Mit "Hangtime" ist den Machern ein guter Film mit Sympathiefaktor gelungen, der am ehesten mit "coming of age" zu bezeichnen wäre, die Zielgruppe ist m.E. vorrangig mit 15-35 Jahren bemessen. Max Kidd und Misel Maticevic in einem realistisch gespielten Konflikt zwischen zwei Brüdern, wobei Kidd m.E. enormes Potenzial besitzt und Maticevic bereits heute zur ersten deutschen Liga gehört. Zwar erscheinen einige Szenen etwas arg und gewollt cool, die schnellen Schnitte irritieren, und die vergleichsweise lebenswerte Stadt Hagen wird übermäßig ghettoisiert, aber für einen jungen Nachwuchsfilm mit kleinem Budget ist das summa summarum absolut OK. Die flankierende Liebesgeschichte mit Miri Weichselbraun passt in den Gesamtkontext. Absolut empfehlenswert sind die Basketball-Szenen, welche ich in einem deutschen Film noch nie so realistisch gesehen habe. Dieses liegt vorrangig an Max Kidd als ehem. guten Amateur und der freundlichen Unterstützung durch Phoenix Hagen und weitere Proficlubs.