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Handy: Dreizehn Geschichten in alter Manier
 
 
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Handy: Dreizehn Geschichten in alter Manier [Taschenbuch]

Ingo Schulze
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423138114
  • ISBN-13: 978-3423138116
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.312 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ingo Schulze
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach dem großen Erfolg seines epochalen Romans Neue Leben beschreitet Ingo Schulze in seinen Erzählungen Handy ganz neue Wege. In raffiniert variierenden Beziehungskonstellationen erweist er sich als großer Erzähler klassischer Prägung und einmal mehr als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller seiner Generation. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Der Verlag über das Buch

Silvester 1999, die Millennium-Nacht in Berlin. Frank Reichert, als ostdeutscher Jungunternehmer erfolgreich im Westen angekommen, begegnet auf der Silvesterfeier an der Schwelle zum neuen Jahrtausend Julia, seiner verlorenen großen Liebe. Seit der Trennung im Herbst 1989 wandelt er wie ein Fremder durchs Leben, fast unbeteiligt erlebt er neue Beziehungen und den Erfolg seines florierenden Geschäfts. Nichts mehr kann ihn im Tiefsten berühren, über allem liegt Julias Schatten und die Möglichkeit eines anderen Lebens. So wird das Ende der Nacht zu einem Neubeginn, mit dem keiner gerechnet hat. Zwischen Abschied und Aufbruch taumeln fast alle Figuren in Ingo Schulzes neuen Erzählungen. Oft reicht schon ein einziger irritierender Blick, um das scheinbar harmonische Gefüge einer frischen Liebe, einer nachbarschaftlichen Bekanntschaft oder eines unbeschwerten Urlaubs aus den Angeln zu heben. Ob im Friseurladen in Manhattan, in einer Datscha im Berliner Umland - stets umgibt eine Atmosphäre diffuser Bedrohung die selbstgeschaffenen Fluchtorte. In diesen Heterotopien der Seligkeit behaupten sich Schulzes Protagonisten gegen eine ständig be-schleunigende Welt, die mit ihren Fallstricken bis in die eigenen vier Wände reicht. Mit untrüglichem Gespür für tragikomische Situationen umkreist Ingo Schulze das Wesen der Liebe, das Ringen um Würde im Abschiednehmen und das Geschenk glückhafter Epiphanien mitten im Alltag. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Magier der Banalität 22. März 2007
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
13 Geschichten hat Ingo Schulze in seinem Erzählband "Handy" verewigt.
Und eines vornweg: seine Geschichten sind großartig!
Ich mag seinen Schreibstil und ich mag auch diese 13 Erzählungen.

Sie handeln von Erlebnissen in einem estnischen Schriftstellerheim oder wie er bei einer Lesereise in Ägypten auf der Straße wegen seiner langen Haare bewundert und verspottet wurde. Sie erzählen von einem Besuch seiner Mutter in Dresden oder als er eine alte Freundin - eine Schauspielerin - wiedertrifft. Ein andermal tritt er in St. Petersburg als Autor der "33 Augenblicke des Glücks" (übrigens der Titel seines ersten Buches) auf bzw. in New York erwähnt er beiläufig, gerade an dem Roman "Neue Leben" zu arbeiten...
Irgendwie sind dies alles Geschichten, die mehr oder weniger mit ihm - Ingo Schulze - zu tun haben und in denen alle Helden mehr oder weniger unglücklich sind, in denen sie mehr oder weniger zwischen Abschied und Aufbruch taumeln.
Doch Schulzes Geschichten sind deshalb keineswegs nur auf Moll gestimmt. Er hat vielmehr einen wachen Sinn für tragikomische Situationen.

Ich hatte das große Glück an einer Lesung dieses sympathischen Autors dabei zu sein und konnte so seine Geschichten noch einmal intensiv und entspannt "verarbeiten". Die wohl irrwitzigste Erzählung ist für mich "In Estland, auf dem Lande". Ich habe Tränen über die Bärenjagd des finnischen "Geldadels" gelacht. Mit wunderbar klar strukturierten, aber trotzdem sensationell erlebnisnahen Sätzen weiß er mit wenigen Worten eine Situation derart faszinierend zu beschreiben, wie es wohl nicht viele können.

Schulze kann in einer Szene ein ganzes Leben aufleuchten lassen. Er ist ein wunderbarer Erzähler gerade der kleinen Geschichten. Beiläufig stellt er die großen Fragen nach Zufall und Schicksal und untersucht, wie sich aus kleinen Begebenheiten ein Leben zusammensetzt. So gelassen seine Ich-Erzähler agieren, so sind sie doch meist nur unbeteiligte Zeugen. Oder sie leben ein Leben, für das sie sich niemals entschieden haben.

Schulzes Schreibstil besticht durch seine Bescheidenheit. Er plustert sich niemals auf, drängt sich nicht wortreich in den Vordergrund, sondern besinnt sich aufs Erzählen. Es ist ein Stil, der nicht auffällt, aber deshalb gerade so gut ist.

Ich wünsche Ingo Schulze, dass er in der "Villa Massimo" in Rom noch viele solcher wunderbaren Inspirationen bekommt und...

Herzlichen Glückwunsch zum "Preis der Leipziger Buchmesse" 2007!
Ein wahrhaft verdienter Gewinner!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich im Frühjahr quer durch Deutschland nach Leipzig zur Buchmesse fuhr und im Radio die Kandidaten für die zu vergebenen Preise vorgestellt wurden, hörte ich zum ersten Mal - das muss ich inzwischen zu meiner Schande gestehen -, den Namen Ingo Schulze.

Schulze wurde 1962 in Dresden geboren, studierte Philologie und arbeitete als Dramaturg und Zeitungsredakteur. Seit 1993 lebt er in Berlin. Sein Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

In seinem in Leipzig prämierten Buch stellt Schulze 13 Geschichten vor, Geschichten, wie sie ein jeder erleben kann, teilweise geprägt von seiner Lebensgeschichte. Es mögen nicht alle Geschichten in dem Buch objektiv von gleicher Qualität sein, doch sind sie allesamt raffiniert und spannend im Aufbau, immer wieder mit überraschenden Wendungen. Viele Figuren in seinen Geschichten kommen dem Leser - je nach seinem Umfeld - irgendwie bekannt vor.

Er beherrscht die große Kunst, Szenen mit einer Beiläufigkeit zu schildern, dass der Leser kaum bemerkt, wie die Spannung ihn fortträgt und mit sich zieht. Seine Sprache ist leicht zu lesen, aber dennoch ausdrucksstark, weil er den Umgang mit einer zeitgemäß niveauvollen Sprache wie kaum ein anderer beherrscht.

Ich hatte mich gefragt, wie kann ein Buch mit Geschichten einen ersten Preis bekommen? Nachdem ich es gelesen habe, kenne ich den Grund.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schulzes Handy klingelt 10. Juni 2008
Von dreamjastie TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst: was es bedeutet, Geschichten "in alter Manier" zu erzählen, hat sich mir nicht eröffnet. Ich hoffe nicht, dass sich der Titelzusatz auf den Inhalt der Geschichten bezieht. Denn denen fehlt gelegentlich, wie Schulzes Leipziger Kollege Clemens Meyer sagen würde, die Relevanz. Man liest sich durch belanglose Streitereien, und manche Geschichten kommen gänzlich ohne Spannungsbogen und Handlung aus ("Mr. Neitherkorn und das Schicksal"), und es scheint, hier werde um des Schreibens Willen geschrieben oder weil irgendjemand einen Abgabetermin einforderte. Andere wieder wie "Glaube, Liebe, Hoffnung Nummer 23" überraschen mit einer unerwarteten Pointe oder packen den Leser durch ihre Eindringlichkeit wie in "Calcutta". Dabei zeigt Schulze in allen Geschichten, wie genau er beobachten kann: jedes noch so kleine Detail findet Beachtung und zeigt, wie banal das Leben manchmal sein kann, wie belanglos die Gespräche, die man führt. Und an Kommunikation, auch an solcher, die man aneinander vorbei führt, mangelt es in keiner Geschichten; vielleicht trägt das Buch deshalb ausgerechnet den Namen eines modernen Kommunikationsgerätes, mit dem man trotzdem "in alter Manier" mit dem Unwesentlichen um das Wesentliche herumkommunizieren kann ("Handy" ist gleichzeitig der Titel der spröde erzählten Eröffnungs-Geschichte). Und: Schulze hat wieder sich selbst zum Thema gemacht. Wie schon "Neue Leben" einige Parallelen zu seinem Leben hatte, geht es auch hier um Lesereisen nach Estland oder Ägypten, einen Arbeitsaufenthalt in den USA usw. Und wieder schwebt da der Verdacht, dass Schulze die Themen ausgehen, dass er des Schreibens müde werde. Was bei "Neue Leben" noch dank seiner Komplexität zu großer Literatur gerät, wird hier gelegentlich langweilig.
Ich bin ein erklärter Freund der kurzen Form, aber ich muss konstatieren: ich habe in letzter Zeit Kurzgeschichten-Sammlungen von Clemens Meyer, Franziska Gerstenberg und Fridolin Schley gelesen, die mich allesamt deutlich mehr beeindruckt haben.
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sehr alltäglich, manchmal banal
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Veröffentlicht am 16. Mai 2008 von Jupiter
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dass es sich bei den bisherigen Bewertern wirklich um Leser handelt.
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Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren, er ist ein ostdeutscher Autor mit einer DDR Sozialisation. Er hat den Umbruch noch miterlebt, in Altenburg als Redakteur gearbeitet hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. April 2007 von Carl-heinrich Bock
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