„Die Bulgaren schütteln den Kopf, wenn sie Ja meinen." Diese Information von Seite 57 ist eine der wenigen, die vielleicht doch einmal nützlich werden könnten. Die Information, daß Schottlands wichtigstes Exportgut nach Saudi-Arabien Sand ist, dient dagegen wohl gar keinem praktischen Nutzen, ist aber doch irgendwie interessant. Genauso, daß Rainer Maria Rilke bis zu seinem sechsten Lebenjahr in Mädchenkleidern herumlief und von seiner Mutter „Sophie" genannt wurde, und, daß Austern das Geschlecht je nach Wassertemperatur wechseln. Die Information, daß Albert Einsteins letzte Worte für immer verloren gingen, weil bei seinem Tod nur eine Pflegerin zugegen war, die kein Wort Deutsch verstand, weckt schließlich sogar die Neugierde des Lesers: Was mag das Genie wohl gesagt haben? Eine Frage drängt sich bei diesem Buch aber noch stärker auf: Wer ist dieser Hanswilhelm Haefs, der das „Handbuch des nutzlosen Wissens" herausgegeben hat? Und warum hat er das getan? Aber man kann ihm ja keinen Vorwurf machen, denn er bedient nur den Markt. Eigentlich müßte man sich fragen, warum jemand dieses Buch kauft. Aber ich habe es ja selbst gekauft. Warum also? Weil das Nutzlose manchmal einfach das Unterhaltsamste ist, und ungefähr zehn nutzlose Informationen pro Seite bieten einfach eine große Menge an Unterhaltung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)