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Das Handy gegen Zahnschmerzen - und andere Geschäftsmodelle für die Dienstleister von morgen
 
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Das Handy gegen Zahnschmerzen - und andere Geschäftsmodelle für die Dienstleister von morgen [Gebundene Ausgabe]

Daniel Amor
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 408 Seiten
  • Verlag: Galileo Press; Auflage: 1. Aufl. (November 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898421732
  • ISBN-13: 978-3898421737
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.872.551 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Change X

Normalerweise veraltet ein Buch über neue Internet-Geschäftsmodelle schnell. In dem halben Jahr Vorlaufzeit, die Bücher zur Zeit noch haben, hat ein findiger Geschäftsmann die Idee meist schon verwirklicht, und dem Leser entlocken die vermeintlich innovativen Konzepte im Buch nur noch ein müdes Nicken. Anders beim Werk von Daniel Amor, Chief Technologist bei Hewlett-Packard. In den USA hat es sich blendend verkauft, jetzt liegt es in der deutschen Fassung vor. Sein Thema: "Pervasive Computing" - auch "Ubiquitous Computing" genannt. Schon bald, so der Autor, könnten alle Gegenstände in unserer Umgebung über das Internet miteinander in Verbindung stehen und uns umsorgen. Und zwar ohne dass wir es merken.

Soweit die Vision. In der Realität ist noch nicht viel von diesem Trend zu spüren. "Beim Pervasive Computing ist der Hype noch nicht ausgebrochen, sondern es befindet sich noch in der Entwicklungs- und Entdeckungsphase", schreibt Amor. Er macht sich auf, diese neue Technik-Welt, die auf uns zukommen könnte, zu strukturieren und zu erklären, damit seine Leser die Technologie und ihre Anwendungen verstehen. Was ihm mit seinem Mix aus Überblicksinformationen, technischen Infos und der kritischen Analyse möglicher Geschäftsmodelle gut gelingt. Seine Zielgruppe: diejenigen, die bei den vielen neuen Dienstleistungen ganz vorne mit dabei sein wollen. Denn Pervasive Computing macht, das versteht sich von selbst, eine ganze Reihe von neuen Geschäftsmodellen möglich. Gerade die, die sich bislang im M-Commerce tummeln, sitzen schon in den Startlöchern. Fragt sich nur, ob es wirklich dazu kommen wird, dass unsere Alltagsgegenstände wirklich zum Leben erwachen. Bisher haben die Kunden internetfähigen Kühlschränken -Prototyp des "intelligenten" Gegenstands - die kalte Schulter gezeigt. Doch falls es dazu kommt, wissen Amors Leser zumindest genau, mit welcher Idee sie wahrscheinlich auf die Nase fallen werden und welche Potenzial hat.

Kernstück des Buches sind die Fallgeschichten, die sich Amor ausgedacht hat, um Grenzen und Chancen der neuen Anwendungen zu veranschaulichen. Vom Hochzeitstag-Komplettpaket über den After-Party-Service, vom Fuhrpark- bis zum Baustellenmanagement. Nehmen wir an, Ihnen werden im Urlaub Brieftasche und Mobiltelefon gestohlen. Wäre doch praktisch, wenn Sie das gleich per Internet melden könnten - in Ihrer eigenen Sprache. Per Kreditkartenüberwachung und Handy-Ortung kommt die Polizei dem Dieb innerhalb von kürzester Zeit auf die Spur; je mehr Zeugen diese befragen, desto genauer wird das Phantombild auf ihrem Monitor. Innerhalb von Minuten haben Sie Ihr Eigentum zurück. Bislang noch nicht machbar. Keine der Techniken, die man dafür bräuchte, gibt es schon, und mit dem Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Diensten wie Polizei, Kreditkartengesellschaft und der Telekommunikationsgesellschaft hapert es erst recht. Die Lösung von morgen wäre also eine Integration der Systeme. Ein zentraler Service koordiniert die vielen Organisationen und Dienstleister und tauscht mit ihnen Echtzeit-Informationen aus. Sie brauchen dann nur noch auf der Website "Mein Anti-Diebstahl-Service" Anzeige erstatten. Doch Amor weiß auch: "Diebe werden von dem System lernen und Wege finden, es zu umgehen."

Trotz kleinerer Ungereimtheiten bei den Szenarios sind die Beispiele informativ. Denn obwohl es sich beim Thema Pervasive Computing anbieten würde, schwelgt Amor nicht in Machbarkeitsphantasien. Er ist zwar Visionär aber auch Praktiker. Als Visionär entwickelt er kühne Ideen für zukünftige Anwendungen, die uns das Leben ein stückweit leichter machen würden. Als Praktiker klopft er die einzelnen Szenarien mit erfrischendem Realismus auf ihre Tauglichkeit ab. Amor bedenkt auch Alltagshindernisse, simple menschliche Trägheit und Bedürfnisse, die andere selbsternannte Internet-Propheten in ihren Technik-Schwärmereien gerne ignorieren. Doch er belässt es nicht dabei, zu sezieren. Er denkt weiter, entwickelt Pläne: Wie könnte man ein solches Modell zum Erfolg führen, welche technischen Rahmenbedingungen müssten gegeben sein, welchen Service müsste man bieten? In Skizzen erläutert er, was er meint, und XML-Programmier-Beispiele gibt es gleich dazu.

Ungewöhnlich für ein solches Buch: der nachdenkliche letzte Teil, in dem sich Amor Gedanken über die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Technik macht. Pervasive Computing verstärkt die bereits existierenden Trends hin zu Automatisierung und Mobilität. Aber brauchen wir all diese neuen Services überhaupt? "Der Drang, für alles eine technische, aber gleichzeitig billige Lösung zu finden, hat uns schon eine Menge Probleme bereitet", bemerkt Amor säuerlich. Die Griechen verzichten bis heute auf Klimaanlagen. Sie brauchen sie nicht. Denn sie wissen seit Jahrhunderten, wie man Häuser so baut, dass es im Inneren angenehm temperiert ist.

Nicht geheuer ist ihm auch, dass in manchen Ländern die Gesellschaft von der Technologie beherrscht wird und nicht umgekehrt. Wo soll das erst enden, wenn Pervasive Computing irgendwann mal cool und nach und nach alltäglich wird? Werden die Datenspuren, die wir mit jedem Schritt erzeugen, gierig von der Werbe- und Marketingindustrie eingesaugt? Wahrscheinlich. Aber ob das die nächste Generation überhaupt stören wird, ist noch längst nicht sicher. Amor: "Es ist durchaus vorstellbar, dass unsere Kinder in dem Bewusstsein aufwachsen, dass so gut wie keine Privatsphäre mehr existiert, und dass sie auch den letzten Rest noch für Serviceleistungen aufgeben."

(c) changeX - Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pervasive Computing ist ein so breites Konzept, dass es schwer zu definieren ist. Von der bereits akzeptierten Idee der persönlichen digitalen Assistenten die mit dem Internet verbunden sind, wie z.B. Mobiltelefone und Autos mit GPS, die via Internet Informationen über Staus erfahren können und diese dann geschickt umfahren können. Dies sind nur die einfachsten Möglichkeiten. Es gibt jedoch viel mehr!

Daniel Amor ist ein Internet Experte bei Hewlett-Packard, der ein gutgeschriebenes und intelligentes Buch über Pervasive Computing geschrieben. Das Buch umfasst das Web von Heute, die Migration zu kabellosen Geräten: die mobile Architektur, Applikationen, Home Automation, Business Automation und zukünftigen Strukturen und Dienstleistungen.

Das Buch beinhaltet imaginäre Fallstudien von Dienstleistungen, die durch Pervasive Computing möglich werden: so kann man gestohlen Kreditkarten automatisch melden und so kann die Polizei sofort die Verfolgung aufnehmen. Elektronische Zahnbürsten können Daten über die Zähne automatisch an den Zahnarzt übermitteln und auch gleich einen Termin ausmachen.

Die Welt der Wireless Dienstleistungen ist im Begriff zu explodieren. Sowohl auf der Business-Seite als auch auf der technischen Seite. Daniel Amors Buch schafft es sehr gut, die technischen mit den business-Möglichkeiten zu verknüpfen. Es ist ein großartiges Werk, mit bemerkenswerten Einsichten in eine neue Welt. Ein Buch, dass für jeden Interessant ist, der sich ein wenig mit der Zukunft beschäftigen möchte!

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "hwarald"
Daniel Amors neues Buch ist die logische Fortsetzung der E-Business (R)Evolution. Sowohl inhaltlich als auch stylistisch überzeugt dieses neue Buch, dass und die (R)Evolution in 10 Jahren vorstellt. Neben den Zukunftstechnologien werden auch Geschäftsfälle präsentiert, die es einem ermöglichen, den Sinn bzw. Unsinn dieser neuen Technologien zu erfassen. Was bringt UMTS? Bestimmt kein Mobiltelefononlineshop. Neue Technologien ermöglichen neue Dienstleistungen, und mit diesem Buch ist es möglich, neues nicht nur als Fortsetzung des Bestehenden zu begreifen, sondern als Chance etwas neues aufzugreifen.
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1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Strategisch wichtiges Buch 26. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Das neueste Buch von Daniel Amor zeigt, wie man Unternehmen strategisch ausrichten sollte, um nicht von der nächsten technischen Welle überrollt zu werden. Technologien werden immer in Zusammenhang mit den Geschäftsfall erklärt und somit in sinnvollen Kontext gesetzt. Ein Muss für alle Stabsabteilungen und operativen Entscheider.
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