Wenn der OLMS-Verlag zu einem reiterlichen Thema ein Buch herausgibt, dann ist allein das schon eine mächtige Empfehlung, und das machte mich neugierig. Dennoch war ich etwas enttäuscht. Es gab im deutschen Sprachraum schon Bücher, die das Thema mit mehr Tiefgang angingen: Kresse, Steigle, Solinski (schon 1974) und vor allem Joachim Brand (1985). Man hätte erwarten können dass der Autor hier einiges mitverarbeitet, erkennbar erweitert, und nicht komplett von Null anfängt (erkennbar am Literaturverzeichnis). So ist das Buch zwar inhaltlich gut gegliedert, enthält viele zustimmenswerte Thesen, jedoch auch viel selbstverständliches und überflüssiges und ist etwas flach geraten. Vor allem merkt man dem Autor an dass er eigentlich aus der Perspektive des Rittführers, für Reitgäste schreibt. Dem selbständig reitenden Einsteiger oder Fortgeschrittenen wird es nicht viel weiterhelfen.