Bevor sich die Frage nach der speziellen 'christlichen' Ethik stellt muß man natürlich einmal klären, was 'Ethik' an sich eigentlich ist. Diesem Erklärungsversuch stellt sich der Autor, bringt uns auch näher, dass es sehr wohl Unterschiede zwischen 'wahrhaft Gläubigen' auf der einen Seite und 'Fundamentalisten' auf der anderen Seite gibt ' und scheitert dann an der Definition dieser beiden Begriffe. Insofern, als er sie einfach unterläßt.
Was das 'christliche' an der Ethik im Speziellen ausmacht erklärt der Autor ausführlichst ' zu ausführlich um hier darauf einzugehen. Vielleicht könnte man sagen, dass es 'ohne den Glauben an einen Personifizierten Gott keine gute Tat gibt' und das Hinterfragung nur zum Bösen führt. Ach ja, und dass sich alle Ethik auf die ersten Seiten der Genesis beziehen können muß. (Also zum Beispiel, die Frau ist dem Mann - aus ethischen Gründen - Untertan und hörig und minderwertig ').
Fazit:
Der Mensch kann nichts Gutes tun wenn er nicht (bedingungslos) an Gott glaubt. Selbst wenn er 'Gutes' tut ist es nicht gut, weil der Glaube an Gott fehlt. Somit ist es eigentlich nicht der Mensch der Gutes tun kann sondern nur Gott.
Wenn es aber nur Gott ist, der Gutes tun kann, dann kann es auch nur Gott sein, der Böses tun kann. Dann hat der Mensch keinen freien Willen (oder er hat einen, kann ihn aber nicht anwenden) und das Ganze wird zur Farce. Wenn das Ganze nicht schon eine Farce wäre.
Oder ' wie vor kurzen in einer Fernsehserie gesagt wurde, als es darum ging, warum jemand nicht an 'die wahren Götter glauben will, wo sie doch so mächtig sind und ihre Macht auch zeigen' -- 'Ich glaube schon, dass sie mächtige Wesenheiten sind und dass wir nichts haben, was wir ihnen entgegenhalten könnten. Sie sind uns überlegen, sie sind aufgestiegen und über uns und sie haben Macht über uns. Ja, das glaube ich. Aber ich glaube auch, dass sie das und nicht mehr sind. Götter sind aber etwas anderes.'