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Hannah Arendt und Heinrich Blücher. Ein deutsch-jüdisches Gespräch
 
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Hannah Arendt und Heinrich Blücher. Ein deutsch-jüdisches Gespräch [Gebundene Ausgabe]

Bernd Neumann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871343226
  • ISBN-13: 978-3871343223
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 508.860 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung

Zwei Jahre nachdem in Deutschland die Nazis an die Herrschaft gekommen sind, begegnen sich im französischen Exil zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die zumeist schwarz gekleidete, kettenrauchende, stets diskutierende 'Liberale' Hannah Arendt und der unangepaßte Marxist und vormalige Anarchist Heinrich Blücher, von dessen makellosen Dandy-Outfit ein konspiratives Flair ausgeht. Sie heiraten und fliehen über Spanien nach New York. 1942 erfahren sie dort vom Holocaust. Aus ihrer leidenschaftlichen Auseinandersetzung über die Frage, wie das, was geschah, in Deutschland geschehen konnte, entsteht das epochale Buch 'Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft' (1951), das den Weltruhm Hannah Arendts begründet und mit dem sie sich als Denkerin von ihrem einstigen Lehrer und Geliebten Heidegger befreit.

Über den Autor

Bernd Neumann war fünf Jahre lang Leiter des Ressorts Medizin bei der Zeitschrift FIT FOR FUN, hetzt freier Buchautor. Veröffentlichung mehrerer erfolgreicher Ratgeber zu den Themen Fitness und Medizin veröffentlicht. Der Autor lebt in der Nähe von Lüneburg.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
trivial 24. Dezember 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist durchaus interessant - aber nur, weil das Sujet interessant ist. Die Biographie zweier so faszinierender Persönlichkeiten wie Hannah Arendt und Heinrich Blücher, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zueinander zu passen scheinen, kriegt nicht einmal ein so langweiliger Autor wie Bernd Neumann kaputt. Er zählt auf, gibt ein paar klischeehafte Wertungen und meint anscheinend, einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben. Dabei stellt er lediglich bekannte Tatsachen zusammen, denen er oberflächliche Deutungen beimischt, gern zum Thema der "erotischen Leidenschaft". Die habe in Hannah Arendts erster Ehe gefehlt (9) - wenn man sich eben auch von Eltern und Schwiegereltern beeinflussen läßt. Viel billiger geht es kaum. Und wird das wirklich dem Gegenstand des Buches gerecht - auch wenn es in der Reihe "Paare" bei Rowohlt erschienen ist? Weil das aber nicht reicht, kommt das Ganze auch noch in einem gräßlichen Stil daher. "Hitlers "Machtergreifung" (warum eigentlich - mit konstanter Bosheit - in Anführungszeichen?) stand unmittelbar vor der Tür. Sie wird sowohl Arendt wie Blücher aus Berlin vertreiben." (12) "Heinrich Blücher war es nicht bestimmt, zum Objekt einer Biographie zu werden." (70) "Der Lernende anverwandelte sich zur Gänze an seinen Lehrer". (141) Das verstehe mal einer. Gemeint ist, daß ein Student in der Lage war, Blücher zu imitieren. Was wären wir ohne diese Information. "Der Vortragende (Blücher) saugt zuweilen heftig an seiner Zigarette und zeigt nach einer gewissen Zeit deutlich stimmliche Ermüdungserscheinungen". (139) Letzteres Zitat kommentiert ein Tonband mit Vorlesungen Blüchers - als ob es nichts Wichtigeres zu beobachten gäbe. Stilistisch ist an diesem Zitat weniger auszusetzen als an der Konzentration auf Trivialitäten. Hierfür ist es paradigmatisch. Blücher ist mal Heinrich, im nächsten Satz Blücher, drei Sätze weiter wieder Heinrich, immer schön abwechselnd. Spätestens als die beiden in Amerika leben, wird er auch als "der Deutsche" oder "der Berliner" apostrophiert. Der Gerechtigkeit halber trifft der gleiche Abwechslungsreichtum auch auf Hannah Arendt zu. Wann welche Bezeichnung gewählt wird, ist sachlich kaum ersichtlich begründet. Allerdings avanciert sie später zur "Prozeßbeobachterin" (des Eichmann-Prozesses, 169) und zur "Laureatin" (anläßlich des dänischen Sonning-Preises, den sie kurz vor ihrem Tod erhielt, 196) - wiederum jedoch nur, um die Bezeichnung abzuwechseln. Erfrischend sind die eingestreuten Zitate vor allem von Arendt (Blücher wird gelegentlich englisch zitiert). Hier sieht der geneigte Leser, wie man auch schreiben kann: knapp, präzise, treffend. Insgesamt schade. Hannah Arendt und Heinrich Blücher hätten eine angemessenere Würdigung verdient.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein bemerkenswertes Paar 13. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Über Hannah Arendt ist ja einiges bekannt. Mehrere Biografien existieren und viele Briefausgaben machen ihren Lebenslauf und ihre Denkgewohntheiten transparenter. Deutlich mehr im Dunkeln blieb immer Heinrich Blücher - trotz der Briefausgabe -, da er zum einen wenig zu Papier brachte und zum anderen eher die mündliche Form der Gedankendarlegung schätzte (eine Art Sokrates unter den Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts).
Wie sehr aber auch Blücher am Werk der Hannah Arendt - vor allem an einem der Hauptwerke "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" - beteiligt war, macht diese Doppelbiografie deutlich. Und nicht nur das - mit der nötigen Diskretion wird eine Ehe geschildert, die trotz aller Probleme, schlicht gelebtes Leben und Denken war. Sie ergänzten sich in fast schon idealer Weise.
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