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Handschlag mit dem Teufel. Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda [Gebundene Ausgabe]

Roméo Dallaire
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • ISBN-10: 3861507242
  • ISBN-13: 978-3861507246
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 413.778 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Deutsche Erstausgabe 2005 Verlag: Zweitausendeins


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzzereißend 15. Juli 2005
Leider reicht der Platz für eine umfassende Beschreibung des Inhalts nicht aus. Nur soviel: Dallaire hat ein beeindruckendes Werk vorgelegt. Das Buch liest man - insbesondere wenn man sich im Vorfeld mit der Geschichte Ruandas vertraut gemacht hat - mit einer Beklommenheit, wie ich so intensiv beim Lesen eines Buchs selten erlebt habe. Der Genozid und Bürgerkrieg in Ruanda zwischen Hutus und Tutsis - dazwischen die UNO - wird offen dargelegt und auch seitens des Autors eigenes Handeln nicht beschönigt. Ich kann mich nicht des Eindrucks verwehren, dass Dallaire uns bereits hiermit sein Testament über den Einsatz in Ruanda vorgelegt hat. Die Versäumnisse der UNO sind festgeschrieben und m.E. unwiederlegbar. Das Buch wird schnell zum Standardwerk über den Genozid in Ruanda erhoben werden. Es ist sehr empfehlenswert. Interessierten Lesern möchte ich aber auch das Buch von Philip Gourevitch mit dem Titel "Wir möchten Ihnen mitteilen, daß wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden" ebenfalls ans Herz legen. Auch dieses Buch - erschienen im Berlin Verlag - handelt vom Genozid in Ruanda.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt schaute einfach zu 8. Mai 2006
Genau zwölf Jahre sind nun vergangen, als sich in Ruanda einer der größten und grausamsten Völkermorde seit Menschengedenken ereignete. Von Anfang April bis Ende Juni 1994 wurden über eine Millionen Menschen im Land der großen Seen umgebracht und verstümmelt. Ein hundert Tage lang anhaltendes Massaker, und die Welt hat einfach zugeschaut.

Romèo Dallaire war Kommandant der UN-Blauhelme, die Anfang 1994 nach Ruanda abkommandiert wurden, um dort den Frieden zwischen der damals amtierenden Hutu-Regierung und der Tutsi-Rebellenarmee RPF zu bewahren. Als die Ausrottung der Tutsi schließlich am 6. April 1994 begann, wurde er von den Vereinten Nationen zum Zuschauen verdammt.

In seinem kürzlich, bei dem Verlag Zweitausendeins, erschienenen Buch „Handschlag mit dem Teufel" beschreibt Romèo Dallaire das Verschulden der Westmächte und der UNO und gibt Aufschluss darüber, wie leicht der Völkermord, lediglich durch die Präsenz mehrerer Blauhelme, hätte verhindert werden können, und wie brutal und menschenverachtend er dann doch durchgeführt wurde:

„Bei einer Fahrt zum Stadtzentrum sah ich einen Transporter des Roten Kreuzes von Kugeln durchlöchert quer auf der Straße stehen. Die Fahrertür stand offen und ein Ruander in der Weste des Roten Kreuzes hing aus dem Wagen heraus, sein Blick auf uns gerichtet, während in einem langsamen, stetigen Strom Blut aus seinem Kopf floss. Die Hecktüren waren offen, ein Toter auf einer Bahre befand sich noch im Inneren, ein anderer lehnte an der Stoßstange. Es gab drei weitere Opfer, umwickelt mit weißen, blutverschmierten Verbänden.

Eine Leiche hatte keinen Kopf.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Afrika war weit entfernt... 11. November 2007
Von Schili
..und vor unserer Haustür tobte im ehemaligen Jugoslawien ein Bürgerkrieg. So konnte heimlich, still und leise in einem kleinen afrikanischen, fast unbekannten Land einer der größten Genozide der Menschheit stattfinden.

Von tiefen Depressionen geplagt, schrieb der tragische Held dieser Vorkommnisse, General Dallaire, seine Ohnmacht, Wut und Hilflosigkeit in diesem erschütternden, aber auch aufrüttelnden Werk nieder. Nie verfällt Dallaire dabei in zu tiefe Emotionen - immer wieder dringt da der Berufssoldat durch, der auch Befehlsempfänger war.

Das Buch selbst besticht durch einen klaren Schreibstil deutlicher Worte, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Dalaire selbst verzichtet auf jede Selbstrechtfertigung und schildert das Grauen derart nüchtern, dass es mir an vielen Stellen eiskalt den Rücken runterlief. Ein wichtiges, ein mutiges Werk gegen das Vergessen und ein Kainsmal für die Versager und Ignoranten in den höchsten Stellen der UNO.
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