Die Rolle des Zoos hat sich grundlegend verändert. Hatten exotische Tiere früher eher einen "Show-Effekt" und wurden in winzigen Käfigen gehalten, wollen die Zoo-Besucher heute Affen, Elefanten & Co. in einem "artgerechten" Lebensraum sehen und möglichst authentisches Verhalten beobachten.
Zoos sehen sich heute als Zentren für Tier-, Arten- und Naturschutz. Manche Tierarten gelten als "Flaggschiffarten". Das sind Tierarten mit hohem Schauwert, über deren Schutz man gleichzeitig den Schutz vieler anderer Tierarten erreicht, die den Lebensraum mit ihnen teilen. Dazu gehören beispielsweise Delfine, durch deren Haltung (die bestimmt nicht unproblematisch ist) man Menschen auf die sich dramatisch verschlechternde Situation der Meere aufmerksam machen möchte.
Da das Ziel des Autors ist, Begeisterung für den zoologischen Garten zu wecken, hat er in seinem ästhetisch sehr ansprechenden Buch wahrscheinlich absichtlich die dunkle Seite des Zoo-Alltags weggelassen. Was passiert zum Beispiel mit zu viel Nachwuchs bei manchen Tierarten? Wann werden Tiere eingeschläfert? Usw.
Aber alles in allem ist das Buch jedem Zoo-Fan zu empfehlen!