Mah-Jongg zu spielen ist einfach - einfach fantastisch! Die Regelkunde wirkt jedoch für den westlichen Interessierten auf den ersten Blick alles andere als einfach und stellt sicherlich ein Hindernis dar, sich diesem wunderbaren chinesischen Gesellschaftsspiel für typischerweise vier Spieler zu nähern. Zu Unrecht, denn Autor Uwe Martens macht dem Laien den Zugang zu Mah-Jongg leicht, ebnet durch eine leicht verständliche Erläuterung von Spielmaterial, Regeln und Zählweisen den Weg zu vielen Jahren großer Spielfreude im Kreis Gleichgesinnter. Er lehnt sich dabei eng an die international gültigen offiziellen chinesischen Regeln an, denn Mah-Jongg wird in vielerlei regional unterschiedlichen Varianten praktiziert: amerikanisches, japanisches, taiwanesisches, vietnamesisches Mah-Jongg etc. So divers wie die Regelauslegungen ist auch der weltweit verbreitete Name des Spiels: Mah-Jongg, Mahjong, Maijang, Spiel der vier Winde, Sperlingsspiel um nur einige zu nennen. Kein Wunder dass diese Vielfalt an Namen und Regelvarianten im Zusammenspiel mit fremdartigen chinesischen Schriftzeichen auf den Spielsteinen (Ziegeln) oder seltsam anmutenden Zählstäbchen eine Hürde darstellen, die wohl die weite Verbreitung des Mah-Jongg-Spiels in unseren Landen verhindert hat. Dank dieses Buches - und einer entsprechend großen Leserschaft - könnte das anders werden. Wer sich in das Buch vertieft entdeckt sehr schnell, dass Mah-Jongg dem weitaus vertrauteren Rommé, Canasta oder Rummikub ähnelt. Jedoch mit deutlich größerere Spieltiefe, spannenderen Partien und nicht zu vergessen mit einer fast kulthaften Einhaltung komplexer Abläufe bei der Spielerplatzwahl und dem Aufbau jener faszinierenden Mauer aus 144 Spielziegeln, die es sodann abzutragen gilt bis der "Mah-Jongg-Ruf" eines Spielers die Runde beendet.
Zum Sieg benötigt wird eine fixe Anzahl vorgegebener Reihen von Ziegel-Folgen, wie man sie aus den vorgenannten westlichen Spielverwandten Rommé & Co. kennt: Serien (1,2,3 oder 6,7,8 etc.) oder Sets (3xBambus 4, 3x roter Drache, 4x Südwind usw.) Uwe Martens Buch verschafft auch hier schnell den Überblick über alle erforderlichen Kenntnisse um recht schnell die erste Partie Mah-Jongg spielen zu können. Wenn man denn Mitspieler findet - denn das ist das Problem mit Mah-Jongg hierzulande. In Asien spielen es zig Millionen Menschen, in Deutschland ist Mah-Jongg zu spielen weit elitärer als Golfen. Aber wie gesagt: Sie können mit diesem Buch zum Mah-Jongg-Pionier werden und Ihre sicher aufkommende Begeisterung im Freundes- und Bekanntenkreis weitertragen. Das Spiel hätte es verdient, an Popularität zu gewinnen. Uwe Martens, auch Präsident der Deutschen Mah-Jongg-Liga DMJL, hat mit seinem Buch seinen Teil dazu beigetragen, Ihnen und anderen den Einstieg so leicht als möglich zu machen. Einige kleinere nachträgliche Inhaltskorrekturen zum Buch bietet der Autor übrigens auf der DMJL-Homepage an