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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Innenansicht einer totalitären Gesellschaft,
Von Lucius (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Handmaid's Tale (Contemporary classics) (Taschenbuch)
Gleich der ebenso einfache wie rätselhafte erste Satz zieht den Leser in den Text hinein. Es stellt sich schnell heraus, daß wir in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft sind, in der christliche Fundamentalisten eine totalitäre Ordnung errichtet haben. Durch eine Ich-Erzählerin erfahren wir sukzessive, wie diese Ordnung funktioniert und wie es dazu gekommen ist. Manchmal fragte ich mich, ob Atwood nicht zuviel Zeit damit verbringt, dem Leser die von ihr erfundene Gesellschaftsordnung vorzustellen, als l'art pour l'art sozusagen. An anderen Stellen sah ich in der ausgeprägten Frauenfeindlichkeit des dargestellten Systems vor allem die Verarbeitung hysterischer feministischer Vorstellungen. Und tatsächlich vermag ich jenseits 80erJahre-Diskussionen keinen Grund zu erkennen, warum Atwood ausgerechnet eine solche Gesellschaft portraitiert. Insofern besteht wie bei Orwell, an den man gelegentlich denken muß, eine gewisse Zeitgebundenheit. Doch insgesamt sind das nur Mäkeleien. Der Text ist nicht nur sprachlich auf hohem Niveau, sondern auch wirklich spannend. Dazu beweist Atwood eine außergewöhnliche Sensibilität für das Leben in einer totalitären Gesellschaft, für das Erdrückende, die kleinen Wagnisse, das Mißtrauen, die geheimen Hoffnungen usw., usw. Am Ende klärt sich selbst die bis dahin ziemlich unklare Erzählsituation auf überzeugende Weise. Ein intelligentes, unterhaltsames und dazu noch lehrreiches Buch.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Höchstwertung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Cornelsen Senior English Library - Fiction: Ab 11. Schuljahr - The Handmaid's Tale: Textband mit Annotationen (Taschenbuch)
The Handmaid`s Tale von Margaret Artwood spielt innerhalb einer utopischen Vision eines christlich-fanatistischen-faschistischen Staates, der die Rechte der Frauen auf ein absolutes Minimum zurückgeschraubt hat. Das einstig so "liberale" und demokratische Land USA, welches nun Gilead geheißen wird, ist in das komplette Gegenteil umgekehrt worden.Die Ich-Erzählerin des Buches erzählt ihre Geschichte vom Anfang ihrer "Einstellung" im Hause des im Roman nur als "Commander" bezeichneten Hausherren und seiner dominanten Frau Serena Joy, eine ältere Dame, die ihre Fruchtbarkeit schon seit langem verloren hat - welches in dem durch Strahlung und Giftmüll verseuchtem Land keine Seltenheit mehr ist. Die Ich-Erzählerin, als eine der wenigen noch fruchtbaren Frauen, übernimmt dort die Funktion einer "Handmaid". Ihre Aufgabe besteht darin, wie auf der Rückseite des Buches schon recht treffend betitelt, zu "brüten". Die Befruchtung wird dank typisch christlicher Vorurteile noch physisch durchgeführt. Eine künstliche Befruchtung wäre schließlich unmoralisch, ganz im Gegensatz zu dem natürlich "notwendigem" Paarungsakt, wo jegliche Emotion jedoch wiederum verboten ist. Die Geschichte stellt eine meiner Meinung nach sehr gelungene Darstellung eine der Staatsformen dar, die niemand gesunden Verstandes jemals miterleben möchte. Innerhalb christlicher Indoktrination und staatlicher Totalüberwachung entfalten die Protagonisten trotzdem jeder für sich seine eigene, interessante Persönlichkeit. Dass der "Commander" höchstwarscheinlich kein Unschuldslamm sein wird, ist zu erwarten. Auch die anderen Charaktere zeigen immer wieder, wie oberflächlich die als "vernünftig" bezeichneten Veränderungen des christlichen Regims auf die Bevölkerung (vor allem die herrschende, obere Schicht selbst) nur einwirkte. Sprachliche gibt es für mich nichts zu bemängeln. Margaret Atwood schafft es immer wieder, die Dinge so auszudrücken, wie man sie selbst sehr gut nachvollziehen kann. - Meist sich selbst auch so vorgestellt hatte, es jedoch nie geschafft hätte, dies in dieser Form auf Papier zu bringen. Ein durchweg zu empfehlendes Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Bible of Feminist Literature,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Handmaid's Tale (Hörkassette)
In The Handmaid's Tale we are presented with a post feminist future which is both unthinkable and undeniable. Offred, the protagonist, gives a personal account of her experiences as a handmaid in the Republic of Gilead, a New Right Theocracy in the near future. She is seperated from her family, forced to endure rigorous re-education and transferred among couple's homes, where they hope she will provide them with a newborn baby. Atwood's novel is clearly a reaction to the 80's backlash against the women's movement, particularly the Fundamentalist Right's pro-family activists who claimed the women's movement was destroying American family values and denying the natural order of men and women's roles; man was the breadwinner, woman the homemaker. However, what makes this novel so influential is that it is not only a reaction to the Fundamentalist New Right, it is also a reaction to women's non-involvment in the feminist movement. Atwood offers Offred up as a willing victim who's passivity in the feminist movement is as much to blame for the perpetuation of these gender roles as the New Right's takeover. The use of names like "Offred, Ofglen and Ofwarren" is a comment on modern women's willingness to take their husband's last name when they enter in to marriage. The name Offred indicates that Offred is a possession of Fred, she is Of Fred. Overall, this novel explores feminism from every angle and illustrates the fate awaiting humankind if gender ideologies are not abolished. I think it's all the more poignant today considering one of the most influential feminists of our time, Gloria Steinem, became a hypocrite a few weeks ago when she married Christian Bale's father... Should we call her Ofbale?
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