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Handymania: Wie das Mobiltelefon unser Leben verändert hat
 
 
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Handymania: Wie das Mobiltelefon unser Leben verändert hat [Broschiert]

Günter Burkart
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

21.07.2007 / Die Welt: Handymania "Burkarts Buch ist eine Mischung von wissenschaftlicher Studie und kulturgeschichtlichem Essay - gerade das macht seinen Reiz aus."

08.09.2007 / Neues Deutschland: Ein Telefon, das süchtig macht "Am Beispiel des Mobiltelefons legt Burkart überzeugend dar, dass jedes technische Gerät immer auch ein kulturelles Objekt ist."

29.10.2007 / Deutschlandfunk: Überall erreichbar "Das Buch gibt einen interessanten Überblick über die Geschichte des mobilen Telefonierens. Günter Burkarts zentrale These: Der Mensch verändert sich mit der Technik ... Eine besondere Leistung dieses Buches ist es, die zahlreichen Aspekte rund ums Handy zu diskutieren, dabei sowohl theoretisch fundiert als auch empirisch zu argumentieren. Eine derartige Zusammenfassung fehlte bisher im deutschsprachigen Raum."

15.12.2007 / Publizistik: "Wer sich für die kulturellen Bezüge des Handys interessiert, für den ist Burkarts Buch besonders relevant."

01.06.2008 / Psychologie Heute: Erreichbarkeitsdruck "Hier ist kein Soziologe am Werk, der den technischen Neuerungen kulturpessimistisch zu Leibe rückt. Vielmehr interessiert Burkart, wie das Handy Individuen, Beziehungen und die Gesellschaft verändert."

Neues Deutschland, 8. September 2007

"Am Beispiel des Mobiltelefons legt Burkart überzeugend dar, dass jedes technische Gerät immer auch ein kulturelles Objekt ist."

Psychologie Heute, Juni 2008

"Hier ist kein Soziologe am Werk, der den technischen Neuerungen kulturpessimistisch zu Leibe rückt. Vielmehr interessiert Burkart, wie das Handy Individuen, Beziehungen und die Gesellschaft verändert."

Kurzbeschreibung

Die Verbreitung des Mobiltelefons hat unser soziales Leben nachhaltig verändert. Bemühte man sich früher um Pünktlichkeit, so reicht heute ein Handy, um sich gegenseitig zeitlich und räumlich zu navigieren. Und wo man sich früher dezent in eine Telefonzelle zurückzog, wird heute mehr oder weniger lautstark öffentlich telefoniert. An Beispielen wie diesen zeigt Günter Burkart, welche modernen Bedürfnisse das Handy befriedigt, welche Lebensweise es unterstützt und welche Einflüsse es auf unsere sozialen Beziehungen hat. Das Handy ermöglicht ständige Erreichbarkeit und ist Symbol für zentrale Aspekte unserer modernen Gesellschaft: Kommunikation, Vernetzung, Individualisierung und Mobilität. Gleichzeitig trägt es auf subtile Weise zu einer stärkeren sozialen Kontrolle bei.

Über den Autor

Günter Burkart ist Professor für Soziologie an der Universität Lüneburg.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In diesem Buch geht es um die Auswirkungen dieses kleinen faszinierenden Objekts auf unser Leben. Das Handy ist weit mehr als eine technische Innovation. Es kann dazu beitragen, soziale Beziehungen zu erleichtern, es kann aber auch zu neuen Problemen führen, an die vorher niemand gedacht hatte. Am Beispiel des Mobiltelefons lassen sich daher nicht nur Veränderungen der Praxis des Telefonierens aufzeigen, sondern auch Aspekte des kulturellen Wandels im Allgemeinen. Dabei stellen sich Fragen folgender Art: Welche Lebensweise wird durch das Handy begünstigt und welche Wertvorstellungen werden damit gefördert? Welche Einflüsse auf soziale Beziehungen lassen sich feststellen, wie verändert sich die Gesprächskultur? Wie wird überhaupt ein technisches Produkt in seinem gesellschaftlichen Gebrauch zu einem kulturellen Objekt? Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten des Gerätes vielfältig, und sie hängen nicht nur von der technischen Entwicklung ab, sondern genauso oder vielleicht noch mehr von den kulturellen Bedeutungszuschreibungen. Des weiteren geht es um die Frage neuer Kontrollmöglichkeiten, die sich mit dem Mobiltelefon eröffnet haben. Die zunehmende Verlagerung der Kommunikation in die Öffentlichkeit, verbunden mit einer größeren Flexibilität der sozialen Beziehungen, führt nach Ansicht mancher Beobachter zu größerer Freiheit oder Unverbindlichkeit. Es könnte aber auch sein, dass die Kontrolle zunimmt, auch in Form einer Intensivierung der Selbstkontrolle. Das Buch gliedert sich in vier Hauptteile. Im ersten Teil wird zunächst eine kultursoziologische Sichtweise von Technik skizziert, die als allgemeiner theoretischer Rahmen dient. Außerdem umfasst der erste Teil eine Darstellung der historischen Entwicklung sowie der wirtschaftlichen Bedeutung der Telekommunikation. Im zweiten Teil geht es um die Auswirkungen des Handy-Gebrauchs auf soziale Beziehungen, Störungen der Kommunikation und Kontrollmöglichkeiten. Im dritten Teil wird der Schwerpunkt auf die Entwicklung der Funktionen gelegt, die aus dem Handy "mehr als ein Telefon" gemacht haben. Schließlich geht es im letzten Teil um die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auf die gesellschaftliche Entwicklung, um die Frage, ob das Handy ein postmodernes Kulturobjekt ist und wie sich das Leben mit ihm in der Zukunft gestalten könnte. In den letzten Jahren ist die Forschung zum Mobiltelefon vor allem international angewachsen. Im deutschen Sprachraum fehlt es bisher an einer zusammenfassenden Darstellung der zahlreichen Einzelergebnisse. Auch fehlt es an Versuchen einer theoretischen Integration diverser Einzelergebnisse. Das vorliegende Buch will diese Lücke schließen. Eine kultursoziologisch angeleitete theoretische Bilanz scheint auch deshalb notwendig, weil auf diesem Gebiet zwei Arten von Publikationen dominieren: auf der einen Seite zeitdiagnostische Interpretationen, gelegentlich mit wilden Spekulationen und häufig mit gewagten Schlussfolgerungen. Die empirische Basis solcher Überlegungen ist oft sehr dünn, wie besonders im IV. Teil deutlich wird. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe empirischer Studien darüber, wie lange, wann, wo und wozu mit dem Handy telefoniert wird - aber man weiß nicht immer so recht, ob man dadurch etwas Interessantes erfährt. Abgesehen von der kritischen Sichtung der Forschungsliteratur und von Materialien wie Werbeanzeigen und Zeitungsartikel, stützt sich das Buch auf Erkenntnisse einer Untersuchung an der Universität Lüneburg, die ich von 1999 bis 2005 durchgeführt habe. Dabei wurden von studentischen Mitarbeitern und mir selbst insgesamt 60 Interviews mit Einzelpersonen im Raum Lüneburg/Hamburg und in Berlin durchgeführt. Dazu kamen Befragungen in einigen Schulklassen sowie einige kleinere Experimente und systematische Beobachtungen. Es handelt sich hierbei nicht um eine repräsentative Befragung mit statistischen Methoden, sondern um eine Studie im Sinne der qualitativen Sozialforschung. Das heißt, es ging uns nicht um Fragen nach der zahlenmäßigen Verbreitung des Geräts, sondern um seine Bedeutung für die Veränderung des Alltagslebens. Bei den Interviews kam es außerdem weniger darauf an, Meinungen zum Handy zu erfragen, sondern darauf, etwas über seine tatsächliche und typische Verwendung im Alltag zu erfahren. Deshalb haben wir die Interviewpartner aufgefordert, Geschichten zu erzählen, in denen das Handy eine Rolle spielte. Diese Methode wird in der Sozialforschung als narratives Interview bezeichnet. In den folgenden Kapiteln, besonders im II. und III. Teil, wird immer wieder auf diese Studie Bezug genommen ("Lüneburger Studie"). Hierzulande sagt bekanntlich kaum jemand "Mobiltelefon". Auf der anderen Seite ist jedoch der Englisch klingende Ausdruck "Handy" im angloamerikanischen Sprachraum nicht geläufig. Das Wort wurde in Deutschland erfunden, wobei es mehrere Erfinder-Ansprüche gibt. Gerhard Stickel, der Direktor des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim, schrieb es "Werbeagenturen aus Düsseldorf" zu. Andere meinen, es sei eine Erfindung der Marketing-Abteilung bei Philips, als ein Name für den kleineren Nachfolger des tragbaren Autotelefons Porty gesucht wurde. Ansprüche meldete auch ein ehemaliger Ingenieur der Deutschen Post, Josef Kedaj, an. 1988 gab es in Deutschland nur Autotelefone und große, portable Koffergeräte - also portables, wie man im Englischen sagte. Es gab noch keine handhelds, wie sie bereits in den USA und in Großbritannien zu sehen waren. Die Firma SEL baute dann ein solches Gerät, das SEM 340. Es wog etwa ein Kilogramm und "sah aus wie ein Brikett". Die Bundespost, wie die Telekom damals noch hieß, kaufte dieses Gerät und suchte nun einen (deutschen) Namen für dieses handheld. Angeblich fiel der Sekretärin von Kedaj das Wort "Handy" ein, das die Post dann übernahm. "Handy" ist insofern durchaus treffend, als der Ausdruck nicht so eng aufs Telefonieren bezogen ist wie die in Amerika und England üblichen Bezeichnungen. Mobile phone hat sich in Europa durchgesetzt, während viele Amerikaner lieber cell phone sagen, oder einfach my cell. Im Französischen sind mehrere Bezeichnungen üblich: le mobile, le portable, le téléphone portatif. Im Italienischen spricht man offiziell vom cellulare, umgangssprachlich auch vom telefonino. Und im Finnischen wird das Wort Kännykkä benutzt, was etwa "Ausweitung der Hand" oder "verlängerter Arm" bedeutet. In internationalen Publikationen findet sich das Wort Handy also nicht als Bezeichnung für das Gerät - und der handyman in englischen Texten bedeutet etwas ganz anderes, nämlich: "Mädchen für alles, Faktotum". Als eine Eigenschaft des Geräts finden sich gelegentlich handiness und das entsprechende Adjektiv handy, das soviel bedeutet wie "zur Hand, greifbar, leicht erreichbar, handlich, praktisch, bequem". In Südostasien (Südkorea, Singapur, Malaysia, Indonesien) spricht man auch vom hand phone, und vielleicht setzt sich dieses Wort noch durch (oder gar doch "Handy"). In Japan gab es eine Technik mit Schnurlostelefonen, die, ins Englische übersetzt, personal handyphone system hieß. In China benutzt man das Wort Shouji (etwa: Handmaschine). In Australien wird besonders der persönliche Charakter betont, wenn man zunehmend von my phone spricht, im Unterschied zu my home phone.

Auszug aus Handymania von Günter Burkart. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In diesem Buch geht es um die Auswirkungen dieses kleinen
faszinierenden Objekts auf unser Leben. Das Handy ist weit mehr als eine
technische Innovation. Es kann dazu beitragen, soziale Beziehungen zu
erleichtern, es kann aber auch zu neuen Problemen führen, an die vorher
niemand gedacht hatte. Am Beispiel des Mobiltelefons lassen sich daher
nicht nur Veränderungen der Praxis des Telefonierens aufzeigen, sondern
auch Aspekte des kulturellen Wandels im Allgemeinen. Dabei stellen sich
Fragen folgender Art: Welche Lebensweise wird durch das Handy begünstigt
und welche Wertvorstellungen werden damit gefördert? Welche Einflüsse auf
soziale Beziehungen lassen sich feststellen, wie verändert sich die
Gesprächskultur? Wie wird überhaupt ein technisches Produkt in seinem
gesellschaftlichen Gebrauch zu einem kulturellen Objekt? Dabei sind die
Nutzungsmöglichkeiten des Gerätes vielfältig, und sie hängen nicht nur von
der technischen Entwicklung ab, sondern genauso oder vielleicht noch mehr
von den kulturellen Bedeutungszuschreibungen. Des weiteren geht es um die
Frage neuer Kontrollmöglichkeiten, die sich mit dem Mobiltelefon eröffnet
haben. Die zunehmende Verlagerung der Kommunikation in die Öffentlichkeit,
verbunden mit einer größeren Flexibilität der sozialen Beziehungen, führt
nach Ansicht mancher Beobachter zu größerer Freiheit oder
Unverbindlichkeit. Es könnte aber auch sein, dass die Kontrolle zunimmt,
auch in Form einer Intensivierung der Selbstkontrolle.
Das Buch gliedert sich in vier Hauptteile. Im ersten Teil wird zunächst
eine kultursoziologische Sichtweise von Technik skizziert, die als
allgemeiner theoretischer Rahmen dient. Außerdem umfasst der erste Teil
eine Darstellung der historischen Entwicklung sowie der wirtschaftlichen
Bedeutung der Telekommunikation. Im zweiten Teil geht es um die
Auswirkungen des Handy-Gebrauchs auf soziale Beziehungen, Störungen der
Kommunikation und Kontrollmöglichkeiten. Im dritten Teil wird der
Schwerpunkt auf die Entwicklung der Funktionen gelegt, die aus dem Handy
"mehr als ein Telefon" gemacht haben. Schließlich geht es im letzten Teil
um die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auf die
gesellschaftliche Entwicklung, um die Frage, ob das Handy ein postmodernes
Kulturobjekt ist und wie sich das Leben mit ihm in der Zukunft gestalten
könnte.
In den letzten Jahren ist die Forschung zum Mobiltelefon vor allem
international angewachsen. Im deutschen Sprachraum fehlt es bisher an einer
zusammenfassenden Darstellung der zahlreichen Einzelergebnisse. Auch fehlt
es an Versuchen einer theoretischen Integration diverser Einzelergebnisse.
Das vorliegende Buch will diese Lücke schließen. Eine kultursoziologisch
angeleitete theoretische Bilanz scheint auch deshalb notwendig, weil auf
diesem Gebiet zwei Arten von Publikationen dominieren: auf der einen Seite
zeitdiagnostische Interpretationen, gelegentlich mit wilden Spekulationen
und häufig mit gewagten Schlussfolgerungen. Die empirische Basis solcher
Überlegungen ist oft sehr dünn, wie besonders im IV. Teil deutlich wird.
Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe empirischer Studien darüber, wie
lange, wann, wo und wozu mit dem Handy telefoniert wird - aber man weiß
nicht immer so recht, ob man dadurch etwas Interessantes erfährt.
Abgesehen von der kritischen Sichtung der Forschungsliteratur und von
Materialien wie Werbeanzeigen und Zeitungsartikel, stützt sich das Buch auf
Erkenntnisse einer Untersuchung an der Universität Lüneburg, die ich von
1999 bis 2005 durchgeführt habe. Dabei wurden von studentischen
Mitarbeitern und mir selbst insgesamt 60 Interviews mit Einzelpersonen im
Raum Lüneburg/Hamburg und in Berlin durchgeführt. Dazu kamen Befragungen in
einigen Schulklassen sowie einige kleinere Experimente und systematische
Beobachtungen. Es handelt sich hierbei nicht um eine repräsentative
Befragung mit statistischen Methoden, sondern um eine Studie im Sinne der
qualitativen Sozialforschung. Das heißt, es ging uns nicht um Fragen nach
der zahlenmäßigen Verbreitung des Geräts, sondern um seine Bedeutung für
die Veränderung des Alltagslebens. Bei den Interviews kam es außerdem
weniger darauf an, Meinungen zum Handy zu erfragen, sondern darauf, etwas
über seine tatsächliche und typische Verwendung im Alltag zu erfahren.
Deshalb haben wir die Interviewpartner aufgefordert, Geschichten zu
erzählen, in denen das Handy eine Rolle spielte. Diese Methode wird in der
Sozialforschung als narratives Interview bezeichnet. In den folgenden
Kapiteln, besonders im II. und III. Teil, wird immer wieder auf diese
Studie Bezug genommen ("Lüneburger Studie").
Hierzulande sagt bekanntlich kaum jemand "Mobiltelefon". Auf der anderen
Seite ist jedoch der Englisch klingende Ausdruck "Handy" im
angloamerikanischen Sprachraum nicht geläufig. Das Wort wurde in
Deutschland erfunden, wobei es mehrere Erfinder-Ansprüche gibt. Gerhard
Stickel, der Direktor des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim,
schrieb es "Werbeagenturen aus Düsseldorf" zu. Andere meinen, es sei eine
Erfindung der Marketing-Abteilung bei Philips, als ein Name für den
kleineren Nachfolger des tragbaren Autotelefons Porty gesucht wurde.
Ansprüche meldete auch ein ehemaliger Ingenieur der Deutschen Post, Josef
Kedaj, an. 1988 gab es in Deutschland nur Autotelefone und große, portable
Koffergeräte - also portables, wie man im Englischen sagte. Es gab noch
keine handhelds, wie sie bereits in den USA und in Großbritannien zu sehen
waren. Die Firma SEL baute dann ein solches Gerät, das SEM 340. Es wog etwa
ein Kilogramm und "sah aus wie ein Brikett". Die Bundespost, wie die
Telekom damals noch hieß, kaufte dieses Gerät und suchte nun einen
(deutschen) Namen für dieses handheld. Angeblich fiel der Sekretärin von
Kedaj das Wort "Handy" ein, das die Post dann übernahm.
"Handy" ist insofern durchaus treffend, als der Ausdruck nicht so eng aufs
Telefonieren bezogen ist wie die in Amerika und England üblichen
Bezeichnungen. Mobile phone hat sich in Europa durchgesetzt, während viele
Amerikaner lieber cell phone sagen, oder einfach my cell. Im Französischen
sind mehrere Bezeichnungen üblich: le mobile, le portable, le téléphone
portatif. Im Italienischen spricht man offiziell vom cellulare,
umgangssprachlich auch vom telefonino. Und im Finnischen wird das Wort
Kännykkä benutzt, was etwa "Ausweitung der Hand" oder "verlängerter Arm"
bedeutet. In internationalen Publikationen findet sich das Wort Handy also
nicht als Bezeichnung für das Gerät - und der handyman in englischen Texten
bedeutet etwas ganz anderes, nämlich: "Mädchen für alles, Faktotum". Als
eine Eigenschaft des Geräts finden sich gelegentlich handiness und das
entsprechende Adjektiv handy, das soviel bedeutet wie "zur Hand, greifbar,
leicht erreichbar, handlich, praktisch, bequem". In Südostasien (Südkorea,
Singapur, Malaysia, Indonesien) spricht man auch vom hand phone, und
vielleicht setzt sich dieses Wort noch durch (oder gar doch "Handy"). In
Japan gab es eine Technik mit Schnurlostelefonen, die, ins Englische
übersetzt, personal handyphone system hieß. In China benutzt man das Wort
Shouji (etwa: Handmaschine). In Australien wird besonders der persönliche
Charakter betont, wenn man zunehmend von my phone spricht, im Unterschied
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