Pressestimmen
Konzept und Gliederung aller drei Teile des geschichtstheoretisch wohlfundierten und (nicht zuletzt was die Gliederung betrifft) sehr durchdachten Buches sind originell und überzeugend. "Das Buch füllt alles in allem ohne Zweifel eine Lücke in den Bücherregalen aller an der frühneuzeitlichen Habsburgermonarchie Interessierten und kann insbesondere Studierenden als nicht ereignisgeschichtlich, sondern strukturgeschichtlich orientierte Einführung empfohlen werden. Das Hauptverdienst des Autors besteht nach Ansicht des Rezensenten in dem über weite Strecken gelungenen Versuch des Brückenschlags zwischen theoretischen Konzepten und Empirie.Er hat damit ein für die Historiographie der Habsburgermonarchie des 16. und frühen 17.Jahrhunderts innovatives Beispiel theoriegeleiteter Geschichtsschreibung vorgelegt." HABSBURG "Diese Erörterung neuerer Forschungsansätze ist in einer außerordentlich guten Weise vorgenommen und tut einer an sich eher unter Theoriemangel leidenden österreichischen Geschichtsschreibung sicher gut." Das Waldviertel "Markus Reisenleitners Darstellung der Reformation und Gegenreformation in den habsburgischen Erbländern wird aufgrund der oft pointierten Standpunkte und der Orientierung an thematischen Fragestellungen ihren Platz innerhalb der Vielzahl der Überblicke zur Österreichischen Geschichte finden. Vor allem die einhergehendere Berücksichtigung aktueller Tendenzen der Forschung macht dieses Buch wichtig. Auch der interdisziplinäre Ansatz und die Erfassung verschiedener theoretischer Konzepte wie Mentalitätsgeschichte, Sozialdisziplinierung und Konfessionalisierung verdienen besondere Beachtung. Man darf auf die Fortsetzung der Reihe, die durch ihren günstigen Preis auch im Studienbetrieb Verwendung finden wird, gespannt sein." wiener zeitschrift zur geschichte der neuzeit "Das vorliegende Buch ist ein gelungener Start einer neuen Reihe, die sich nicht nur an Fachhistoriker und Forscher sondern auch an Studierende und historisch Interessierte wendet. Durch seinen methodischen Aufbau und seine spezifische inhaltliche Struktur unterscheidet sich dieser vorliegende erste Band und das Handbuch-Projekt von anderen Geschichten Österreichs." Das Historisch-Politische Buch "Das Buch ist als Einführung empfehlenswert. Während die Überblicksdarstellung recht einfach gehalten ist, werden die Grundprobleme und Tendenzen der Forschung auf hohem Niveau abgehandelt." Bücherschau "Der erste, vorwiegend deskriptive Teil des Buches bietet einen wohldurchdachten und kompetenten Überblick über die makro- wie mikrohistorischen Entwicklungslinien der Epoche. (...) Ebenso anregend ist der zweite Teil über Grundprobleme und Tendenzen der Forschung, in dem Markus Reisenleitner auf Klimaschwankungen, Seuchenzüge und Bevölkerungsentwicklung ebenso eingeht wie auf Interpretationsmodelle von Wirtschaft, Sozialstruktur, politischer Entwicklung, Kultur, Religion und Mantalitäten oder auf Forschungstendenzen von Staatsbildung, Herrschaft, Politik und Verfassung. (...) Die abschließende, thematisch hervorragend gegliederte Biographie, die sich bewußt auf neuere Literatur beschränkt, umfaßt mehr als 1100 Titel und bietet ein gutes Hilfsmittel für jede Beschäftigung mit Geschichte und Kultur des frühneuzeitlichen Österreich." Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung
Kurzbeschreibung
Geschichtsschreibung ist ein sich ständig ändernder Prozess, der keine fertigen Wahrheiten liefern kann, sondern nur begrenzte Einsichten in Zusammenhänge und Regelmäßigkeiten vermittelt, die stark von eben dieser Gegenwartsposition abhängig sind. In diesem Sinne soll auch der Versuch gesehen werden, den zahlreichen, teils auch mit großem Prestige behafteten Darstellungen der Geschichte Österreichs im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation eine weitere Abhandlung hinzuzufügen. Der Schwerpunkt in dieser Monographie wird auf die Darstellung von großen Entwicklungslinien und Zusammenhängen gelegt: auf dem Gebiet von Wirtschaft und Gesellschaft, Politik, Kultur und Religion.