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Kundenrezensionen

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am 10. März 2012
Dieser Titel wäre eher eine Beleidigung, denn in "Californication" steckt so viel mehr, als Sex und anzügliche Witze! Stephen Hopkins und David Duchovny selbst produzierten diese wirklich großartige Serie und haben mich von der ersten Folge an in ihren Bann gerissen. Für mich ist diese Serie einer von wenigen TV- Schätzen, wie etwa "Lost" oder "Scrubs", die einfach das gewisse Etwas haben, das gewisse Etwas, was einen süchtig nach der Serie macht...

Hank Moody ist ein Schriftsteller, der mit seinem Roman "Gott hasst uns alle" einen Bestseller landete. Doch seitdem seine Frau Karen mit ihm Schluss gemacht hat und ihre Tochter Becca bei ihrer Mutter wohnt, geht die Erfolgskarriere des Stars langsam aber sicher den Bach runter. So kommt es, dass sich Hank in zahllosen Affären verliert und wie ein Teenager rebelliert...

Staffel 1 startet mit 100 %. Die Einführung von Hanks Charakter ist einfach grandios, erst lernen wir die coole und freie Seite von ihm kennen, merken aber schnell, dass hinter all dem Spaß eine tiefe Trauer steckt, gemischt mit der Angst, seine Familie verlieren zu können. Und der Grund, dass der Zuschauer Hank versteht und mit ihm fühlt, ist der einfache Grund, dass David Duchovny hier wahrscheinlich die Rolle seines Lebens spielt, neben Mulder aus "Akte X". Neben ihm wirkt Charlie Harper aus "Two And A Half Men" wie ein süßer Pudel! Nicht umsonst wurde Duchovny mit dem Golden Globe belohnt.
Natürlich haben die anderen Figuren ebenso ihren Platz in der Geschichte. Natascha McElhone als Karen ist wunderschön, aber auch einfühlsam und der vernünftige Gegenpart zu Hank. Madeleine Martin als Becca überzeugt ebenfalls als gefrustete und pubertäre Tochter, die ihre Eltern am liebsten wieder zusammenbringen möchte.
Daneben gibt es Charlie, den Agenten von Hank und sein bester Freund oder auch Bill, als neuen Liebhaber und baldigen Ehemann von Karen. Besonders erwähnenswert ist auf jeden Fall noch Mia, Bills Tochter, gespielt von Madeline Zima, die eine wirklich grandiose Leistung abliefert. Im späteren Verlauf werden dann mehr und mehr Figuren eingeführt und fügen sich nahtlos ins Geschehen ein.

Die Hauptthematik bei "Californication" umfasst in erster Linie das Thema Sex! Nicht mehr, nicht weniger, nur im Gegensatz zu "Sex And The City" bekommen wir hier die etwas realere Sicht auf dieses allseits beliebte Thema. Aber wie gesagt nur in erster Linie, "Californication" lebt hauptsächlich von seinen intimen und sanften Untertönen, besonders wenn Hank verzweifelt versucht seine Frau und seine Tochter wieder zu bekommen. Aber natürlich auch der direkte und wundervoll, ehrliche Humor macht den Charme dieser Serie aus. Und diese ganze Mixtur aus Erotik, Drama und Comedy machen die Serie zu etwas ganz besonderem.

Musikalisch wird der Zuschauer durch viele bekannte Klassiker befriedigt, wie etwa "Rocket Man" oder "Halleluja", aber auch der Scoreanteil von Tyler Bates ist ein Ohrenschmaus.

Die erste Staffel dieser wunderbaren Serie sollte genügen, um Lust auf mehr zu machen. Ich persönlich bin heilfroh, dass ich endlich an die DVD Boxen gekommen bin, denn im Fernsehen macht die Serie nicht ganz so viel Spaß, besonders wenn man immer eine Woche auf eine Folge und ein oder zwei Jahre auf die nächste Staffel warten muss... "Californication" ist etwas ganz besonderes unter der Unzahl an Serien, die man heutzutage zu sehen bekommt, deshalb empfehle ich auf jeden Fall einen Blick in die Pilotepisode, danach sollte man entscheiden, ob man was damit anfangen kann oder nicht!
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am 18. August 2013
Als die anspruchsvolle Erwachsenenalternative zu "Two and a Half Men" wird "Californication" beworben – und tatsächlich degradiert die Dramedy-Serie aus dem Hause Showtime ("Dexter", "Homeland", "Die Tudors") die Abenteuer des Bourbon verehrenden Werbejingle-Komponisten zum familientauglichen Fernsehfutter fürs Vormittagsprogramm. Denn: "Californication" zeigt sich alles andere als prüde und serviert dem Publikum eine regelrechte Schlachtplatte an sarkastischen Sprüchen, nackten Tatsachen und provokativen Seitenhieben auf Hollywood wie auch auf die Kirche. Bereits die ersten Minuten der Pilotfolge stürmen inszenatorisch geradezu die Tür und reden mit dem Publikum schonungslos Tacheles: Hank Moody betritt auf der Suche nach Inspiration ein Gotteshaus, löscht seine Zigarette im Weihwasserbecken und erhält von einer Nonne prompt das Angebot einer oralen Befriedigung. Damit wird der Startschuss für einen Marathon an Verbalerotik, expliziten Bettszenen und bitterbösem Humor abgegeben.

Doch wer nun denkt, "Californication" sei reine Zotenreißerei mit plumper Fleischbeschau, der befindet sich im Irrtum. Bereits ab der ersten Folge entwickelt die Story Tiefgang, den man so nach den ersten Minuten nicht erwartet hätte und der sich vor allem in der Charakterzeichnung und -entwicklung ausdrückt. So schält sich aus der auf den ersten Blick oberflächlichen Person des trinkfesten Schürzenjägers Hank schon bald eine gescheiterte Vaterfigur, zu der seine Tochter nur allzu gerne aufsehen würde, und ein depressiver Schreiberling, der rückblickend seinen respektlosen Umgang mit seiner einstigen Lebensgefährtin bereut. Ein nicht unerhebliches Scherflein zum Unterhaltungswert steuern hierbei die bitterbös-zynischen Bandagen bei, mit denen Hank seine Mitmenschen traktiert. "Californication" entpuppt sich als wahre Fundgrube sarkastischer Sprüche und intelligenter dialogischer Schlagabtausche, die hart, aber angenehm das Zwerchfell durchwalken – wobei traurige Zwischentöne und rührige Momente den bissig-provokanten Grundton der Serie gut kontrastieren. Obwohl sich die Serie unübersehbar genüsslich und unverklemmt einzelne Tabu-Bereiche der Fernsehunterhaltung (abseitige sexuelle Vorlieben, Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen, sexuelle Missbräuche innerhalb der Institution Kirche etc.) zur Brust nimmt, geschieht dies nie zum reinen Selbstzweck.

Getragen wird die Serie – abgesehen von den intelligenten Dialogen – nicht zuletzt von einem gut aufgelegten Cast, der einfach sitzt. Besonders David Duchovny verleiht der Serie eine Dynamik und Frische, ohne die "Californication" wahrscheinlich nur halb so unterhaltsam wäre. Perfekt und in all seinen Facetten verkörpert er den alkohol- und drogenabhängigen, misanthropischen Schürzenjäger mit seinem unerschöpflichen Arsenal an zynischen Schlägen unter die Gürtellinie und streift dabei geradezu mühelos das Stigmata des introvertierten FBI-Agenten, das ihm seit "Akte X" anhaftet, ab. Aber auch das übrige Ensemble kann sich sehen lassen, wobei nicht zuletzt Madeline Zima – vielen vielleicht noch als kleine Gracie aus "Die Nanny" in Erinnerung – als Hanks durchtrieben-verruchte Nemesis neben Duchovny in Erinnerung bleibt.

Kaum eine TV-Serie der letzten Jahre hat es in vergleichbarer Weise geschafft, den Zuschauer gleich in den ersten Minuten quasi zu überrollen und ihm zu einer sperrangelweit offenen Kinnlade zu verhelfen. "Californication" ist erfrischend frech, herrlich zynisch und angenehm provokativ, wenngleich auch dank derber Sprüche und expliziter Sexszenen sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch auch die intelligenten dialogischen Schlagabtausche und ein großartiger Hauptdarsteller können nicht kaschieren, dass zumindest die erste Staffel immer wieder deutliche Durchhänger hat, bei denen der Zyniker Hank den Karren aus dem Dreck ziehen muss. Nichtsdestotrotz: der gelungene Start einer vielversprechenden Serie.

Kritik zur Blu-ray Disc:

Das AVC-kodierte Bild weist solide Schärfewerte und eine ordentliche Detailwiedergabe besonders in den Nahaufnahmen auf, doch durch den steilen Kontrast geht gerne mal die Plastizität flöten. Außerdem neigt das Bild gerade in Tagszenen dazu, leicht zu überstrahlen, ferner könnte der Schwarzwert ruhig satter sein. Filmkorn ist zwar ständig bemerkbar, erweist sich aber nur in den wenigsten Fällen als störend.
Der deutsche Ton liegt in einer mageren Stereo-Abmischung vor, die sich ziemlich laut präsentiert, wobei die Dialoge stets in den Vordergrund drängen. Hinzu kommt, dass die deutschen Stimmen ein wenig zu tief klingen (das gilt vor allem für die männlichen und im Besonderen für David Duchovnys Sprecher), wodurch die deutsche Synchro etwas Einschläferndes hat. Diesem akustischen Valiumersatz steht ein Originalton in sattem und ausgewogen abgemischtem Dolby TrueHD 5.1 gegenüber, der nicht zuletzt wegen seiner Lebendigkeit vorzuziehen ist. 2 Punkte für das akustische Desaster der deutschen Tonspur (der O-Ton hätte seine vier Punkte verdient).
Das Bonusmaterial präsentiert sich bescheiden: ein Audiokommentar zur Pilotfolge, Interviews mit dem Cast – das war's auch schon wieder. Zudem wartet das Cover auf der Innenseite mit Infos zu den einzelnen Episoden auf, was leider wiederum zur Folge hat, dass auf ein Wendecover verzichtet wurde. Dieses Problem hätte mit einem der Blu-ray beigelegtem Flyer gelöst werden können ...
11 Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Da unterhalten sich in einer Fernsehserie endlich mal ein paar Leute über das Thema körperliche Liebe, so wie es praktizierende Frauen und Männer nun mal auch in der Wirklichkeit so tun. Sie nennen halt die Dinge beim Namen. Und was passiert? Die liebe, zuständige Prüfstelle stuft das alles sofort gleich als "ab 18" ein. Was ja eigentlich nicht so schlimm wäre. Denn wer diese intelligente Serie gut findet, der ist auch selbst clever genug, sich einen Erwachsenen für die Bestellung zu organisieren. Was mich dagegen nervt, ist das teure Porto, das hier bei Amazon für Filme ohne Jungendfreigabe erforderlich ist.

Viel jugendgefährdender als das Thema Sport im Bett ist hier aber ohnehin die schrecklich unangepasste Lebensweise von Hank, dem Schriftsteller mit Schreibblockade, der hier um seine Familie kämpft, die gerade zu einem völlig angepassten, stromlinienförmigen Managertypen abwandert. Hank, dieser letzte Mann auf dieser Welt, macht aus seinen Gefühlen einfach keinen Hehl. Als ein Typ ihn nervt, weil er im Kino mit dem Handy telefoniert, nimmt er ihm das Handy weg und wirft es gegen die Wand. Und überhaupt macht Hank alles, was man als normaler Mensch leider viel zu selten tut. Und deshalb rennen ihm auch die Frauen nach. Aber gerade das hilft ihm auch nicht weiter. Denn er liebt die Mutter seiner Tochter. Und tatsächlich ist diese auch der einzige Mensch mit Vernunft unter der offenbar zu heißen Sonne Kaliforniens.

Wer sich beim Sehen dieser Serie durch die vielen, nackten Frauenkörper ablenken lässt, dem entgehen nicht nur ein paar wirklich gute Pointen, sondern auch haufenweise Medien- und eigentlich auch Zivilisationskritik: "Papa, da liegt eine Frau ohne Haare zwischen den Beinen in deinem Bett. Ist sie krank?" Und überhaupt ist die Serie bei ihrer Aussage doch eigentlich durchaus konservativ. Ich glaube, so sehr sind Familienwerte noch nie zwischen so hübschen Frauenkörpern (gelegentlich auch in Aktion) gefeiert worden wie in dieser Serie. Gebt es doch zu: Eingestuft ist dieser Film bloß deshalb ab 18, weil hier auch geraucht (und gesoffen) wird. Zusammen mit dem Ausleben seiner Gefühle ist das den lieben Jugendschützern einfach zu viel Spaß im Leben, als dass man Jugendliche damit konfrontieren dürfte.

Schade ist das auch deshalb, weil die Serie neben einmaligen Darstellerleistungen auch sprachlich brillant geschrieben ist. Deutlich mehr über das Leben lernt man hier jedenfalls als zum Beispiel bei Germany's Next Top Model. Eine Serie für alle, die sich für das wirkliche Leben interessieren, und die nach dem Sehen in eine gute Bar gehen und dort sich dann auch mal mit den Menschen beschäftigen wollen, die man dort so treffen kann.
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am 26. September 2008
Nein, David Duchovny (Hank Moody) kommt für seine Rolle in Californication sicherlich nicht in die Hölle. Dann doch eher die Leute, die sich diesen neuen Geniestreich nicht angucken werden.
Nach der ersten, leider sehrz kurzen, Staffel (12 Episoden) steht für mich fest, dass man mit der DVD-Box von Californication ein innovatives und aussergewöhnliches Schmuckstück in den Händen hält.

Die Story sollte derweil bekant sein (wenn nicht schaut man auf IMDB.com nach oder in der vorigen Rezension) und deswegen gehe ich direkt zur Kritik über.

Californacation ist eine der besten TV-Serien die für das amerikanische Fernsehen gedreht wurde. Der Humor setzt sich aus Zufall, Trockenheit und Slapstick zusammen wobei das Letztere eher selten vorkommt. Meist erfreut man sich an verbalen Schlägereien zwischen Duchovny und anderen Personen. Und diese sind von vorne bis hinten einfach nur super. Hier kann man mit gutem Gewissen behaupten: "Sowas gab es noch nie!".

Neben dem Humor gibt es natürlich auch die Schauspieler die alle ihre Rolle fest im Griff haben. Es wird jedoch hauptsächlich auf Moody bzw. Duchovny eingegangen und dabei sieht man auch wie gut dieser Schauspieler eigentlich ist. Wer nach Akte X nicht überzeugt war wird es spätestens jetzt sein. Denn Duchovny liefert hier eine Meisterleistung ab und lässt auch in diesem Bereich das Herz der Frauen höher schlagen.
Die restlichen Schauspieler sind gut gewählt und kommen meist auch authentisch rüber. Manche Sachen sind natürlich fragwürdig (in Bezug auf die Handlung der Personen) aber Californication spielt auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Übrig bleibt jetzt noch der Soundtrack und die Atmosphäre: beide stehen im totalen Einklang miteinander und sind eigentlich auch auf den Hauptcharakter zugeschnitten. Da sich die Serie hauptsächlich um eine Person dreht, tut es die Musik und die Atmosphäre auch. Die Musik ist ein wenig rockig und nur selten bekommt man komponierte Sachen zu hören. Diese sind nicht schlecht aber auch nicht hervorragend. Da man sich aber hauptsächlich auf die Aktionen und Konversationen der Personen konzentriert ist das kein Minuspunkt.

Fazit:

Californication zeigt einen Duchovny in Hochform und in einer Comedyserie die schon lange überfällig war. Ich denke jeder wird seinen Spaß mit den ersten 12 Episoden haben obwohl sie jeweils nur 30 Minuten dauern. Natürlich ist der Humor Geschmackssache und die Tatsache, dass dieser nicht auf die breite Masse zugeschnitten wurde gibt der Serie 6 von 5 Punkten.

Klare Kaufempfehlung!

P.S.:

Ich empfehle es sich die Serie in englischer Sprache anzugucken. Ich weiss zwar nicht in wie weit die Serie gut übersetzt wird oder wurde aber die deutsche Syncro ist dafür bekannt viele englische Worstpiele und Konversationen falsch darzustellen. Mal davon abgesehen klingt es englisch einfach besser.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Januar 2010
Jahrelang dozierten Frauen über ihr Sexualverhalten, wer am besten mit wem, wer sich welche Haare färbte und ob man mit einem Boot auf dem gelben Fluss treibt. Carrie und ihre Freundinnen nahmen dabei kein Blatt vor den Mund, während Männer maximal Randfiguren waren.
Califonication dreht den Spieß nun um. Hank Moody (die Idealbesetzung: David Duchovny, hat er doch schon zu Akte X-Zeiten über seine Sexsucht geklagt und seine Pornosammlung gelobt) ist ein Schriftsteller, der nach seinem Bestseller 'God hates us all' (der mit Tom und Katie als 'A crazy little thing called love' in die Kinos kam) mit einer Schreibblockade gestraft ist.
So ergeht er sich in nihilistischen Äußerungen und macht das, was er nach dem Schreiben am besten kann: Er vögelt alles!
Dass er dabei noch Zeit in die Erziehung seiner Tochter investieren, seinen Agenten besänftigen und seine Ex zurückerobern muss, ist die Crux an der Geschichte.

Selten wurde im TV so derbe über Sex gesprochen, so respektlos über die Mitmenschen hergezogen und doch bleibt der ewige Loser Hank stets liebenswert! Eine tolle Sitcom für Fans und Anti-Fans von Sex & the City, für Leute die Sex mögen, für Leute, die über Sex reden mögen und den ein oder anderen derben nicht nur verbalen Tiefschlag verkraften.
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am 10. Februar 2011
Diese Serie ist wahrlich das Beste was ich je an Serien gesehen habe. Es handelt sich hierbei um ein unterhaltsames Drama, welches vordergründing oberflächlich und versaut ist, aber einen sehr ehrlichen und philophisch-nachdenklich angehauchten Kern hat.
Die Geschichte dreht sich um das Lotterleben des Autors Hank Moody im verkommenen Hollywood in LA.
Und diese Story ist nicht einfach nur da um einen roten Faden alibimäßig zu spannen, der dann dümmliche Witze rechtfertigt. Nein die Macher halten konsequent an der Geschichte um Hank Moody dem Autor fest und sein Schriftsteller-Lifestyle wird sehr umfangreich erklärt. Es geht aber natürlich nicht nur um seine Arbeit, sondern vorallem um Liebe, Verantwortung, Drogen und viel Sex. Immer Sex. Wer mit viel nackter Haut ein Problem hat sollte vielleicht zu einer anderen Serie greifen.
Ansonsten werdet ihr schnell merken das dieser Geschlechtsverkehr nur eine Facette von vielen ist und es letztendlich um Gefühle geht und die Beziehungen von Hank zu Freundin Karen und Tochter Becca.
Das tolle an der Serie sind auch die sackcoolen Sprüche von Hank. Siehe Titel.
Gespielt wird Hank Moody von David Duchovny der der Hauptperson wie auf den Leib zugeschnitten ist. Jeder der 4 Folgen gesehen hat und den Namen David Duchovny mal genauer unter die Lupe nimmt wird merken das die Beiden so viel nicht trennt.
Genau wie Hank Moody sind alle anderen Charaktere der Serie genauso liebevoll gestaltet.
Allerdings will ich hier natürlich nochmal unterstreichen das bei allem Lob die Serie natürlich völlig unrealistisch ist. Aber das ist ja der Reiz liebe Leser.
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am 18. August 2008
für mich die entdeckung des jahres ! handelt von einem schriftsteller in midlife krise, geschüttelt von job-liebes-daseins-erschütterungen, eingerahmt in sein selbstgewähltes, korrumpierendes kalifornisierungselend (er kommt eigentlich aus nyc und ist übergesiedelt aufgrund der verfilmung seines erfolgsromans). also durchaus klassiker-elemente als basis-plot, die aber so witzig, liebevoll-herzzerreissend (bes. toll gespielt: duchovny und martin als vater-tochter duo), zynisch-gemein, und sexisitisch interpretiert werden, dass die ewigen themen erfrischend-höchst-unterhaltsam daherkommen.
Da der serien-held zwischen den witzigen dialogen stets mit irgendwelchen frauen in die kiste steigt, wurde diese serie auch schon verglichen mit satc- aus männersicht, nicht so abwegig, aber meiner meinung nach ist die themenpalette hier etwas breiter (es geht mehr ums leben, als nur um eine beziehung)- und beim sex etwas deftiger (eben aus männerperspektive).
david duchovny, bekannt aus x-file spielt den writer-hank so spritzig, lässig, schnoddrig, sexy, traurig, zynisch, lustig etc., so dass man ihn einfach dafür lieben muss !! damit zeigt er sein großes komödiantisches können gepaart mit intellektuellen witz, der wohl dem echten duchovny auch eigen ist, wenn man ihn in den talkshows so erlebt.
alle anderen rollen sind auch wunderbar besetzt; allen voran die bei uns unbekannte marlene martin als seine pubertiernde tochter sowie die aus solaris bekannte wunderschöne natascha mcelhone als mutter und ex-partnerin. außerdem gibts ein tolles wiedersehen mit evan handler, der in satc den jüdischen ehemann von charlotte gegeben hat und hier fungiert als sein mitleidender, treuer agent, selbt natürlich auch voll in der lebens-liebeskrise.
zuallerletzt stellt in hanks leben der alte porsche 964 eine konstante dar, der ausgebeult und schmutzig - dennoch mit charakter, ecken und kanten unerschütterlich seinen fahrer durch die trostlosen strassen von la kutschiert.
californication ist in us nur im pay-tv-kanal showtime zu sehen und ein riesengrosser erfolg; im übrigen begeistert die serie sowohl männliche als auch weibliche zuschauer. season 2 beginnt drüben ab sept.
absolut empfehlenswert.
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am 4. Januar 2013
*** Kann Spoiler enthalten ****

Über diese Serie bin ich eher zufällig gestolpert und habe ihr anfangs auch nicht so die Beachtung geschenkt, wie der zur gleichen Zeit entdeckten Serienkillerserie Dexter. Doch was sich anfangs als eine Serie über die Lüsternheiten erwachsener Menschen, allen voran unser aller Übersexfreund Hank Moody, entpuppt entwickelt sich im weiteren Verlauf immer mehr zu einem kleinen Familienrührstück der sehr guten Sorte. Denn in dieser Serie wird, zwar übertrieben dargestellt aber immer noch realistisch genug um glaubhaft zu sein, einem die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle dargelegt, die man als Vater, Mutter, Freund, Verlobter etc. haben kann. Dabei werden Intrigen gesponnen, zynische, gesellschaftsverachtende Sprüche geklopft und vor allem wird es in allen Stellungen, Ecken und Häusern so doll getrieben, dass es fast schmerzt. Dabei spielt der schon genannte Hank Moody (nach Akte X endlich mal wieder ganz groß: David Duchovny) die Hauptrolle in diesem ganzen Stück und die Geschichten rund um seine Familie, was die Ex- Lebensgefährtin Karen und seine Tochter Rebeca sind, sind das Zentrum der Story. Darum herum postieren sich Gegner wie der Verlobte von Karen, Bill, und dessen Tochter und auch Freunde wie das Pärchen Charly und Marcy Runkle.

Was macht diese Serie so gut? Am Anfang denkt man bestimmt, dass das so eine Softpornoserie wird, die die ganzen Sexgeschichten mit etwas Drama aufpeppen, um es künstlerisch wertvoller erscheinen zu lassen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Hier werden die großen und kleinen Dramen in zwischenmenschlichen Beziehungen gezeigt, wie man sie fast selber immer mal hat (nie habe ich mich bei einer Serie nach manchen Folgen trauriger und melancholischer gefühlt als bei dieser). Dazu wird einem über die Musik und das Flair von LA noch ein lockeres Lebensgefühl vermittelt, wie man es sich auch genau in dieser Stadt so vorstellen kann. Diese Serie ist mittlerweile (bin gerade mit der 4.Staffel fertig geworden) in meine eher spärlich besetzte Liste der Lieblingsserien eingegangen (bin noch nicht so der Seriengucker, deswegen ist diese Liste bisher eher kurz).

Fazit: Diese Serie kann man jedem ans Herz legen, die an Melodramen interessiert sind, die etwas erwachsenenorientier inszeniert sind.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. März 2009
Die herrlich verrückte Story, teils schwarzhumorige, teils dramatische,
die tollen Darsteller und die raffinierten und direkten Dialoge, machen
"Californication" zu einem der Serienhits diesen Jahres.

Oberflächlich betrachtet wirkt die Serie zunächst obszön, verdorben
und, für eine amerikanische Produktion, äußerst freizügig.
Doch in "Californication" steckt bei genauer Betrachtung viel mehr.

In den extremen Charaktere und deren Dialoge findet wohl jeder ein
Teil von sich wieder.
"Californication" zeigt unsere alltägliche Welt in überspitzt ehrlichen
Bildern.

Betrachten sollte man das Grundgerüst zunächst immer mit einem
Augenzwinkern, denn was der Star der Serie, Hank Moody gespielt
von "Akte-X" Star David Duchovny, hier abzieht grenzt schon an
äußerste Extremität.

Erstaunlicherweise passt der ehemalige Mysterieserienstar wie die
Faust aufs Auge in die Rolle des abgefahrenen Autoren Hank Moody,
der seiner langjährigen Freundin hinterhertrauert und deshalb seit
Jahren kein Buch mehr veröffentlicht hat.
Als Zeitvertreib schläft er mit so ziemlich jeder Frau in Los Angeles,
und lebt auch sonst ein eher exzessives Leben geplagt von Alkohol,
Drogen und der Schreibblockade seit seiner Trennung.

Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, erweckt der Charakter
beim Zuschauer ungheure Sympathie.
Spätestens seit "Dr. House" sieht man, dass extreme Charaktere die
Zuschauer in ihren Bann reißen.

Nach diesem Prinzip, und doch ganz anders, funktioniert auch
"Californication", zu mindest bei der Darstellung des "kaputten"
Charakters Hank Moody, den David Duchovny in einer glaubhaften
Performance mimt und somit nicht umsonst 2008 mit einem Golden Globe
ausgezeichnet wurde.

Insgesamt ist "Californication" eine Serie für das erwachsene Publikum,
die schonungslos das verkommene und verrückte Los Angeles in
einer Person, Hank Moody, abbildet, und daraus einen gewaltigen
Unterhaltungswert zieht.
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am 8. März 2009
"Californication" ist eine gelunge Mischung aus böser Satire und tiefgründigem Drama, obschon die komisch-absurden Elemente eindeutig überwiegen. Dennoch gewährt die Serie auch immer wieder Einblicke in die Seelen seiner suchenden, oft orientierungslosen, manchmal traurigen Protagonisten. Hier und da wirken die Stories zwar so, als seien sie aus einer zweitklassigen Soap entliehen (wofür insbesondere die Figur der Mia verantwortlich zeichnet), doch spätestens bei der obligatorischen Hank & Karen Szene ist das wieder vergessen.
David Duchovny liefert hier fraglos eine tolle Leistung ab (die zurecht mit dem Golden Globe prämiert wurde). Auch Natasha McElhone (als Karen) weckt mit Leichtigkeit die Sympathien der Zuschauer. "Californication" lebt von den gemeinsamen Szenen dieser beiden Schauspieler. Ansonsten hat die Serie natürlich die typischen Zutaten heutiger Serien des US-Kabelfernsehens: Viel nackte Haut, viel Gefluche und hier und da ein bißchen Gras. Gute Serie, gute Schauspieler, gute Balance zwischen Comedy & Drama.
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