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Handschlag mit dem Teufel: Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda
  
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Handschlag mit dem Teufel: Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda [Taschenbuch]

Roméo Dallaire , Brent Beardsley , Dominic Johnson , Andreas S DosSantos
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, Oktober 2007 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 651 Seiten
  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS Versand- Dienst GmbH; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861507994
  • ISBN-13: 978-3861507994
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 775.611 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Roméo Dallaire
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Handschlag mit dem Teufel.

1994, ein UNO-General kämpft verzweifelt gegen den drohenden Völkermord. Aus Europa kommen Waffen für die Täter. Die UNO verbietet den Blauhelmen zu helfen: Der schnellste Völkermord unserer Zeitgeschichte beginnt. Der Westen schaut zu.

„Nur einem Blinden oder einem Analphabeten hätte entgehen können, was in Ruanda geschah„, sagt der Generalmajor und Kommandeur der Blauhelmtruppe in Ruanda, Roméo Dallaire nach seiner Rückkehr. Er ist, so der Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck, der glaubwürdigste Zeuge des schnellsten Völkermords der Zeitgeschichte. Sechs Jahre danach wurde eine Volkszählung durchgeführt, bei der über 950.000 Opfer ermittelt wurden. In der Regel wurden die Menschen mit der Machete zerhackt, weil Kugeln zu wertvoll für sie waren. Die westliche Welt erlebte zwischen April und Juli 1994 ihre schwärzeste Stunde nach 1945. Sie will das bis heute nicht wahrhaben.

In nur 100 Tagen wurden über 800.000 ruandische Männer, Frauen und Kinder brutal abgeschlachtet, während sich die reichen Länder gleichgültig und anscheinend ungerührt zurücklehnten und der sich vollziehenden Apokalypse zuschauten oder schlicht auf ein anderes Programm umschalteten“ (Dallaire).

Rupert Neudeck empfahl Dallaire für den Friedensnobelpreis: Gegen den Befehl der UN-Zentrale in New York zum Nichtstun, Abwarten und Zuschauen und gegen die UN-Anweisung vom 22. April, sämtliche Blauhelme abzuziehen, hielten Dallaire und seine kleine Truppe von 250 Ghanaern aus. Ihre Selbstlosigkeit und Tapferkeit konnten die furchtbaren Ereignisse jedoch nicht aufhalten.

Im September 1994 flog Dallaire zurück nach Kanada - zutiefst erschüttert, gebrochen, dem Selbstmord nahe.

„Nach meiner Rückkehr aus Ruanda fragte mich ein kanadischer Armeegeistlicher, wie ich nach allem, was ich gesehen und gehört hatte, weiterhin an Gott glauben könne. Ich weiß, dass es einen Gott gibt, antwortete ich ihm, weil ich in Ruanda dem Teufel die Hand geschüttelt habe. Ich habe ihn gesehen, gerochen und berührt. Ich weiß, dass es den Teufel gibt, und deshalb weiß ich, dass es einen Gott gibt“ (Dallaire).

„Handschlag mit dem Teufel“, sagt Dallaire, „ist die Geschichte der Ereignisse in Ruanda 1994. Es ist die Geschichte des Verrats, des Scheiterns, der Naivität, der Gleichgültigkeit und des Hasses, des Völkermords, des Krieges, der Unmenschlichkeit, des Bösen.“

Deutsche Erstausgabe. Unter Mitarbeit von Major Brent Beardsley. Nachwort von Dominic Johnson. Deutsch von Andreas dos Santos. 651 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herzzereißend 15. Juli 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Leider reicht der Platz für eine umfassende Beschreibung des Inhalts nicht aus. Nur soviel: Dallaire hat ein beeindruckendes Werk vorgelegt. Das Buch liest man - insbesondere wenn man sich im Vorfeld mit der Geschichte Ruandas vertraut gemacht hat - mit einer Beklommenheit, wie ich so intensiv beim Lesen eines Buchs selten erlebt habe. Der Genozid und Bürgerkrieg in Ruanda zwischen Hutus und Tutsis - dazwischen die UNO - wird offen dargelegt und auch seitens des Autors eigenes Handeln nicht beschönigt. Ich kann mich nicht des Eindrucks verwehren, dass Dallaire uns bereits hiermit sein Testament über den Einsatz in Ruanda vorgelegt hat. Die Versäumnisse der UNO sind festgeschrieben und m.E. unwiederlegbar. Das Buch wird schnell zum Standardwerk über den Genozid in Ruanda erhoben werden. Es ist sehr empfehlenswert. Interessierten Lesern möchte ich aber auch das Buch von Philip Gourevitch mit dem Titel "Wir möchten Ihnen mitteilen, daß wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden" ebenfalls ans Herz legen. Auch dieses Buch - erschienen im Berlin Verlag - handelt vom Genozid in Ruanda.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Genau zwölf Jahre sind nun vergangen, als sich in Ruanda einer der größten und grausamsten Völkermorde seit Menschengedenken ereignete. Von Anfang April bis Ende Juni 1994 wurden über eine Millionen Menschen im Land der großen Seen umgebracht und verstümmelt. Ein hundert Tage lang anhaltendes Massaker, und die Welt hat einfach zugeschaut.

Romèo Dallaire war Kommandant der UN-Blauhelme, die Anfang 1994 nach Ruanda abkommandiert wurden, um dort den Frieden zwischen der damals amtierenden Hutu-Regierung und der Tutsi-Rebellenarmee RPF zu bewahren. Als die Ausrottung der Tutsi schließlich am 6. April 1994 begann, wurde er von den Vereinten Nationen zum Zuschauen verdammt.

In seinem kürzlich, bei dem Verlag Zweitausendeins, erschienenen Buch „Handschlag mit dem Teufel" beschreibt Romèo Dallaire das Verschulden der Westmächte und der UNO und gibt Aufschluss darüber, wie leicht der Völkermord, lediglich durch die Präsenz mehrerer Blauhelme, hätte verhindert werden können, und wie brutal und menschenverachtend er dann doch durchgeführt wurde:

„Bei einer Fahrt zum Stadtzentrum sah ich einen Transporter des Roten Kreuzes von Kugeln durchlöchert quer auf der Straße stehen. Die Fahrertür stand offen und ein Ruander in der Weste des Roten Kreuzes hing aus dem Wagen heraus, sein Blick auf uns gerichtet, während in einem langsamen, stetigen Strom Blut aus seinem Kopf floss. Die Hecktüren waren offen, ein Toter auf einer Bahre befand sich noch im Inneren, ein anderer lehnte an der Stoßstange. Es gab drei weitere Opfer, umwickelt mit weißen, blutverschmierten Verbänden.

Eine Leiche hatte keinen Kopf.

Fünf blutbespritzte Jugendliche saßen am Straßenrand neben dem Krankenwagen und rauchten eine Zigarette. Ihre Macheten waren blutrot. Sie mochten höchstens 15 Jahre alt gewesen sein."

Das Buch erzählt vom Leid eines Volkes, das sich selbst getötet hat.

Romèo Dallaire, von einer Schuld verfolgt, die nicht seine ist, hat sich mehrfach versucht das Leben zu nehmen, dann schrieb er dieses Buch.

Die Welt hat ihm damals kein Gehör geschenkt; mit schrecklichen Folgen.

Diesmal sollten wir ernst nehmen, was dieser Mann zu sagen hat.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es war absulut schockierent was ich in diesen Buch erfuhr. Wie die Menschen von der UNO veraten wurden, von einer Organisation die nach dem 2.Weltkrieg gegründet wurde um so etwas zu verhindern. Ich möchte nicht all zu ins Detail gehen, aber wenn mann sich für die Geschichte dieses Genozids interessiert gibt es meiner Ansicht nur zwei zuverlässiche Bücher: 1. das von Romeo Dallaire und 2. von Paul Rusesabagina. Den nur der da war und dieses Grauen überlebt hat kann davon berichten. Zum Schluß noch ein Zitat von R.Dallaire:"...des Leids, der Verstümmelung, der Vergewaltigung und des Mords an 800.000 Ruander. Dieses Drama konnte nur mit Hilfe der Mitgliedsnationen des bloß scheinbar unparteiischen Weltgremiums namens UNO vollziehen. Geführt von den USA, Frankreich und Großbritannien, unterstützte und ermutigte die UNO letztlich den Völkermord in Ruanda. Kein Geld, das sie je spenden, keine Hilfe, die sie je aufbringen wird, kann ihre Hände vom ruandischen Blut reinwaschen." Dem ist nichts hinzu zu fügen.
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"HANDSCHLAG MIT DEM TEUFEL"
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