Produktinformation
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Die Herausgeber konnten für das Buchprojekt insgesamt 25 Autoren gewinnen, die im Rahmen von 10 Kapiteln Beiträge zu den verschiedenen Facetten der Wettkampftheorie verfaßt haben. Die theoretische Grundlegung der Wettkampflehre wird von Günter THIESS vorgenommen (S. 11 – 54), der nach der Definition und Begriffsbestimmung „Wettkampf“ knapp auf die Einheit von Wettkampf und Training und die Bedeutung der Kommunikation des wettkämpfenden Sportlers mit den wichtigsten Personen aus dem Umfeld (z.B. Trainer oder Sportpsychologen) eingeht, bevor er verschiedene Funktionen sportlicher Wettkämpfe erläutert. Im zweiten Kapitel (S. 55 – 100) gibt Michael THOMAS informative Einblicke in die Geschichte sportlicher Wettkämpfe, wobei vor allem das sorgfältig zusammengestellte Datenmaterial beeindruckt. In den übrigen Kapiteln dominieren neben trainingswissenschaftlichen vor allem organisatorische Bezüge (4. Kap.: „Ausgewählte Wettkampfkonzeptionen“ und 9. Kap.: „Die Logistik des sportlichen Wettkampfes“). Zum Spektrum trainingswissenschaftlich orientierter Beiträge zählen dabei neben den beiden Kapiteln des Mitherausgebers Peter TSCHIENE „Die Wettkampfvorbereitung im Systemansatz“ (5. Kapitel) und die im 7. Kapitel dargestellten Strategien und Aspekte der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auch Beiträge von BEIER und BARTH zur Wettkampfführung und Taktik (8. Kapitel) sowie der das Buch abschließende Aufsatz von HOHMANN zur Wettkampfdiagnostik.
Wenn Herausgeber dem Anspruch folgen, ein Handbuch zu einem überaus komplexen Theorie- und Lehrfeld vorzulegen, interessiert für eine Bewertung des Projektes vor allem der gewählte theoretische Zugang. THIESS und TSCHIENE haben sich in diesem Umfeld für einen Schwerpunkt aus dem Bereich der Trainingswissenschaft entschieden. Hierbei wurde dem Zusammenhang zwischen Trainingssteuerung und Wettkampfvorbereitung besondere Beachtung geschenkt. Neben grundsätzlichen Ausführungen zur Trainingskonzeption und Wettkampfdiagnostik wurden im 6. Kapitel von ausgewählten Experten spezielle Beiträge zu 11 verschiedenen Sportarten bzw. Sportartengruppen verfasst. Angesichts der festgelegten thematischen Orientierung des Buches läßt sich nachvollziehen, weshalb denkbare Zugänge aus dem Spektrum anderer (sport-)wissenschaftlicher Disziplinen und Themengebiete (z.B. der Pädagogik oder Didaktik) gar keinen bzw. nur einen äußerst knappen Eingang in dieses „Handbuch“ finden konnten.
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