben Uhr.
"Evas bok" (so der Originaltitel des ersten Buches) erschien 1980 als erster einer ganzen Reihe von Romanen. Es folgten "Kains bok" (1981), "Noreas Saga" (1983), weitere Bücher zu Motiven aus der Bibel und der Geschichte, und 1985 ein Buch, in dem sie auf viele ihrer eigenen Kindheitserinnerungen zurückgriff, um das Leben eines kleinen Jungen zur Zeit des Krieges in Schweden zu beschreiben : "Simon och ekarna" (Simon und die Eichen).
Marianne Fredriksson war in Schweden schon längst nicht nur eine bekannte Journalistin, sondern auch eine erfolgreiche Schriftstellerin - das achte Buch, 1994 veröffentlicht, machte sie dann weltberühmt: "Anna, Hanna och Johanna (deutscher Titel: Hannas Töchter) wurde in 37 Sprachen übersetzt. Zu Hannas Töchter wurde Marianne Fredriksson durch die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter und durch das Erwachsenwerden ihrer eigenen Töchter angeregt. Plötzlich tauchten Fragen nach der Vergangenheit ihrer Familie und nach dem Leben ihrer Eltern auf. Marianne Fredriksson fuhr in das bäuerliche Värmland, aus dem ihre Familie stammte, und begann zu recherchieren. Aus der Spurensuche wurde ein - gleichwohl frei erfundenes - Buch, ein bewegendes Generationenportrait und gleichzeitig ein Stück westeuropäischer Frauengeschichte, die man so eindringlich noch nie gelesen hatte.
Dieser Roman über die Lebensgeschichte dreier Frauen wurde ein außergewöhnlicher Publikumserfolg. 300.000 verkaufte Exemplare bedeuten für Schweden mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern eine fast unglaubliche Zahl - und Marianne Fredriksson wurde für den Roman zur "Autorin des Jahres 1996" gewählt.
Der Krüger Verlag veröffentlichte Hannas Töchter im Februar 1997 in deutscher Sprache. Schon zwei Wochen später war das Buch ein Bestseller, ohne großangelegte Werbekampagne oder medialen Wirbel. Schnell sprach sich die Qualität dieses Romans herum, und die Leserinnen und Leser machten die Autorin auch in Deutschland zu einer der meistgelesenen Autorinnen. Im Juni 1997 kletterte Hanns Töchter auf Platz 1 der Bestsellerlisten - und blieb dort bis Mitte 1998. Ab Frühjahr 1999 erfreute auch die Taschenbuchausgabe (Fischer Taschenbuch Band 14486) mehr als eine Million Leser und Leserinnen.
Ende 1997 kam in Schweden Marianne Fredrikssons bisher neuestes Werk heraus: der Roman "Enligt Marai Magdalena" (Wahlström & Widstrand Verlag, Stockholm). Hier lässt sie Maria Magdalena, die Weggefährtin Jesus', mit eigenen Worten ihre Geschichte erzählen. Ein intensives historisches und biblisches Quellenstudium ging der Niederschrift dieses Buches voraus.
Im Herbst 1998 erschien Simon in deutscher Sprache - und stürmte die Bestsellerlisten genauso wie das ein Jahr später, im Herbst 1999, hier erschienene Maria Magdalena.
Im Herbst 2000 erschien ein weiteres Buch der Autorin in deutscher Sprache: Inge und Mira - die Geschichte zweier Freundinnen ganz unterschiedlicher Herkunft, ein ergreifendes und sehr persönliches Buch über die Freundschaft und die Macht der Erinnerung. Im Herbst 2001 wird der Roman Sofia und Anders im Krüger Verlag publiziert werden.
Noch heute, nachdem sie sich Ende der achtziger Jahre aus dem Erwerbsleben zurückgezogen hat, schreibt Marianne Fredriksson jeden Tag. Sie schreibt ohne Exposé, die Personen und die Handlung ihrer Bücher hat sie schon jahrelang vorher im Sinn und spürt ihren Geschichten während ihrer täglichen Meditation nach. Täglich entstehen so ein bis zwei Seiten eines neuen Buches.
Marianne Fredriksson lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Göteborg auf einem kleinen Anwesen, das aus einem schönen Garten und zwei gelben Holzhäusern besteht - einem Wohnhaus und einem Arbeitshaus, das sie sich mit ihrem Mann teilt. Während Marianne Fredriksson schreibt, widmet sich ihr Mann seinem Hobby, dem Kunsttischlern. Die beiden Häuser mit ihrer farbenfrohen Einrichtung und der Garten wurden schon in einer Ausgabe des deutschen Magazins "Schöner Wohnen" abgebildet. In den letzten Jahren mussten die Fredrikssons dann eine Sondergenehmigung beantragen, um einen Sichtschutzzaun um das Grundstück zu errichten - zu groß wurde die Zahl der neugierigen Besucher aus aller Welt.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Melancholie und Hinnahme,
Rezension bezieht sich auf: Hannas Töchter (Broschiert)
Ein großartiges Buch. M- Fredikkson nähert sich einem gleichermaßen immer gültigen wie modernen Thema aus einer ganz anderen Perspektive: die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Unspektakulär, ohne feministische Kampfausdrücke, ohen gezwungene Emanzipiertheit, vielmehr leise, poetisch und ein wenig melancholisch schreibt sie über drei Generationen von Frauen, die sich manchmal unglaublich fremd und dann wieder wahnsinnig vertraut sind. Ein Buch, daß man nicht immer erklären und besprechen muß, besser man fühlt es. Für Männer ist dieses gefühl sicher schwer zu fassen, aber das muß ja auch nicht immer sein. Doch jeder Frau wird es merken, dieses Gefühl, das wir letzlich endlich in unserem verhalten stark geprägt sind von allen Frauen vor uns, daß wir Teil eines Ganzen sind, von dem sich auch emanzipierte Frauen nicht werden frei machen können. Und das es eine Sache gibt, vielleicht nur eine einzige, aber diese ganz sicher, die uns von den Männern unterscheidet: die innere Kraft/charakterliche Schäche, als das hinzunehmen, was uns im Leben trifft, ohne jemals dagegen aufzubegehren. Ein Buch, daß jede Frau gelesen haben muß.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es gibt keine schönere Familiengeschichte,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hannas Töchter. Bild Bestseller Bibliothek Band 2 (Gebundene Ausgabe)
Anna ist Mutter von zwei Töchtern und mit ihrem Leben nicht immer ganz zufrieden. Sie hat es nicht leicht gehabt, auch nicht mit ihrer Mutter Johanna. Und mit ihrer Großmutter Hanna schon gar nicht.Als Johanna im Sterben liegt, beschließt Anna, dass es an der Zeit ist, etwas über die Frauen in ihrer Familie zu erfahren und sie beginnt, über ihre Mutter und ihre Großmutter zu recherchieren. Dabei entwirft sie ein sehr interessantes und mitreißendes Bild ihrer Familie, das ihr zeigt, was die Frauen durchmachen mussten, was sie liebten und was sie fürchteten. Dabei entdeckt Anna, dass trotz der Generationsunterschiede bestimmte Eigenheiten und auch die Liebe zu einem bestimmten Typ Mann bei allen drei Frauen gleich ist. So erzählt Marianne Fredriksson sehr einfühlsam die Geschichte einer Familie, die ganz sicher nicht perfekt, deshalb aber nicht weniger lesenswert ist. Ein wunderschönes Buch, das man immer wieder lesen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mütter und Töchter,
Von alissaya (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Hannas Töchter (Broschiert)
In ihrem Buch "Hannas Töchter" erzählt Marianne Fredriksson eine Familienchronik anhand von drei Frauengenerationen. Wir durchleben mit Hanna (Großmutter), Johanna (Mutter) und Anna (Tochter) Höhen und Tiefen, und tauchen mit ihnen über Jahrzehnte zurück in die Geschichte Schwedens ein. Anna schreibt an einem Buch über ihre Familie. Sie befindet sich in einer Phase ihres Lebens, wo sie einiges hinterfragt und zu verstehen versucht. All die Fragen, die sie ihrer, mittlerweile greisen und an Demenz leidenden, Mutter Johanna stellen möchte muß sie sich nun selbst beantworten. Anna begibt sich, mit Hilfe von alten Briefen und Schriftstücken, auf die gedankliche Reise zurück in eine Zeit an Schwedens Grenzland, in die atemberaubende Natur am Norweger Wildbach. Zurück in die weite Vergangenheit ihrer Familie. 1871 wird Hanna geboren und wächst in einfachsten Verhältnissen auf. Mit der Erzählung ihres tragischen Frauenlebens beginnt die Geschichte... Marianne Fredriksson schreibt liebevoll und einfühlsam aus der Sicht der verschiedenen Generationen. Sie schreibt über Freude, Trauer, schwere Lebenskrisen, über das Leben und den Tod. Verhaltensmuster werden geprägt, durchlebt und unbewusst weitergegeben. "Hannas Töchter" ist eines der Bücher, welches man an jede Frau weiterempfehlen sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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