Nein, diese Leidensgeschichten sind nicht witzig, auch wenn der Verlag das im Werbetext behauptet. Im Gegenteil, die beste Geschichte ist einfach nur traurig und der Rest des Sammelsuriums ist platt, verworren und/oder unerträglich larmoyant. Dabei haben die meisten Texte nicht einmal die Bezeichnung „Geschichte" verdient, teilweise hat man eher den Eindruck die lustlosen Ergebnisse einer Mittelstufen-Klassenarbeit mit der Aufgabenstellung „Erörterung eines beliebigen Themas" vor sich zu haben. Stilistisch schwach und an Plattheiten kaum zu überbieten werden z.B. die „Leiden" der Soap-Fans oder der Vegetarier abgehandelt. Wortwitz sucht man bei der Lektüre leider vergebens und blättert schließlich die Seiten unwillkürlich immer schneller um, damit man's schneller hinter sich hat. Liest man dann auch noch die mehr als eigentümliche „Geschichte", in der die inzestuösen Phantasien eines Todgeweihten beschrieben werden, hat man endgültig genug. Man sollte sich also tunlichst nicht vom Titel des Buches verleiten lassen und es z.B. unbesehen als Mitbringsel für einen Krankenbesuch erwerben, denn es wäre nicht unwahrscheinlich, dass der beschenkte Patient einen Rückfall oder zumindest einen Depressionsschub erleidet!